Naturschutz

Die Artenvielfalt bewahren

Ein kleiner Junge isst Heidelbeeren im Nationalpark Schwarzwald (Bild: © qu-int.gmbh/Nationalpark Schwarzwald)

Die biologische Vielfalt von Tieren und Pflanzen ist unsere Lebensversicherung. Sie ist Basis für unsere Ernährung, für fruchtbare Böden, den Wasserhaushalt und das Klima. Die Landesregierung hat deshalb den Naturschutz und damit den Erhalt und die Verbesserung der Artenvielfalt und der Lebensräume von Tieren und Pflanzen ins Zentrum ihrer Politik gerückt.

Die Landesregierung hat die Mittel für den Naturschutz von 60 auf gut 90 Millionen Euro deutlich erhöht. Damit haben wir die Finanzmittel im Vergleich zu 2011 verdreifacht. Zudem haben wir rund 250 zusätzliche Stellen in der Umwelt- und Naturschutzverwaltung geschaffen, insbesondere auf Ebene der Regierungspräsidien und Landratsämter. Mit diesen zusätzlichen Ressourcen haben wir den Naturschutz auf der Fläche deutlich gestärkt.

Diese Stärkung ist zwingend erforderlich, denn die Natur ist akut bedroht. Weltweit sterben jeden Tag über 100 Tier- und Pflanzenarten aus. Bei uns im Land ist rund ein Drittel der Arten bedroht. Insbesondere die Geschwindigkeit des Artensterbens ist dramatisch und sie hat vielfältige Ursachen. Wie etwa den Flächenverbrauch und die Versiegelung der Landschaft aber auch die land- und forstwirtschaftliche Nutzung. Genau wie beim Klimaschutz handelt es sich um eine für die Menschheit existenzielle Zukunftsfrage.

Biologische Vielfalt erhalten und stärken

Das bundesweit einmalige Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt leistet hier einen wichtigen Beitrag. Für das Gemeinschaftsprojekt von Umwelt-, Landwirtschafts- und Verkehrsministerium standen bereits für die Jahre 2018 und 2019 36 Millionen Euro bereit, um vielfältige Maßnahmen in den Bereichen des Naturschutzes sowie der Land- und Forstwirtschaft umzusetzen. Außerdem startete mit dem Programm ein umfangreiches Bestandsmonitoring. Das Monitoring ermittelt verlässliche Zahlen dazu wie es beispielsweise um die heimische Insektenvielfalt bestellt ist und um die Schutzmaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkung zu beurteilen. Für die Fortführung des Sonderprogramms inklusive des Monitorings stehen im Doppelhaushalt 2020/21 erneut 36 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus setzt sich Baden-Württemberg im Rahmen der Naturschutzstrategie weiterhin für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Diese umfasst rund 400 Maßnahmen in 35 Schwerpunktbereichen, die von Großschutzgebieten wie dem Nationalpark Schwarzwald über die Moor-Renaturierung und extensivere Landbaumethoden bis hin zu einem landesweiten Biotopverbund reichen.

Nationalpark Schwarzwald als Chance für Natur und Tourismus

Eine besondere Bedeutung für den Naturschutz in Baden-Württemberg haben die drei Großschutzgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb.

Der Nationalpark Schwarzwald ging am 1. Januar 2014 an den Start und ist der erste Nationalpark im Land. Auf rund 10.000 Hektar kann sich nun eine einzigartige Naturlandschaft entwickeln. Damit tragen wir zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen bei und schaffen einen Schutzraum für seltene Pflanzen und Tiere. Der Nationalpark ist nicht nur eine Chance für den Naturschutz im Land, er stärkt auch Wirtschaft und Tourismus in der Region.

Zum Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaften ist eine naturverträgliche Nutzung durch den Menschen unverzichtbar. Die beiden Biosphärengebiete Schwäbische Alb und Schwarzwald sind von der UNESCO als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung anerkannt. Hier wird nah an der Praxis erprobt, wie sich der Schutz der Natur und die menschliche Nutzung vereinbaren lassen.

Auch die landesweit sieben Naturparks tragen in diesem Sinne zum Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaften in Baden-Württemberg bei.

Erfolge beim Tierschutz

Tiere sind unsere Mitgeschöpfe. Wir haben deshalb den Tierschutz im Land mit zahlreichen Maßnahmen verbessert. So haben wir bereits im April 2012 eine unabhängige Landesbeauftragte für den Tierschutz eingesetzt – ein echtes Novum. Tierschutzorganisationen als Anwälte der Tiere haben wir mit der Einführung des Gesetzes über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen gestärkt.

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