Steuersenkungen

Wirtschaftsministerin fordert weitreichende Steuerentlastung für Unternehmen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ist Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. (Bild: © Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Bund aufgefordert, zügig Klarheit und Perspektiven insbesondere für mittelständische Unternehmen zu schaffen. Durch Steuerentlastungen sollen Unternehmen vergleichbare Bedingungen wie ihre Konkurrenten in Europa und den USA erhalten. Sonst droht Deutschland als Hochsteuerland für Unternehmen ins Hintertreffen zu geraten.

„Das weltweite Karussell des Innovationswettbewerbs dreht sich permanent. Gerade angesichts der hohen Auslastung von Arbeit und Kapital kommt es darauf an, das langfristige Potenzialwachstum zu erhöhen, indem wir unsere Innovationskraft stärken“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und forderte den Bund auf, für die Unternehmen zügig Klarheit und Perspektiven zu schaffen. „Zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik muss über den Konjunkturzyklus hinaus gedacht werden.“

Hoffmeister-Kraut drängt in diesem Zusammenhang nicht nur darauf, die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung insbesondere bei kleinen, mittleren und mittelgroßen Unternehmen schnellstmöglich auf den Weg zu bringen. Sie spricht sich außerdem dafür aus, den Solidaritätszuschlag schnellstmöglich komplett zu streichen und die Körperschaftsteuer um 5 Prozentpunkte auf 10 Prozent zu senken.

„Angesichts der internationalen Entwicklung ist es unabdingbar, auch eine Unternehmenssteuerreform auf den Weg zu bringen“, so Hoffmeister-Kraut. Die letzte Reform liege zehn Jahre zurück. „Wenn wir da nichts tun, wird Deutschland als Hochsteuerland für Unternehmen ins Hintertreffen geraten.“ Gerade jetzt seien massive Investitionen erforderlich, um die digitale Transformation zu stemmen. Dafür bräuchten die Unternehmen steuerlich vergleichbare Bedingungen wie ihre Konkurrenten in Europa und den USA.

„Es muss endlich Bewegung in die Sache kommen. Wir müssen aufpassen, dass sich die kleinen und mittleren Unternehmen nicht immer weiter vom Innovationsgeschehen entfernen“, forderte Hoffmeister-Kraut. Darum habe sich die Wirtschaftsministerin mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass bei der steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) sowohl kleine als auch mittelgroße Unternehmen (bis 3.000 Beschäftigte) entlastet werden. Damit auch kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene Forschungsabteilung profitieren können, solle sich die Förderung auch auf externe Forschungsaufträge erstrecken. Hoffmeister-Kraut gehe davon aus, dass diese Anliegen in dem angekündigten Gesetzesentwurf der Bundesregierung aufgegriffen werden und betonte, dass sie sich dafür auch weiterhin stark machen werde.

Angesichts von Steuerüberschüssen von allein 60 Milliarden Euro 2018 über alle staatlichen Ebenen sei es durchaus gerechtfertigt, einen Teil dieser Überschüsse für Steuersenkungen zu verwenden. „Jedem muss klar sein: Ohne Steuersatzänderung droht, dass Unternehmen in absehbarer Zeit neue Investitionen verstärkt im Ausland tätigen, was unsere Steuerbasis und damit die Einnahmen schmälern würde.“

Weitere Meldungen

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Wahlaufruf der Landeswahlleiterin

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro