Energie

Erneuerbare Energien erreichen Höchstwert

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Windräder

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg ist 2017 auf einen neuen Höchstwert von 27,5 Prozent gestiegen. Dies belegt der jährliche Bericht des Umweltministeriums über die Entwicklung der erneuerbaren Energien im Land.

Das Umweltministerium hat seinen jährlichen Bericht über die Entwicklung des Beitrags der erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor im Land veröffentlicht. Den Bericht hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums erarbeitet.

Jährlicher Bericht über die Entwicklung der erneuerbaren Energien

Kurze erläuternde Texte und zahlreiche Schaubilder geben einen guten Überblick über die installierte Leistung der unterschiedlichen Energieerzeugungsanlagen, über deren Beitrag und Anteil an der Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereitstellung sowie über deren regionale Verteilung. Außerdem enthält der Bericht Informationen über die wirtschaftliche Bedeutung der Nutzung erneuerbarer Energien und deren Auswirkungen auf die Umwelt sowie zur Entwicklung der EEG-Umlage seit 2004.

Der Endenergieverbrauch im Land ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 um 1,2 Prozent von 289 auf 293 Terrawattstunden (TWh) angestiegen. Höhere Verbräuche waren in allen drei Sektoren (Strom, Wärme und Verkehr) zu verzeichnen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch hat sich minimal von 14,3 auf 14,4 Prozent erhöht.

Anteil der Erneuerbaren erreicht neuen Höchstwert

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weist im Jahr 2017 einen deutlichen Anstieg um 0,8 TWh auf 16,5 TWh auf. Damit ist der Anteil der Erneuerbaren an der Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg auf einen neuen Höchstwert von 27,5 Prozent angewachsen. Dies ist zum einen auf den Ausbau der Windkraft (+ 0,8 TWh) und der Photovoltaik (+ 0,2 TWh) zurückzuführen. Eine weitere Rolle spielt die insgesamt rückläufige Bruttostromerzeugung (- 4,6 Prozent), vor allem aufgrund der geringeren Erzeugung von Strom in Kernkraftwerken und Steinkohlekraftwerken.

Mit 5,2 TWh oder 31,7 Prozent stellte die Photovoltaik 2017 im Land den meisten Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung. Die Stromerzeugung durch Wasserkraft ging im Vergleich zu 2016 im vergangenen Jahr um 0,3 TWh zurück und liegt bei einem Anteil von 27,6 Prozent an den erneuerbaren Energien. Windenergie trägt mit rund 2,0 TWh – das sind 12,2 Prozent – zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren bei.

Im Bereich der Wärmeerzeugung ging der Anteil der erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr aufgrund des etwas höheren Energieverbrauchs von 16 Prozent geringfügig auf 15,8 Prozent zurück. Nach wie vor trägt hier die Bioenergie mit 85,6 Prozent den deutlich größten Anteil bei.

Im Verkehrssektor verharrt der Anteil der erneuerbaren Energien bei 4,6 Prozent.

Durch die Nutzung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg wurden 2017 rund 16 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden.

Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2017 (PDF)

Weitere Meldungen

Gruppenbild bei Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall
Landwirtschaft

Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 in Bad Reichenhall

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Leckage im Kernkraftwerk Philippsburg

Ein Mann geht mit Kinderwagen und Hund auf einem Gehweg in Heidelberg.
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau