Kultur

Ehrungen an den Staatstheatern Stuttgart

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Das Opernhaus in Stuttgart (Foto: © dpa)

Ballettintendant Reid Anderson, Opernintendant Jossi Wieler und der Chefdramaturg der Oper Stuttgart, Sergio Morabito, sind zu Ehrenmitgliedern der Staatstheater Stuttgart ernannt worden. Damit werden drei herausragende Künstlerpersönlichkeiten gewürdigt.

Kunstministerin Theresia Bauer hat im Rahmen einer Feierstunde Ballettintendant Reid Anderson, Opernintendant Jossi Wieler und Chefdramaturg der Oper Stuttgart Sergio Morabito die Ernennungsurkunden zu Ehrenmitgliedern der Staatstheater Stuttgart überreicht.

Herausragende Künstlerpersönlichkeiten

„Ehre, wem Ehre gebührt – ich freue mich sehr mit Jossi Wieler, Sergio Morabito und Reid Anderson drei herausragende Künstlerpersönlichkeiten ehren zu dürfen, die maßgeblich zum exzellenten Ruf und zur internationalen Strahlkraft der Staatstheater Stuttgart beigetragen haben“, sagte Ministerin Theresia Bauer.

Der geschäftsführende Intendant Marc-Oliver Hendriks ergänzt: „Reid Anderson, Jossi Wieler und Sergio Morabito haben in besonderer Weise dazu beigetragen, dass Kunst in diesem Land und in dieser Stadt Geschichte schreibt.“

Die drei Ehrenmitglieder

Die drei Geehrten haben sich in besonderer Weise für die Staatstheater Stuttgart engagiert, deren Reputation gemehrt und dabei unzählige Preise und Auszeichnungen für ihre künstlerische Arbeit erhalten. Reid Anderson kann dabei auf 39 Jahre Arbeit mit dem Stuttgarter Ballett zurückblicken, Jossi Wieler und Sergio Morabito jeweils über 25 Jahre an der Oper Stuttgart.

Opernintendant Jossi Wieler

„Jossi Wieler gehört mit seinem künstlerischen Schaffen zur großen Wirkungsgeschichte der Stuttgarter Oper. Ich möchte mich bei Jossi Wieler bedanken für die intensive, tiefgründige Kunst, die er uns seit vielen Jahren, aber auch speziell in den 7 Jahren als Opernintendant und Regisseur geschenkt hat. Er hat damit auch die Oper Stuttgart 2016 zum Titel „Opernhaus des Jahres“ geführt. Sein Einsatz für die Freiheit der Kunst zeigte sich beispielhaft in seiner Bemühung um Kirill Serebrennikov, der in seiner russischen Heimat seit über einem Jahr unter Hausarrest steht“, so Bauer weiter.

Chefdramaturg der Oper Sergio Morabito

„Als Ideengeber und Initiator, als Dramaturg, Chefdramaturg und Co-Regisseur hat Sergio Morabito 25 Jahre den künstlerischen Erfolg der Oper Stuttgart mit-gestaltet. Gemeinsam mit Jossi Wieler hat das Duo die Stuttgarter Oper zu großartigen Erfolgen geführt und den Ruf der Staatsoper in besonderem Maße geprägt“, so die Ministerin.

Ballettindendant Reid Anderson

„22 Jahre hat Reid Anderson als Ballettintendant das Stuttgarter Ballett gestaltet und geprägt – diese Jahre werden uns als die ‚Ära Anderson‘ in Erinnerung bleiben: Er hat in seiner Zeit das Ballett weiter geöffnet, etwa mit dem Ballett im Park. Das John Cranko Erbe hat Anderson nicht nur verwaltet, sondern die Tradition bewahrt und dieses ungeheure Erbe zugleich in die Moderne geführt. Das Stuttgarter Ballettwunder, ist deshalb Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Mit dem Neubau der John Cranko Schule setzt Reid Anderson seine Nachwuchsförderung auf besondere Weise dauerhaft fort.“

Publikation zu den Ehrenmitgliedern der Staatstheater

Anlässlich der Überreichung der Ehrenmitgliedschaftsurkunden hat das Landesarchiv Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit den Staatstheatern Stuttgart den Band „Ehrenmitglieder der Staatstheater Stuttgart von 1912 bis 2018“ herausgegeben. Er ist im Kohlhammer Verlag erschienen und ergänzt die Publikationsreihe des Landesarchivs über die Staatstheater Stuttgart um einen weiteren Band.

Landesarchiv-Präsident Prof. Dr. Gerald Maier: „Die Staatstheater Stuttgart gehören als kulturelle Einrichtung zu den interessantesten Stellen, die vom Landesarchiv Baden-Württemberg betreut werden. Wir blicken auf eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit zurück und freuen uns, dass mit der Überreichung der Publikation ‚Die Ehrenmitglieder der Staatstheater Stuttgart 1912–2018‘ ein weiteres gemeinsames Projekt sehr erfolgreich abgeschlossen werden kann.“

Staatstheater Stuttgart

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