Staatliche Schlösser und Gärten

Gemälde „Landschaft mit Waldung“ zurück im Schloss Ludwigsburg

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Staatssekretärin Gisela Splett und Herr Hörrmann neben dem Gemälde Landschaft mit Waldung

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg haben das Gemälde „Landschaft mit Waldung“ des Malers Jan van Kessel wiedergefunden. Nach 75 Jahren wird es bald wieder im Residenzschloss Ludwigsburg zu sehen sein.

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) haben ein Gemälde aus dem Residenzschloss Ludwigsburg wiedergefunden, das seit dem Zweiten Weltkrieg verschwunden war. Das Gemälde „Landschaft mit Waldung“ des Malers Jan van Kessel ist nach 75 Jahren nun wieder an seinem Ursprungsort.

„Es ist ein seltener Glücksfall, dass ein verloren geglaubtes Gemälde nach Jahrzehnten wiedergefunden und an seinen ursprünglichen Ort zurückgebracht werden kann. Dass wir Kessels Waldlandschaft nun wieder im Residenzschloss Ludwigsburg sehen können, verdanken wir der Sachkenntnis, dem Detailwissen und den guten Verbindungen der SSG-Fachleute“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett.

Im Juni 2019 tauchte das Gemälde in Paris auf

Das Bild zeigt eine stimmungsvolle Waldlandschaft. Geschaffen hat das Ölbild auf Leinwand im Format 62,7 x 54,5 Zentimeter der niederländische Barockmaler Jan van Kessel (1648 bis 1698). Das Gemälde ist im Inventar von Schloss Ludwigsburg im Jahr 1822 als „Landschaft mit Waldung von Kessel“ verzeichnet und war für die Bildergalerie im Schloss vorgesehen. 1935 wurde das Kunstwerk an die Staatsgalerie Stuttgart verliehen. Dort befand es sich auch noch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Damals wurde es, zusammen mit den übrigen Gemälden der Staatsgalerie, in Sicherheit gebracht. Offenbar ging es dabei verloren. Nach dem Krieg war das Bild in einem Katalog aufgeführt, der im Jahr 1948 „Gestohlene Gemälde aus der Staatsgalerie“ auflistet. Seither blieb die barocke Waldansicht verschwunden.

Im Juni 2019 tauchte das verloren geglaubte Gemälde bei einer Auktion in Paris auf. Fachkolleginnen und -kollegen hatten das Stück im Auktionskatalog entdeckt und gaben den Hinweis an die SSG weiter. Innerhalb von wenigen Stunden konnte nachgewiesen werden, dass es sich um das verschwundene Gemälde aus dem einstigen „Krongut“-Bestand handelt. Die Beweisführung der Expertinnen und Experten der Staatlichen Schlösser und Gärten war eindeutig und das Werk wurde aus der laufenden Auktion herausgenommen. Nach Baden-Württemberg kam das Gemälde aber erst, nachdem die Besitzverhältnisse geklärt waren. Im Oktober 2019 war es dann wieder an seinem ursprünglichen Ort in Ludwigsburg zurück. Sobald die Arbeiten an den Königswohnungen im Neuen Corps de Logis und der dazu gehörenden Galerie fertig sind, wird das Bild wieder in der Gemäldegalerie des Schlosses Ludwigsburg zu sehen sein.

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Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
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