Integration

Lucha kritisiert Kürzungspläne des Bundes bei Migrationsberatung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Integrationsmanager erarbeitet mit zwei jugendlichen Flüchtlingen aus Eritrea ein Bewerbungsschreiben.

Minister Manne Lucha kritisiert die Kürzungspläne des Bundes bei der Migrationsberatung. Dadurch würden alleine in Baden-Württemberg 40 Stellen wegfallen. Gerade in diesen Zeiten wären die Kürzungen im Bereich Integration ein fatales Signal.

Der Bund plant, die Migrationsberatung für Erwachsene drastisch zu kürzen. Die derzeit bundesweit 81 Millionen Euro in diesem Bereich sollen ab kommendem Jahr um 30 Prozent auf bundesweit 57 Millionen Euro sinken. Durch eine Mitteilung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ist jetzt auch bekannt, welche konkreten Auswirkungen die Kürzungen für die Länder haben würden: Für Baden-Württemberg bedeuteten sie einen Abbau von über 40 Stellen in der Fläche in diesem wichtigen Bereich. Dies wäre für die Wohlfahrtsorganisationen und ihre Mitarbeitenden, aber vor allem für die betroffenen Migrantinnen und Migranten mit massiven Einschnitten verbunden.

Land baut Integrationsmanagement aus

„Die geplanten Kürzungen sind gerade in diesen Zeiten ein fatales Signal“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am 29. September 2023 in Stuttgart. „Deutschland und Baden-Württemberg brauchen qualifizierte Zuwanderung. Menschen, die zu uns kommen, sollen so schnell wie möglich integriert werden, Arbeit finden und sich etwas aufbauen können. Das Land hat deshalb das Integrationsmanagement im Zuge der Soforthilfe Ukraine weiter ausgebaut und die Förderung um mehr als acht Millionen Euro angehoben.“

Allein in diesem Jahr investiert Baden-Württemberg im Integrationsmanagement circa 71 Millionen Euro, um über den Pakt für Integration mit den Kommunen und die Soforthilfe Ukraine die Kommunen bei der Integration geflüchteter Menschen zu unterstützen.

Kürzungspläne passen nicht zum Anstieg der Geflüchteten

„Die Kürzungspläne des Bundes passen nicht zum Anstieg der Geflüchteten, aber auch nicht zu der vom Bund ab dem Jahr 2024 selbst beschlossenen Ausweitung des Kreises der Berechtigten für die Migrationsberatung“, so Minister Lucha.

Hinzu kämen die geplanten Kürzungen der Mittel für die Jugendmigrationsdienste um zehn Millionen Euro und die komplette Einstellung des Projekts „Respekt Coaches“, einem Projekt zur Extremismusprävention, zum Ende dieses Jahres.

Weitere Meldungen

Minister Thoma Strobl (Mitte) mit zwei Polizisen, welche die neue Polizeiuniform tragen.
Polizei

Komplett neue Polizeiuniform mit Schnitthemmung

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Öffentlicher Dienst

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Eine S-Bahn der Deutschen-Bahn fährt Richtung Stuttgart. (Bild: © picture alliance/Tom Weller/dpa)
SPNV

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

Der neue Polizeihubschrauber mit fünf Rotorenblättern
Polizei

Jahresbilanz 2025 der Polizeihubschrauberstaffel

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys