Verbraucherschutz

Hauk fordert transparente Energiepreisbremsen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Das Thermostat einer Heizung.

Am 1. März 2023 ist die Strompreis- und Gaspreisbremse in Kraft getreten. Minister Peter Hauk fordert eine termingerechte Verbraucherinformation zu den Energiepreisbremsen und Planungssicherheit sowie eine schnellstmögliche Konkretisierung des Bundes, wie es bei der Wärmeversorgung weitergeht.

„Zum heutigen 1. März2023  tritt die Strompreis- und Gaspreisbremse in Kraft. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher warten aber noch immer auf die Informationsschreiben ihres Energieversorgers, wie hoch die Entlastung bei der Strom- und Gasrechnung im Einzelfall ausfällt. Jeder Haushalt muss schnellstmöglich wissen, wie die jetzt fälligen monatlichen Abschlagszahlungen zustande kommen“, forderte der Vorsitzende der Verbraucherministerkonferenz, Peter Hauk, am 1. März 2023.

Viele Energieversorger haben bereits angekündigt, dass sie nicht rechtzeitig Verbraucherinnen und Verbraucher informieren können. „Die seit Jahren angestoßene Digitalisierung der Energiewende sollte sich auch im Servicebereich der Energieversorger bemerkbar machen und zeitnahe Informationsschreiben der Strom- und Gaslieferanten ermöglichen. Wenn Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht bekannt ist, wie die Abschlagszahlungen zustande kommen, können sie von ihrem jeweiligen Energieversorger auch keine Veränderung des Abschlags verlangen. Insbesondere, wenn sich der Verbrauch geändert hat, beispielsweise bei Gaseinsparungen“, so Minister Peter Hauk.

Referenzpreis bei Holzpellets, Heizöl oder Flüssiggas festlegen

Während Strom-, Gas- und Fernwärme-Kunden ohne eigenes Zutun durch die Energiepreisbremsen Entlastung erhalten, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher, die mit Holzpellets, Heizöl oder Flüssiggas heizen, erst einen Antrag stellen. Voraussetzung für eine Erstattung ist allerdings, dass die jeweiligen Brennstoffkosten im Jahr 2022 mehr als doppelt so hoch als der Referenzpreis waren. „Die Festsetzung des Referenzpreises durch den Bund ist überfällig, der Bund muss schnellstens aktiv werden“, forderte Minister Peter Hauk und wies darauf hin, dass sich sonst die Antragstellung auf Rückerstattung bei den Heizkosten noch weiter verzögere.

Wärmewende sozial verträglich gestalten

„Der Bund muss auch endlich Farbe bekennen, wie es ab 2024 mit dem Heizen weitergeht. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen endlich wissen, was es konkret für sie bedeutet, wenn nach den Vorstellungen des Bundes ab dem 1. Januar 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll“, so Minister Hauk. Das geänderte Gebäudeenergiegesetz, mit dem diese Regelung umgesetzt werden soll, war bereits für letztes Jahr angekündigt worden. „Verbraucherinnen und Verbraucher benötigen jetzt Planungssicherheit, wenn sie ihre alte Gas- oder Ölheizung ersetzen müssen“, forderte Minister Peter Hauk.

„Ich sehe den Bund in der Pflicht, Verbraucherinnen und Verbraucher Perspektiven bei der Umstellung aufzuzeigen, wenn aufgrund der räumlichen Bedingungen vor Ort keine Wärmepumpe installiert werden kann. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mittelfristig auf Gasheizungen mit Gas aus fossilen Quellen verzichtet werden kann. Sollten die Überlegungen des Bundes weiterverfolgt werden, dass zukünftig neue Gasheizungen nur noch mit biogenen Gasen betrieben werden dürfen, hat der Bund dafür zu sorgen, dass die Versorgung gesichert ist und Biogas und andere grüne Gasen Verbraucherinnen und Verbrauchern zu wirtschaftlich tragbaren Preisen bereitgestellt wird“, forderte Peter Hauk.

„Ein Heizungstausch und die Installation einer Wärmepumpe ist mit einem erheblichen Investitionsbedarf verbunden. Auch für einkommensschwache Haushalte muss die Wärmewende sozial verträglich gestaltet werden, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher bei den notwendigen Investitionen finanziell nicht überfordert werden“, so Minister Peter Hauk abschließend.

Verbraucherschutzministerkonferenz Baden-Württemberg 2023

Weitere Meldungen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 16. Dezember 2025

Kampagnenplakat "Energieholz aus den Wäldern Baden-Württembergs"
Forst

Neues Positionspapier unterstützt Holzenergie im Land

Der offene Streckenabschnitt für den Radschnellweg. Im Hintergrund ist eine Brücke zu erkennen.
Radverkehr

Radschnellweg 4 zwischen Reichenbach und Ebersbach erweitert

Landwirtschaft in Hohenlohe
Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Förder- und Ausgleichszahlungen ausgezahlt

Ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Frohe Weihnacht“ hängt auf einem Weihnachtsmarkt (Bild: © dpa).
Verbraucherschutz

Weihnachtsgebäck und Kosmetik auf dem Prüfstand

Visualisierung Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart
Vermögen und Bau

Grundstein für Neubau an der Universität Stuttgart gelegt

Brücke an der Kessach
Flurneuordnung

Brücke über Kessach wird ersetzt

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Land gibt 3,1 Millionen Euro zu EU-Förderprogramm LEADER

Ein Landwirt an einer automatischen Melkmaschine im Stall (Bild: © dpa).
Landwirtschaft

Hauk lädt zum Landwirtschafts­dialog über Erzeugerpreise

Das Logo von Invest BW
Invest BW

Mobilität stärken, Wandel prägen, Zukunft sichern

Weg im ländlichen Raum
Flurneuordnung

Ländliche Wege in zwölf Kommunen modernisiert

Ein Hauskaninchen wartet in seinem Stall in einem Gartengeschäft auf einen neuen Besitzer.
Tierschutz

Tierschutz in der Vorweihnachtszeit

Übergabe eines symbolischen Förderschecks an die Projektverantwortlichen der Fraunhofer-Gesellschaft für das Projekt „Stuttgart Climate Tech Hub“
Wirtschaft

Startschuss für Stuttgart Climate Tech Hub

Frisches Fleisch, darunter Rehkeule, Rehrücken und Wildschweingulasch liegen in der Auslage einer Metzgerei.
Forstwirtschaft

Festtage mit heimischen Wildbret genießen

Logo Innovationspreis Bioökonomie
Bioökonomie

Innovationspreis Bioökonomie 2025 verliehen