Landwirtschaft

Hauk besucht die Bioenergie Tauberhöhe

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Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Symbolbild

Minister Peter Hauk hat die Bioenergie Tauberhöhe GmbH & Co. KG in Weikersheim besucht. Dabei handelt es sich um eine zukunftsweisende Energiepartnerschaft zwischen regionalen Biogaserzeugern und überregionalen Gasversorgern.

„Eine sichere Versorgung mit Strom und Wärme, die bedarfsgerecht bereitgestellt wird, ist von hoher Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort. Die Bioenergie-Anlagen leisten hier einen sehr wichtigen Beitrag und stehen bereit, diesen auch noch weiter auszubauen. Die Biogasproduktion auf Basis regional vorhandener Ressourcen gewinnt vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und dessen Auswirkungen an Bedeutung. Die Biogasanlagenbetreiber sind starke und zuverlässige Partner, die bereit sind, ihren Beitrag zur sicheren Energieversorgung zu leisten. Die Energiepartnerschaft zwischen der Bioenergie Tauberhöhe GmbH & Co. KG und der EnBW ist ein hervorragendes Beispiel, wie es zum einen gelingt, regionale erneuerbare Energie effizient zu erzeugen und zum anderen als speicherbaren Energieträger über das bestehende Gasnetz an den Ort des Bedarfes zu bringen. Auf diese Weise kann Bio-Methan an jedem Ort zu jeder Zeit wie Erdgas eingesetzt werden“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 15. Januar 2024 anlässlich seines Besuchs bei der Bioenergie Tauberhöhe GmbH & Co. KG.

Die Bioenergie Tauberhöhe GmbH & Co. KG versorgen seit bereits acht Jahren die benachbarte Bio-Methan-Aufbereitungsanlage der EnBW mit Rohbiogas. Etwa 75 Prozent des erzeugten Biogases wird dort zu Bio-Methan aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist. Die bei der Verstromung in den Motoren entstehende Wärme wird als Prozesswärme verwendet.

Energiepartnerschaft beispielgebend für krisenfeste Energieversorgung

„Durch die Vor-Ort-Verstromung von Biogas wird weniger Erdgas zur Stromerzeugung benötigt. Derartig zukunftsweisende Energiepartnerschaften zwischen Landwirtschaft, Energieversorger und Kommune, wie wir sie heute in Weikersheim vorgestellt bekommen, sind beispielgebend für eine resiliente und krisenfeste Energieversorgung aus dem Ländlichen Raum“, erläuterte Minister Hauk. Das größte Pfund der Bioenergie sei, dass sie speicherbar ist und jederzeit abgerufen werden könne. So können die Zeiten überbrückt werden, in denen weder Wind- noch Sonnenenergie zur Verfügung steht.

Darüber hinaus entsteht damit eine neue Perspektive für die zahlreichen Biogasanlagen im Land, denn die Anlagen stehen vor einer unsicheren Zukunft. Bei einem Großteil der Anlagen wird zwischen 2024 und 2029 die Vergütung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auslaufen. „Wir haben rund 1.000 Biogasanlagen im Land. Baden-Württemberg hat die Zeichen der Zeit erkannt und aus diesem Grund im Juli 2023 eine Biogasstrategie im Ministerrat verabschiedet. Die Biogasanlage Bioenergie Tauberhöhe ist im Sinne der Biogasstrategie ein hervorragendes Beispiel. Besonders die zwei Strategiefelder Transformation hin zu einer systemdienlichen Biogaserzeugung und die Anpassung des Substrateinsatzes werden vollumfänglich und vorbildhaft umgesetzt“, betonte Minister Hauk.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Bioökonomie und Innovation

Bioökonomie Baden-Württemberg

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