Ernährung

Kooperationsprojekt soll Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Lebensmittel liegen in einer Mülltonne. (Foto: © Patrick Pleul / dpa)

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung: Das Land und die Duale Hochschule Heilbronn fördern mit einem Kooperationsprojekt beim Nachwuchs im Lebensmitteleinzelhandel das Gespür für die Relevanz der Reduzierung von Lebensmittelverlusten.

„Als ein zentrales Element der Wertschöpfungskette ist der Einzelhandel ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es darum geht, die Verschwendung von Lebensmitteln weiter zu reduzieren. Auch die Studierenden können hier bereits eine Verantwortung übernehmen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, in Heilbronn anlässlich der Auftaktveranstaltung für eine Kooperation zwischen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Studierende des Studiengangs Food Management werden verschiedene Themenbereiche im Kontext von Lebensmittelhandel und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung in Projekten bearbeiten. Dabei geht es sowohl um Hürden und Herausforderungen als auch um bestehende Best Practice-Beispiele, innovative Ideen sowie Meinung und Verhalten der Kundinnen und Kunden.

Unterstützt wird die Zusammenarbeit vom Handelsverband Baden-Württemberg.

„Wir möchten dazu beitragen, dass bereits der Nachwuchs im Lebensmitteleinzelhandel bewusst mit dem Thema Lebensmittelverschwendung in Kontakt kommt und ein Gespür für die Relevanz der Reduzierung von Lebensmittelverlusten entwickelt. Mit der DHBW Heilbronn haben wir dafür einen idealen Partner gefunden. Ich freue mich über den Start unserer Zusammenarbeit und das Engagement der Dualen Hochschule und der Studierenden“, sagte die Staatssekretärin.

Runder Tisch mit Lebensmitteleinzelhandel

Die Landesregierung möchte den Handel bei seinen Bemühungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten unterstützen. Gemeinsam mit dem Handelsverband Baden-Württemberg hat das Ministerium daher im vergangenen Jahr einen Runden Tisch mit Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels ins Leben gerufen, um das Thema ins Bewusstsein zu rücken und gemeinsame Aktivitäten zu erarbeiten.

Lebensmittelabfall in Deutschland

Jährlich werden in Deutschland etwa elf Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt. Dabei wäre ein großer Teil dieser Lebensmittel noch genießbar. Die einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette – von der Industrie über den Handel bis hin zu Groß- und Privatverbrauchern – tragen in unterschiedlichem Ausmaß zu den Lebensmittelverlusten bei. Schätzungen zufolge entfallen fünf Prozent der gesamten Lebensmittelabfälle auf den Groß- und Einzelhandel.

UN-Ziel zur Verringerung von Lebensmittelverlusten

Deutschland hat sich – wie alle EU-Mitgliedsstaaten – zur Erfüllung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verpflichtet. Darin ist festgelegt, dass bis 2030 die weltweite Lebensmittelverschwendung auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Lebensmittelverluste einschließlich Nachernteverluste verringert werden sollen. Auch die Verluste im Bereich der Produktion und Verarbeitung sollen reduziert werden.

DHBW Heilbronn

Handelsverband Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Ein Smartphone wird in Händen gehalten.
Verbraucherschutz

Betrugsmaschen auf Social-Media-Plattformen erkennen

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Traktor auf einem Feld
Ökolandbau

Land fördert überregionale Koope­rationen der Bio-Musterregionen

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Energieberatung für einkommens­schwache Haushalte verlängert

Logo des Dr.-Rudolf-Eberle-Preises: Der Stauferlöwe in einem gelben Kreis steht vor dem Schriftzug „INNOVATION BW – Innovationspreis Baden-Württemberg – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ auf weißem Hintergrund
Innovation

Ausschreibung für Innovationspreis des Landes 2026 gestartet

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Legehennen im Freien (Quelle: dpa).
Vogelgrippe

Verlängerung des Aufstallungsgebots

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Sechster Förderaufruf für regionale Bio-Produkte

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Eine Frau bedient die Smartphone-App eines Onlinehändlers. (Foto: © dpa)
Marktüberwachung

Mehr Schutz bei Online-Einkäufen

Apfelbäume stehen auf einer Streuobstwiese (Foto: dpa)
Streuobst

Streuobstwiesen schützen und genießen