Ressourceneffizienz

Spitzenplatz für Förderprogramm zur Ressourceneffizienz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Facharbeiter steht im Bosch Werk in Reutlingen vor einer Charge von Radarsensoren für die Automobilindustrie (Bild: © dpa).

Viele mittelständische Unternehmen im Land konnten im Jahr 2018 dank zinsgünstiger Darlehen Maßnahmen zur Ressourceneffizienz durchführen. Von den Investitionen in Milliardenhöhe profitierten sowohl der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg als auch die Umwelt und das Klima.

Die L-Bank hat im Jahr 2018 Unternehmen in Baden-Württemberg im Förderprogramm „Ressourceneffizienzfinanzierung“ Darlehen in Höhe von 629 Millionen Euro gewährt. Das vom Umweltministerium mit 2,5 Millionen Euro im Jahr bezuschusste Programm stellte damit im vergangenen Jahr das volumenstärkste Förderprogramm der L-Bank dar.

„Mit den zinsgünstigen Darlehen haben die überwiegend mittelständischen Firmen im Land Effizienzmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 1,3 Milliarden Euro durchführen können“, betonte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller.

Investitionen in Milliardenhöhe

Von den Investitionen in Milliardenhöhe profitierten sowohl die baden-württembergische Wirtschaft als auch die Umwelt und das Klima, so Untersteller weiter. „Unternehmen, die in Maschinen und Anlagen mit einem niedrigen Energieverbrauch investiert oder ihre Gebäude energetisch saniert haben, sparen künftig Jahr für Jahr Energiekosten ein.“ Nach Berechnungen der L-Bank vermeide dies jährliche CO2-Emissionen in Höhe von rund 20.000 Tonnen. „Und die Firmen, die ihre Produktionsabläufe optimiert haben, Rohstoffe und Materialien nun möglichst sparsam einsetzen und damit sowohl ihren Ausschuss als auch ihre Abfälle verringern können, schonen nicht nur die Umwelt, sondern verbessern zugleich auch ihre Wettbewerbssituation“, sagte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Auch auf den Arbeitsmarkt im Land habe das gemeinsame Förderprogramm positive Auswirkungen gehabt, sagte der Minister. Nach Informationen der L-Bank haben die hierdurch ausgelösten Investitionen zu über 1.600 neuen Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg geführt.

Ergänzende Informationen

Seit dem Jahr 2012 fördern das Umweltministerium und die L-Bank Investitionen von mittelständischen Unternehmen zum effizienteren Energie- und Materialeinsatz. Der Schwerpunkt der Unterstützung des Umweltministeriums liegt dabei seit 2017 auf der Energieeffizienz. Mit den günstigen Darlehen finanzieren Unternehmen zum Beispiel in neue und sparsamere Maschinen, sie optimieren damit ihre Produktionsprozesse hinsichtlich des Einsatzes von Energie und Material oder sanieren ihre Betriebsgebäude so, dass diese weniger Energie zum Heizen oder zur Kühlung verbrauchen. Auch Investitionen in emissionsarme gewerblich genutzte Fahrzeuge, in eine verbesserte Abwasserreinigung sowie zur Verringerung von Luftverschmutzung oder Geruchsemissionen unterstützt das Programm.

L-Bank: Förderprogramm zur Ressourceneffizienz

Umweltministerium: Energieeffizienz in Unternehmen

Weitere Meldungen

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Förderung

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

von links nach rechts: Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Landrat Dr. Achim Brötel, Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Präsident des Städtetages Baden-Württemberg
Digitalisierung

Schnellere Digitalisierung der Verwaltung

Ein Mann geht mit Kinderwagen und Hund auf einem Gehweg in Heidelberg.
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Grafik Baulicher Holzschutz
Bauökologie

Abendvorlesung zum baulichen Holzschutz

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Ostplatz in Heidenheim
Städtebauförderung

Ausschreibung für Landes-SIQ startet

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs