Wirtschaft 4.0

Zweite Förderphase der Digital Hubs und der regionalen KI-Labs

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.

Das Wirtschaftsministerium hat die zweite Förderphase der Digital Hubs und der regionalen KI-Labs beschlossen. Im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0 liegt ein besonderer Fokus darauf, die Digitalisierung der Wirtschaft und die Nutzung der Zukunftstechnologie künstliche Intelligenz in der Fläche des Landes weiter voranzutreiben.

Die Digital Hubs und regionalen Labore für Künstliche Intelligenz (KI-Labs) gehen in eine zweite Förderphase. Das hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beschlossen, nachdem der Haushaltsgesetzgeber insgesamt zehn Millionen zur nachhaltigen Etablierung der Digital Hubs und 4,2 Millionen Euro für die Weiterentwicklung und Verstetigung der KI-Labs bereitstellt. „Im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0 legen wir einen besonderen Fokus darauf, die Digitalisierung der Wirtschaft und die Nutzung der Zukunftstechnologie künstliche Intelligenz in der Fläche des Landes weiter voranzutreiben“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die Förderaufrufe werden zeitnah im kommenden Jahr veröffentlicht. Bei den Digital Hubs soll bereits bestehenden Zentren die Möglichkeit zur Weiterentwicklung geben werden, zudem sollen neue Akteure die Chance bekommen, einen Förderantrag zu stellen, um sich als regionale Digitalisierungszentren etablieren zu können. Ähnlich wie bei den regionalen Digital Hubs soll auch der zweite Förderaufruf der KI-Labs sowohl bereits bestehenden als auch neuen möglichen Fördernehmern offenstehen.

Digital Hubs Bestandteil des digitalen Ökosystems

„Baden-Württemberg ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort, weil er auch in der Fläche stark ist. Das Land zeichnet aus, dass es nicht nur wirtschaftliche Kraftzentren hat, sondern dass international erfolgreiche Mittelständler auch im ländlichen Raum zu Hause sind“, sagte die Wirtschaftsministerin. Vor diesem Hintergrund startete das Wirtschaftsministerium im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg bereits im Jahr 2017 einen Förderaufruf, um mithilfe von regionalen Digital Hubs Zukunftstechnologien und digitale Innovationen in die Fläche des Landes zu bringen.

Auf diese Weise sollten vorhandene Stärken der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit neuen technologischen Möglichkeiten verknüpft und neue Wertschöpfungspotentiale erschlossen werden. Zehn regionale Digital Hubs wurden mit einer Projektlaufzeit von drei Jahren und mit bis zu einer Millionen Euro pro Hub gefördert. Die zehn Digitalisierungszentren sind verteilt über ganz Baden-Württemberg – von Heidelberg bis in den Schwarzwald, von Ostwürttemberg bis nach Freiburg. Sie haben sich in den vergangenen drei Jahren zu wichtigen Bestandteilen des digitalen Ökosystems im Land entwickelt.

„Die Digital Hubs fungieren als essentielle regionale Erstanlaufstellen für das Thema Digitalisierung und weitere Zukunftstechnologien, in denen sich insbesondere bestehende Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteure informieren, experimentieren und gemeinsam neue Projektideen in die Umsetzung bringen können“, so Hoffmeister-Kraut. Gemeinsam mit den drei in Baden-Württemberg angesiedelten themenspezifischen de:hubs bilden sie das schlagkräftige Digital-Hub-Netzwerk Baden-Württemberg.

Digitalisierungszentren sind ein Erfolgsmodell

Dass die Digitalisierungszentren ein echtes Erfolgsmodell in Baden-Württemberg sind, zeigen die Zahlen. Bis zum 31. März 2021 wurden in den zehn Digital Hubs unter anderem 983 Präsenzveranstaltungen durchgeführt, 20.396 Unternehmen und Institutionen erreicht, 521 Digitalisierungsprojekte durchgeführt und 930 Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Partnern angestoßen.

Mit den KI-Labs wurde ein wichtiger Beitrag dafür geleistet, KI in die Fläche des Landes zu tragen. Seit 2019 wurden – zunächst modellhaft – 19 regionale KI-Labs im ganzen Land gefördert, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu KI-Wissen zu erleichtern. „Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im Land. Es gibt kaum ein Feld der Digitalisierung, das solch hohe Wachstumsraten erwarten lässt. ‚KI made in Baden-Württemberg‘ muss auch international zur Marke werden. Wir müssen die Kommerzialisierung von KI entschlossen vorantreiben“, sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Während der Projektlaufzeiten von bis zu 15 Monaten wurden viele nachhaltig zur Verfügung stehende Angebote wie Schulungen und Erprobungsräume geschaffen. Spätestens Ende 2021 läuft die bisherige Förderung der KI-Labs aus. Die Vielzahl an passgenauen Angeboten für KMU gilt es nun zu verstetigen und weiterzuentwickeln. „Mit diesen Maßnahmen unterstützen wir gerade unsere zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen im Land wirkungsvoll bei der digitalen Transformation, der Nutzung von Zukunftstechnologien und der Bewältigung der Krise“, so die Ministerin.

Initiative Wirtschaft 4.0

Mit der Initiative Wirtschaft 4.0 möchte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gemeinsam mit 35 Partnerorganisationen die Digitalisierung der Wirtschaft voranbringen – branchenübergreifend und mit besonderem Fokus auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und deren Beschäftigten. Die Initiative Wirtschaft 4.0 stellt einen zentralen Baustein der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie des Landes digital@bw dar. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2017 haben die Partnerinnen und Partner in ihren jeweiligen Bereichen zahlreiche Aktivitäten umgesetzt, um die digitale Transformation der Wirtschaft voranzutreiben. Dabei hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus die Digitalisierung mit vielfältigen Maßnahmen unterstützt, von der Information und Vernetzung über Beratung, Forschung und Entwicklung hin zu konkreten Förderprogrammen.

Wirtschaft digital Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Tür eines Finanzamtes
Finanzen

Warnung vor Betrugsmails zu angeblichen Betriebsprüfungen

Die Hand einer jungen Frau hält eine Energiesparlampe, darin ist eine kleine Pflanze.
GreenTech

Mit Innovationen Zukunft gestalten

Ein Mitarbeiter scannt den Barcode eines Artikels für den Paketversand. (Bild: © dpa)
Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut begrüßt Maßnahmen zum Bürokratieabbau

Portrait Dr. Simon Veser Amtsleiter Finanzamt Ludwigsburg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Ludwigsburg

Ein Landwirt betankt sein Gespann mit Gülle um diese anschließend auf einem Feld auszubringen. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Gentges fordert Aufstockung des Hilfspakets für Düngerpreise

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor.
Automobilwirtschaft

Spitzengespräch zur Stärkung des Automobilstandorts

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub

Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Thomas Dörflinger (zweiter von rechts)
Wirtschaft

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

Symbolbild: Eine Frau sitzt an einem Dorfbrunnen. (Foto: © dpa)
Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

BaWü-Labs GO!
Forschung

Zehn Jahre Reallaborförderung in Baden Württemberg

Bio-Musterregion Heidenheim plus
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Nachwuchs im Molkereihandwerk

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Witschaft

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau