Wasserwirtschaft

Nachrüstung von elf Regenüberlaufbecken in Horb am Neckar

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Kläranlage (Symbolbild: Patrick Seeger/dpa)
Symbolbild

Das Land fördert die Nachrüstung von elf Regenüberlaufbecken in Horb am Neckar mit mehr als 630.000 Euro. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Wasserqualität im Neckar zu verbessern.

Die Stadt Horb im Landkreis Freudenstadt erhält von der baden-württembergischen Landesregierung 633.900 Euro, um die Regenüberlaufbecken im Stadtgebiet zu modernisieren.

Dabei werden die Messeinrichtungen bei elf Regenüberlaufbecken sowie die Anbindungen an eine Fernüberwachung nachgerüstet. Die Nachrüstungen sind erforderlich, um die Regenwasserbehandlung zu verbessern und die Voraussetzung zu schaffen, dass künftig weniger mit Regenwasser verdünntes Abwasser in die Gewässer eingeleitet wird. Die Nachrüstung der Becken soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Gute Nachricht für Bürger und Umwelt

„Mit diesem Landeszuschuss und den Investitionen der Stadtentwässerung Horb können alle Regenwasserbehandlungsanlagen auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden“, sagte Umweltministerin Thekla Walker.

So könne künftig das stärker belastete Regenwasser gezielt über Fernwirktechnik den Kläranlagen zugeführt werden. „Das ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, um die Wasserqualität im Neckar zu verbessern“, betonte Walker. Das sei eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Umwelt im Raum Horb.

Abwasserbehandlung in Horb

Die Stadt Horb betreibt ein rund 200 Kilometer langes Kanalnetz, um das anfallende Abwasser abzuleiten. Dazu gehören auch 15 Regenüberlaufbecken zur Regenwasserbehandlung.

Die Ableitung erfolgt aufgrund der Topografie zu verschiedenen Kläranlagen. Das anfallende Abwasser fließt in den jeweiligen Stadtteilen zur Reinigung folgenden Kläranlagen zu:

  • Ahldorf und Mühlen zur Kläranlage Mühlen
  • Bildechingen, Horb, Ihlingen, Isenburg, Nordstetten, Rexingen, Industriegebiet zur Zentralkläranlage Horb
  • Dettingen, Dettlingen, Dießen und Bittelbronn zur Kläranlage Dettingen des Abwasserzweckverbands (AZV) Haugenstein
  • Altheim, Grünmettstetten und Talheim zur Kläranlage Nagold
  • Dettensee und Mühringen zur Kläranlage Mühringen des AZV Eyachtal
  • Betra zur Kläranlage Unteres Glattal

Regenüberlaufbecken

Bei einem stärkeren Regenereignis kann in Mischwasserkanalisationen nicht die gesamte Abwassermenge zur Behandlung einer Kläranlage zugeführt werden, da dies sowohl die Kanäle als auch die Verfahrenstechnik der Kläranlagen überfordern würde. Daher wird in so genannten Regenüberlaufbecken und anderen Anlagen zur Regenwasserbehandlung vorzugsweise der erste Schmutzabtrag zwischengespeichert und nach dem Regenereignis verzögert zur Kläranlage abgeleitet.

Auf diese Weise wird das darüber hinaus ankommende Abwasser („Mischwasser“) durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Konzentrationen an Schadstoffen deutlich gesenkt werden können. Dieses im Regenfall nicht ableitbare und nicht mehr speicherbare Mischwasser wird dann direkt in nahegelegene Gewässer eingeleitet.

Weitere Meldungen

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen stehen lächeld da und tragen Fahrradhelme.
Radverkehr

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Abgestellte Lastwagen stehen auf einer Autobahnraststätte. (Foto: © dpa)
Verkehr

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Links: Prof. Dr. Andreas Gundelwein, rechts: Dr. Jens Bortloff
Kunst und Kultur

TECHNOSEUM erhält neue Doppelspitze

LKWs stehen auf einem Parkplatz. (Bild: © picture alliance/Patrick Seeger/dpa)
Verkehr

Land erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

von links nach rechts: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Offenburg Andreas Bjedov und Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Verkehrssicherheit

Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung

Neuer begrünter Mittelstreifen auf einem Teilstück der Straße „Waldsteige“ in Mosbach
Flächenmanagement

Mosbach erhält Prämie für Maßnahme „Waldsteige“

Portrait Mathias Brecht Finanzamt Heidelberg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Heidelberg

Müllmann bringt Müll weg. (Foto: dpa)
Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Positive Entwicklungen bei Abfallbilanz 2025

Bauarbeiter erneuern den Fahrbahnbelag auf einer Straße.
Fahrbahndeckenerneuerung

B 35 zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf wird saniert

Blühstreifen statt Straßenbegrenzungsgrün
Naturschutz

Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Landwirtschaft

Novelle zum EEG 2027 verschenkt Potenzial der Bioenergie

Ein Thermometer zeigt 36 Grad Celsius an.
Gesundheit

Hitzeschutz wird zur Daueraufgabe