Strahlenschutz

42 zusätzliche Stellen für Strahlenschutz

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Ein Gaigerzähler und ein Radioaktiv-Warnsymbol.

Im neuen Haushalt 2020/2021 sind 42 zusätzliche Stellen für den Strahlenschutz vorgesehen. Mit den zusätzlichen Stellen, lassen sich mehr Kontrollen durchführen und das Beratungsangebot zum Schutz vor Radon ausbauen.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller hat den neuen Haushalt als zukunftsweisend für einen verbesserten Strahlenschutz im Land bezeichnet. „Dieser Haushalt gibt uns die Möglichkeit, die Überwachung im Strahlenschutz außerhalb von Atomkraftwerken zu verstärken“, sagte Untersteller. „Besonders im Fokus wird in diesem Jahr das radioaktive Edelgas Radon stehen.“ Die Strahlenbelastung der Bevölkerung komme nur zum geringsten Teil aus dem Betrieb und dem Abbau von Kernkraftwerken, erläuterte der Minister. „Die größte Rolle spielt die Strahlenexposition aus dem medizinischen Bereich und aus den in der Natur vorkommenden radioaktiven Stoffen.“

Es gehe darum, wirkungsvolle Maßnahmen zum besseren Schutz der Menschen zu ergreifen, sagte Untersteller. Das seit einem Jahr geltende modernisierte Strahlenschutzrecht sei dafür ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Doch das beste Gesetz nützt nichts, wenn es nicht vollzogen werden kann. Umso mehr freue ich mich über die 42 neuen Stellen, die die Landesregierung im aktuellen Doppelhaushalt verankert hat.“

Strahlenschutz in Medizin und Technik verstärkt kontrollieren

Die zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Regierungspräsidien sollen insbesondere den Strahlenschutz in Medizin und Technik verstärkt kontrollieren. Im Fokus werden dabei der sichere Umgang mit radioaktiven Stoffen und der Betrieb von Bestrahlungsanlagen stehen. Ausgeweitet werden sollen auch die Kontrollen bei der Nutzung hochradioaktiver Strahlenquellen in der Industrie, beispielsweise in der Werkstoffprüfung.

„Hohe Priorität hat für mich darüber hinaus der Schutz vor natürlichen radioaktiven Stoffen wie dem Edelgas Radon“, betonte der Umweltminister. „Der neue Haushalt stellt sicher, dass uns für die notwendigen Kampagnen zur Information der Bevölkerung und die erforderlichen Radonmessungen ausreichend Mittel zur Verfügung stehen.“ Ziel seines Hauses sei es, so Untersteller, die Bevölkerung umfassend über Radon und dessen Risiken aufzuklären. „Eine erhöhte Belastung durch Radon kann gesundheitsschädlich sein, wenn sie über lange Jahre anhält. Dabei schaffen schon einfachste Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften Abhilfe.“

Die Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen kann jedermann ohne großen Aufwand selbst messen. Das ist einfach und kostet nicht viel. Konkrete Fragen dazu beantwortet die bei der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg eingerichtete Radon-Beratungsstelle: per Mail über radon@lubw.bwl.de oder telefonisch unter 0721/5600-2357.

Umweltministerium: Schutz vor Radon

Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg: Radon

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