Automobilindustrie

Strukturhilfen für Umbruch in der Autobranche gefordert

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Arbeiter in der Produktion prüft ein Bauteil. (Foto: © Bosch)

Anlässlich des Autogipfels der Bundesregierung hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut massive Strukturhilfen für die von der Transformation in der Automobilbranche betroffenen Regionen gefordert.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat anlässlich des Autogipfels der Bundesregierung massive Strukturhilfen für die von der Transformation in der Automobilbranche betroffenen Regionen gefordert: „Der Bund gibt 40 Milliarden für den Kohleausstieg, von derart mutigen Investitionen in die Sicherung unserer zentralen Zukunftstechnologien ist dagegen wenig zu hören. Doch wir benötigen ähnlich hohe Investitionen, um Wohlstand und Arbeitsplätze in einer der letzten global führenden deutschen Schlüsselindustrien langfristig zu sichern. Der Bund muss aufpassen, dass er hier keine falschen Prioritäten setzt“, warnte Hoffmeister-Kraut.

Auch in Sachen Kurzarbeit muss der Bund nach Ansicht der Ministerin endlich die Weichen richtig stellen. „Bislang haben wir von Bundesarbeitsminister Heil keinerlei Reaktion auf unsere Forderungen erhalten. Das ist eine herbe Enttäuschung“, so Hoffmeister-Kraut. Gemeinsam mit den Spitzen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, der IG Metall Baden-Württemberg, des Industrie- und Handelskammertages sowie des Handwerkstages hatte die Ministerin bereits im November einen gemeinsamen Forderungskatalog erarbeitet und diesen in einem gemeinsamen Schreiben an den Bundesarbeitsminister übersandt.

Großzügige Regelungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen nötig

„Wir brauchen endlich Klarheit und dürfen keine weitere Zeit verlieren. Die Betriebe in Baden-Württemberg müssen schnellstmöglich wissen, was sie tun können, um diese schwierige Phase mit möglichst kompletter Belegschaft zu überstehen. Wir brauchen großzügige Regelungen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern“, so Hoffmeister-Kraut. Es sei aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet der für Arbeit zuständige Bundesminister seit Monaten über Ankündigungen nicht hinauskommt und die Betriebe im Regen stehen lässt. Über 500 Betriebe hätten allein in Baden-Württemberg im Dezember 2019 für 13.000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet – doppelte so viele wie noch im Juli 2019.

Das von den Grünen erneut geforderte Enddatum für den Verbrennermotor bezeichnete die Ministerin als „vollkommen irrsinnig“: „Die Grünen können diese Forderung so oft wiederholen wie sie wollen, sie ist und bleibt kurzsichtig und falsch und offenbart, dass es den Grünen ganz offensichtlich nur um ideologisch getriebene Verbote geht.“ Niemand könne im Moment seriös sagen, mit welchen Antriebstechnologien in den nächsten Jahrzehnten die Klimaneutralität am besten erreicht werden könne. „Wir setzen dagegen auf strikte CO2-Flottenwerte, Investitionen in Innovation und Technologieoffenheit. Denn dies ist der einzig richtige und erfolgversprechende Weg.“

Weitere Meldungen

IHK Heilbronn
Start-up BW

Krumm Engineering UG im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

ELR
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Dreiteilige Collage mit jeweils einem Bild der Künstler: ANICA, Faxen, Freezy Bakery (von links nach rechts)
Landesjubiläum 2027

Song zum Landesjubiläum wählen

Grünstempel
Bauen

Anerkennung als Prüfingenieur für Bautechnik beantragen

Ein Neubaugebiet von Weissach
Grundsteuer

Baden-württembergisches Grundsteuermodell bestätigt

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Ausbildung

13 Millionen Euro für überbetriebliche Berufsausbildung

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Esslingen Marktplatz Geiselbachkanal
Denkmalförderung

Rund 6,9 Millionen Euro für 63 Kulturdenkmale

Luftbild vom Quartier Kanadaring in Lahr
Flächenmanagement

Land entwickelt kostenloses Tool zum Digitalen Flächenmanagement

Portrait Neue Finanzamtsleitung Schorndorf Frau Danzebrink
Verwaltung

Neue Leiterin des Finanzamts Schorndorf