Bioökonomie

Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg

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Zwei Spaziergänger gehen durch den nördlichen Schwarzwald. (Foto: dpa)

Die nachhaltige Bioökonomie kann helfen, heute noch voneinander getrennte Wirtschaftssektoren, Rohstoffe und Prozesse miteinander zu vernetzen. Mit der „Landesstrategie nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“ möchte die Landesregierung diesen Prozess fördern. Das Umweltministerium hat hierzu einen vorgelagerten Beteiligungsprozess durchgeführt.

Die Landesregierung plant für das Jahr 2019 die „Landesstrategie nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“. Im vorgelagerten Beteiligungsprozess des Umweltministeriums „Plan B wie Bioökonomie – Partizipation Landesstrategie nachhaltige Bioökonomie“ haben Betroffene sowie Expertinnen und Experten jetzt Handlungsempfehlungen für die Schwerpunkte der Strategie „biologische Technologien und Wissen im Bereich der zirkulären Wirtschaft“, „Ressourceneffizienz“ und „Umwelttechnik“ vorgelegt.

„Die nachhaltige Bioökonomie kann unsere Art des Wirtschaftens von Grund auf verändern“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. Beispielsweise könnten Mikroorganismen Stoffe aus Abfällen und Abwässern zurückgewinnen oder Sonnenlicht in chemische Energie umwandeln, Stoffkreisläufe schließen und chemische durch biotechnologische Prozesse ersetzen. „Die nachhaltige Bioökonomie kann uns helfen, heute noch voneinander getrennte Wirtschaftssektoren, Rohstoffe und Prozesse miteinander zu vernetzen. Unsere Vision ist ein Wirtschaftssystem, das keine Abfälle mehr erzeugt, und das keine zusätzlichen fossilen Ressourcen mehr benötigt, da der vorhandene Kohlenstoff im Kreislauf geführt wird“, so der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. „Damit können wir das Klima schützen“.

Nun gelte es, die Handlungsempfehlungen aus dem Beteiligungsverfahren auszuwerten und die Ergebnisse in den Entwurf der Landesstrategie einfließen zu lassen, sagte Untersteller weiter.

Ergänzende Informationen

Die geplante „Landesstrategie für eine nachhaltige Bioökonomie“ wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) erarbeitet. Den Part „Bioökonomie in industriellen und urbanen Räumen“ entwickelt das Umweltministerium, den Teil „Bioökonomie für den ländlichen Raum“ das MLR.

Um die Betroffenen sowie die vorhandene Expertise im Land für regionale und lokale Ansätze einzubeziehen, haben Umweltministerium und MLR über 100 Akteure, Expertinnen und Experten von Oktober 2017 bis Oktober 2018 aktiv am Arbeitsprozess beteiligt.

Hierdurch sollen, vergleichbar einem kollektiven Innovationsprozess, Zukunftstechnologien für Baden-Württemberg branchen- und technologieübergreifend identifiziert werden.

Die im Beteiligungsprozess des Umweltministeriums „Plan B wie Bioökonomie – Partizipation Landesstrategie nachhaltige Bioökonomie“ erarbeiteten Handlungsempfehlungen bauen auf der Nutzung von Abfällen, Abwässern und CO2 als Rohstoffquelle sowie der Nutzung von biotechnologischen und bioinspirierten Vorbildern der Natur auf und umfassen folgende Bereiche:

  • Biologisches Wirtschaften als Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise
  • Politikdesign Hemmnisse/Änderungen, Rahmenbedingungen
  • Entwicklung von Markt/Ökonomie, Unternehmensgründungen
  • Verknüpfung von digitaler und biologischer Transformation (disruptive Innovationen)
  • Forschung/Technologieentwicklung/Analysen/Studien
  • Aus- und Weiterbildung/öffentliche Bildung
  • Kommunikation/Netzwerke/Plattformen

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Bioökonomie

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