Straßenbau

B 30: Bauabschnitt zwischen Ravensburg-Süd und Untereschach fertiggestellt

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Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)

Der sechste Bauabschnittes der B 30-Verlegung bei Ravensburg wurde feierlich eröffnet. Damit werden die Bürger von Ravenburg deutlich spürbar von Lärm, Schmutz und Abgasen entlastet.

Der Süden der Stadt Ravensburg bekommt die lang ersehnte Entlastung vom Autoverkehr. Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger, und Verkehrsminister Winfried Hermann haben am 30. November gemeinsam mit dem Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser und dem Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg, Dr. Daniel Rapp, den sechsten Bauabschnitt der B 30-Verlegung bei Ravensburg feierlich eröffnet.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagte: „Wir sorgen dafür, dass die Baden-Württemberger Zeit und Nerven im Straßenverkehr sparen. Die B 30 wird damit als leistungsfähige Verbindung zwischen Ulm und dem Bodenseeraum gestärkt. Für den Süden von Ravensburg bedeutet dies mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität und zugleich neue Perspektiven, die dortigen Wohnbereiche neu zu entwickeln.“

Lang ersehnte Entlastung vom Autoverkehr

Verkehrsminister Winfried Hermann: „Mit der Fertigstellung des letzten Abschnitts der B 30 werden die Bürger von Ravenburg deutlich spürbar von Lärm, Schmutz und Abgasen entlastet. Es wird eine neue Aufenthaltsqualität im Ort geschaffen. Etliche Quartiere werden dank der neuen Trasse wohnlicher werden. Als Ausgleich und Ersatz für die leider unvermeidbaren Eingriffe wurden zahlreiche Ausgleichmaßnahmen umgesetzt, die den Schaden an der Natur auf anderen Flächen wieder gut machen.“

Regierungspräsident Klaus Tappeser: „Die Stadt Ravensburg erfährt heute eine dringende und lange herbeigesehnte Entlastung ihrer Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr. Außerdem gewinnt Ravensburg mit der Fertigstellung neue Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung hinzu. Zusätzlich erreichen wir eine wichtige Etappe beim Ausbau der wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse B 30.“ 

Die Verlegung der B 30 zwischen Egelsee und Eschach

Mit diesem Bauabschnitt wird die bereits im Jahr 1981 begonnene Verlegung der B 30 zwischen dem Egelsee im Norden und Eschach im Süden fertiggestellt. Der Bauabschnitt beginnt am Schussentalviadukt. Bis zur Anschlussstelle Karrer wird die neue B 30 auf eine Länge von 3,35 Kilometern zweibahnig ausgebaut. Anschließend verläuft die Straße einbahnig weiter bis zum Anschluss an die bestehende B 30 südlich Untereschach und von dort weiter als B 467 hinauf bis Hegeberg. Der einbahnige Ausbau ist rund 2,1 Kilometer lang.

Die B 30 ist die Hauptverbindungsachse zwischen Ulm und dem Bodensee. Mit der Fertigstellung dieses Abschnittes wird ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Verkehrssicherheit dieser Achse gemacht. Das verkehrlich sehr stark belastete südliche Stadtgebiet von Ravensburg wird nun durch die B 30 umfahren und es ergibt sich eine deutliche Verbesserung für den Nord-Süd-Durchgangsverkehr. Durch die flüssigere Verkehrsführung des Durchgangsverkehrs und das geringere Verkehrsaufkommen im südlichen Stadtgebiet werden die Lärm- und Schadstoffimmissionen deutlich reduziert und gleichzeitig wird die Verkehrssicherheit verbessert.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen rund 85 Millionen Euro und werden fast vollständig vom Bund getragen. Für einen zusätzlichen Lärmschutzwall bei Untereschach trägt die Stadt Ravensburg die Kosten in Höhe von circa 400.000 Euro. 

Durch die Flächeninanspruchnahme der Neubaustrecke werden umfangreiche Bepflanzungs- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Am augenfälligsten ist hierbei die bereits im Jahr 2007 ausgeführte Verlegung der Schussen. Des Weiteren wird im nächsten Jahr noch die B 30 zwischen Ober- und Untereschach teilweise zurückgebaut.

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