SCHIENE

Elektrifizierungskonzept für Bahnstrecken angepasst

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Arbeiter montieren den Fahrdraht einer Oberleitung (Bild: © Deutsche Bahn AG/Claus Weber).

Zur weiteren Elektrifizierung von Schienenwegen in Baden-Württemberg wurden weitere Streckenabschnitte in den vordringlichen Bedarf aufgenommen. Das Interesse an Elektrifizierungsmaßnahmen in den Regionen ist weiterhin hoch.

In das Konzept zur weiteren Elektrifizierung von Schienenwegen in Baden-Württemberg werden weitere Streckenabschnitte in den vordringlichen Bedarf aufgenommen. Dies ist das Ergebnis der Anhörung von Verbänden und Organisationen. Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Die Rückmeldungen zeigen, dass das Interesse an Elektrifizierungsmaßnahmen in den Regionen weiterhin hoch ist. Allerdings muss auch der Bund seinen ureigenen Verpflichtungen für die Bundesschienenwege nachkommen und das angekündigte Sonderprogramm zur Elektrifizierung zeitnah einführen, da das Land das Elektrifizierungskonzept nicht aus eigenen Finanzmitteln umsetzen kann.“

Im vergangenen April hatte das Verkehrsministerium seine Pläne für eine nachhaltige und umfassende Elektrifizierung von nicht elektrifizierten Schienenstrecken in Baden-Württemberg bekannt gegeben. Mit dem Elektrifizierungskonzept wurden bisher dieselbetriebene Streckenabschnitte in vier Kategorien eingeteilt. Diese umfassen (1) Strecken mit Elektrifizierung im Bau oder Planung, (2) Strecken im vordringlichen Bedarf bzw. Lückenschlüsse, (3) Strecken mit langfristigem Bedarf bzw. fahrzeugseitigen Lösungen sowie (4) Bahnstrecken ohne regelmäßigen SPNV, für die keine Elektrifizierung vorgesehen ist. Mit dem Konzept zeigt das Verkehrsministerium auf, wie die Zugleistung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von derzeit 74 Prozent in Zukunft vollständig elektrisch erbracht werden kann.

Neu aufgenommen in den vordringlichen Bedarf des Konzepts werden die Streckenabschnitte zwischen Tuttlingen – Fridingen (Donautalbahn) und Gammertingen – Burladingen (Zollernalbbahn). Die Verkehrssysteme des Ringzugs bei Villingen-Schwenningen und der Regionalstadtbahn Neckar-Alb im Raum Tübingen – Reutlingen – Zollernalb werden somit betrieblich sinnvoll abgerundet. Für alle weiteren Bahnlinien bleibt die bisherige Einteilung im Elektrifizierungskonzept bestehen. 

Zahlreiche und positive Rückmeldungen zum Elektrifizierungskonzept

Im Anschluss an die öffentliche Vorstellung des Konzepts hatte das Verkehrsministerium den kommunalen Vertretern, Regionen und Verbänden die Möglichkeit gegeben, im Rahmen einer öffentlichen Anhörung ihre Stellungnahme zum Elektrifizierungskonzept abzugeben. „Wir freuen uns über die zahlreichen positiven Rückmeldungen, die uns in unserem Vorgehen bestärken“, betonte Minister Hermann.

Dank der öffentlichen Anhörung kam es zu Anpassungen im Elektrifizierungskonzept. Zwischenzeitlich haben die politischen Vertreter und Verbände aus den angrenzenden Regionen der Brenz- und Donautalbahn das Verkehrsministerium um eine Aufnahme vom langfristigen, in den vordringlichen Bedarf gebeten. Diesem Wunsch wird auf der Brenzbahn, zwischen Ulm und Aalen, entsprochen. Auch die Donautalbahn wird zwischen Ulm und Munderkingen hochgestuft, da hier positive Effekte für die Regio-S-Bahn Donau-Iller erwartet werden.

Weitere Meldungen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Verkehrsminister Winfried Hermann
Online-Dialog

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Ein Intercity steht in einem Bahnhof. (© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)
Sicherheit

Landesweiter Prozess für mehr Sicherheit im Bahnverkehr

Minister Winfried Hermann mit der AMEISE des Fraunhofer-Instituts
Autonomes Fahren

Autonomes Fahren im ÖPNV macht weiter Fortschritte