Gewässerschutz

Rund 83,5 Millionen Euro für Hochwasserschutz und Gewässerökologie

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die renaturierte Rems in Winterbach (Bild: Umweltministerium Baden-Württemberg)

Das Land stellt in diesem Jahr rund 83,5 Millionen Euro an Einnahmen aus dem Wasserentnahmeentgelt für den Hochwasserschutz und die Gewässerökologie zur Verfügung. Damit konnte das Land seine Mittel in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifachen.

Die Landesregierung stellt den Landesbetrieben Gewässer in diesem Jahr rund 83,5 Millionen Euro an weiteren Landesmitteln zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und für gewässerökologische Maßnahmen an Gewässern erster Ordnung zur Verfügung. Damit konnte das Land seine Mittel in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifachen: von rund 25 Millionen Euro im Jahr 2011 auf derzeit 83,5 Millionen Euro. Diese Gelder stammen aus den Einnahmen des Wasserentnahmeentgelts. Es ist zweckgebunden und muss für wasserwirtschaftliche und gewässerökologische Belange des Landes verwendet werden.

„Dieser deutliche Mittelzuwachs belegt, dass wir mit der Zweckbindung des Wasserentnahmeentgelts die richtige Entscheidung getroffen haben“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Hochwasserschutz und Gewässerökologie zum Schutz der Menschen und der Umwelt haben so in Baden-Württemberg eine solide Finanzierungsbasis und können verlässlich umgesetzt werden.“

Größter Anteil der Landesmittel fließt in das Integrierte Rheinprogramm

Rund 36 Millionen Euro der zusätzlichen Landesmittel fließen in die Maßnahmen des Integrierten Rheinprogramms, mit dem der vor dem Oberrheinausbau unterhalb der Staustufe Iffezheim vorhandene Hochwasserschutz wiederhergestellt werden soll. Neben dem Land beteiligt sich auch der Bund an der Finanzierung der Hochwasserrückhalteräume. Für die landeseigenen Hochwasserschutzdämme stehen rund 13,5 Millionen Euro zur Verfügung. Diese sollen für prioritäre Maßnahmen in den Regierungsbezirken Karlsruhe und Freiburg eingesetzt werden, um dort die Hochwasserdämme des Landes zu ertüchtigen und an die aktuelle Technik anzupassen. Für den technischen Hochwasserschutz stehen dieses Jahr zusätzliche Landesmittel von rund 6,7 Millionen Euro bereit. Damit wird unter anderem die Hochwasserschutzmaßnahme in Wendlingen am Neckar (Regierungsbezirk Stuttgart) umgesetzt.

Gewässerökologische Maßnahmen erhalten 12,5 Millionen Euro

Um die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen, werden fast 12,5 Millionen Euro für gewässerökologische Maßnahmen eingesetzt. Von diesen Mitteln profitiert unter anderem das Landesprogramm „Agile Iller“ im Regierungsbezirk Tübingen.

Weitere Mittel werden den Landesbetrieben Gewässer für die übrigen Fachaufgaben zur Verfügung gestellt: zum Beispiel um Maschinen und Geräte zu beschaffen oder um wasserwirtschaftliche Bauwerke zu sanieren.

Neben der Finanzierung von Maßnahmen an Gewässern erster Ordnung kümmert sich das Land auch um die Gewässer zweiter Ordnung, die in der Zuständigkeit der Kommunen liegen. Dafür stellt das Umweltministerium den Kommunen in diesem Jahr Haushaltsmittel in Höhe von knapp 51 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt stehen damit 134,5 Millionen Euro für Hochwasserschutz- und Ökologiemaßnahmen an größeren und kleineren Gewässern im Land bereit.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Gewässerökologie

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Hochwasserschutz

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Integriertes Rheinprogramm

Weitere Meldungen

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald soll entnommen werden

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für Verkehrspräventionspreis ab jetzt möglich

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungstart für „Spitze auf dem Land!“

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Holzbau

Aktualisierte Holzbau-Richtlinie stärkt Klimaschutz und Wirtschaft

Kuhweide mit Kühen
Tierschutz

Impfung hilft gegen Ausbruch der Blauzungenkrankheit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Naturschutz

5,9 Millionen Euro für Naturschutzprojekte

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Walldürn schreitet zügig voran

Autos fahren über eine Kreuzung in Reutlingen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Verkehrssicherheit

Vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit im Fokus