Gesundheit

Über 15 Millionen Euro für innovative Projekte im Gesundheitsbereich

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)

Das Land fördert weitere vier innovative Projekte im Rahmen des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg mit 8,1 Millionen Euro. Insgesamt werden damit 16 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 15,49 Millionen Euro unterstützt.

Der Ministerrat hat gestern der Förderung weiterer vier Projekte des Sozialministeriums im Rahmen des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg zugestimmt. Die Projekte haben ein Fördervolumen von knapp 8,1 Millionen Euro. Insgesamt werden damit sechzehn innovative Projekte im Gesundheitsbereich mit einem Gesamtfördervolumen von 15,49 Millionen Euro unterstützt. Die ersten zwölf Projekte hatte das Kabinett bereits Anfang März dieses Jahres gebilligt.

„Mit diesen innovativen Projekten bringen wir sowohl die medizinische Versorgung als auch den Standort Baden-Württemberg als Gesundheitsstandort voran“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise zeige sich, wie wichtig ein starker Gesundheitsstandort Baden-Württemberg sei. „Für die Zukunft gilt es, unseren starken Standort im internationalen Wettbewerb weiterzuentwickeln und für die Zukunft zu sichern. Mit den vom Kabinett gebilligten Projekten tragen wir dazu bei, diese Ziele zu verwirklichen“, so Lucha weiter.

Projekte decken vielfältige Themen ab

Die vom Sozialministerium geförderten Projekte decken vielfältige Themen ab: So soll zum Beispiel ein Verfahren entwickelt werden, mit dem die im Aufbau befindliche Personalisierte Medizin allen Patientinnen und Patienten in Baden-Württemberg zugänglich gemacht werden kann. Zudem soll eine „Klinische Informationsstelle für Seltene Erkrankungen“ eingerichtet werden. Ein weiteres Projekt sieht vor, künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Therapie von herzmedizinischen Intensivpatienten einzusetzen. Auch der Aufbau einer sektorenübergreifenden Telemedizinplattform sowie die Entwicklung eines interaktiven Dialogsystems zur Verbesserung der Pflegedokumentation und Unterstützung bei Pflegeprozessen sollen vorangebracht werden.

„Mit diesen Projekten gehen wir wichtige Schritte, insbesondere in der Behandlung schwerstkranker Menschen“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. „Schon jetzt ist Baden-Württemberg im Bereich der Personalisierten Medizin bundesweit Vorreiter – diese Position bauen wir konsequent aus“. Es zeige sich, dass mit dem Forum Gesundheitsstandort bedeutende Synergien geschaffen würden. Lucha sagte: „Mit unseren Partnern im Gesundheitswesen gestalten wir sehr erfolgreich Versorgung ‚Made in Baden-Württemberg‘ und stehen in einem intensiven Dialog mit unserer Gesundheitswirtschaft. Das bringt neue Impulse und wird die medizinische Versorgung der Menschen im Land weiter verbessern.“

Ziele der Projekte sind der unmittelbare und konkrete Mehrwert für Patientinnen und Patienten, die Erhöhung des wirtschaftlichen und gesundheitsökonomischen Potentials für den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg sowie die Nachhaltigkeit und Umsetzbarkeit in die Praxis.

Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg

Die Bereiche Gesundheitsforschung, -wirtschaft und -versorgung sind für den Standort Baden-Württemberg von entscheidender Bedeutung. Deshalb hat die Landesregierung im Sommer 2018 mit dem Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg einen strategischen Prozess ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg weiter zu stärken und wettbewerbsfähig zu erhalten. Innovationen sollen sowohl zum Nutzen von Patientinnen und Patienten als auch zur Weiterentwicklung von Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung gefördert werden. Im Rahmen des Forums werden vielfältige Maßnahmen, insbesondere Forschungsprojekte mit gesundheitswirtschaftlichem Hintergrund gefördert.

Übersicht der geförderten Projekte (PDF)

Weitere Meldungen

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Karrierechancen

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungstart für „Spitze auf dem Land!“

Transportroboter im öffentlichen Raum
Urbane Robotik

Land fördert robotische Systeme im städtischen Raum

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Ein Fliesenleger arbeitet an einer Wand mit Fliesen (Symbolbild). (Bild: Waltraud Grubitzsch / dpa)
Handwerk

Land fördert Deutsches Hand­werksinstitut mit 240.000 Euro

Gruppenbild Neuberufene
Hochschulen

Land begrüßt 368 neue Professorinnen und Professoren

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Arbeiter bauen Präzisions-Klimasysteme zusammen, die für die Lithographie-Abteilung in der Chip Produktion eingesetzt werden.
Fachkräfte

Regionalprogramm Fachkräfte­sicherung bis 2027 verlängert

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Naturschutz

5,9 Millionen Euro für Naturschutzprojekte

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Walldürn schreitet zügig voran