Tag der Menschen mit Behinderungen

Landeszentrum Barrierefreiheit berät zu Webseiten und Dokumenten

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Logo LZ-BARR Landeszentrum Barrierefreiheit

Das Landeszentrum Barrierefreiheit (LZ BARR) hat sein Beratungsangebot erweitert. Mitarbeitende von Behörden können sich nun informieren, wie ihre Webseiten barrierefrei gestaltet werden können oder sich zum Thema barrierefreie Dokumente schulen lassen.

Vor einem Jahr hat Baden-Württemberg pünktlich zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember mit der Eröffnung des Landeszentrums Barrierefreiheit (LZ BARR) ein deutliches Zeichen gesetzt. Inzwischen hat das Landeszentrum sein Angebot um Beratungen zur medialen Barrierefreiheit, zum Beispiel von Webseiten und Dokumenten, erweitert. Damit können sich Mitarbeitende von Behörden beim LZ-BARR informieren, wie ihre Webseiten barrierefrei gestaltet werden können oder sich zum Thema barrierefreie Dokumente schulen lassen. Barrierefreie mediale Angebote von öffentlichen Stellen sind notwendig, damit die enthaltenen Informationen unter anderem für blinde und sehbeeinträchtigte Personen, für gehörlose Personen, für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Menschen mit Demenz zugänglich sind.

Unterstützung für barrierefreie Verwaltung

„Es herrscht ein großer Bedarf an barrierefreien Angeboten und ein großer Bedarf an Beratung zu barrierefreien Angeboten im Land“, sagte Sozialminister Manne Lucha anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen. „Im Juli dieses Jahres ist es uns gelungen, das Landeszentrum Barrierefreiheit erfolgreich im Landes-Behindertengleichstellungsgesetz zu verankern. Damit sind die Aufgaben der Beratung und Schlichtung zur Barrierefreiheit nun ein Gesetzesauftrag und dauerhaft gesichert. Ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig der Landesregierung das Thema Barrierefreiheit ist.“

Wie dringlich es sei, die Informationen und Angebote der Verwaltung barrierefrei anzubieten, habe die Corona-Pandemie gezeigt. Informationen zum Schutz vor Infektionen, zu Impfangeboten oder Gefahrenlagen müssten allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen schnell und niederschwellig zur Verfügung stehen, so Lucha weiter.

Im Laufe des Jahres hat das interdisziplinäre Team des LZ-BARR neben den Beratungen unter anderem durch Vorträge und Infostände bei Veranstaltungen für die Wichtigkeit von Barrierefreiheit sensibilisiert und auf die Beratungsmöglichkeiten durch das LZ-BARR aufmerksam gemacht. Schulungsangebote zur praktischen Umsetzung von Barrierefreiheit sind in Vorbereitung. Über seine Aktivitäten wird das Landeszentrum erstmals im Jahr 2024 in einem Jahresbericht informieren.

Das Landeszentrum Barrierefreiheit

Das anfängliche Beratungsangebot in den Bereichen Bauen öffentlicher Gebäude, öffentlicher Raum, Verkehr und öffentlicher Personennahverkehr sowie Unterstützung beim Thema Leichte Sprache steht nach wie vor zur Verfügung. Es soll auch im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden und zum Beispiel Beratungskräfte der Selbsthilfeverbände aus dem ganzen Land in die Beratungsarbeit einbeziehen. Das Angebot richtet sich an Landesbehörden, die öffentliche Verwaltung, Landkreise, Städte und Kommunen sowie freie gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen in Baden-Württemberg.

Die Schlichtungsstelle des Landeszentrums Barrierefreiheit übernimmt eine weitere wichtige Aufgabe: Sie vermittelt bei Konflikten im Zusammenhang mit Barrierefreiheit. Eine Schlichtung kann durch Menschen mit Behinderungen mit Wohnsitz in Baden-Württemberg, anerkannte Verbände und deren baden-württembergische Landesverbände sowie kommunale Behindertenbeauftragte beantragt werden.

Leistungen sind kostenfrei

Die Leistungen des LZ-BARR sind kostenfrei. Das LZ-BARR wird zudem von einem Fachbeirat unterstützt, in dem Menschen mit Behinderungen sowie externe Sachkundige und Fachleute aus der Landesverwaltung vertreten sind.

Das Landeszentrum Barrierefreiheit ist Teil des Geschäftsbereichs des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration und erreichbar per Telefon, Fax (0711 123-3999), E-Mail oder per Online-Formular.

95. „Toilette für alle“ wird eröffnet

Das bundesweit einmalige Erfolgsprogramm „Förderung von Toiletten für alle“ kann zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen einen weiteren Meilenstein vorweisen: Am 4. Dezember 2023 wird in Nürtingen die 95. „Toilette für alle“ im Land eröffnet. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration stellte seit dem Jahr 2015 insgesamt circa 900.000 Euro an Fördermitteln bereit, um insbesondere schwerstbehinderten Menschen mehr Mobilität und Teilhabe zu ermöglichen. 81 der 95 Standorte haben von der Landesförderung profitiert. Finanziert werden eine (elektrisch) höhenverstellbare Liege zum Wechseln der Inkontinenzartikel, ein elektrischer Personen-Lifter und ein luftdicht verschließbarer Windeleimer. 14 Standorte haben ihre „Toilette für alle“ auf eigene Initiative realisiert und so einen wichtigen Beitrag zu einem flächendeckenden Angebot im Land geleistet.

Die Förderaufrufe werden fachlich durch den Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung BW e. V. (LVKM) begleitet. Die Homepage „Toiletten für alle Baden-Württemberg“ bietet eine Übersicht über die bestehenden Standorte.

Weitere Meldungen

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Radverkehr

Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Businessfrau sitzt an einem PC
Wirtschaft

Ungenutztes Arbeitskräfte­potenzial von Frauen

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Deutsch-französische Freifahrten für junge Menschen

Landestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Baden-Württemberg
Heimat

Treffen und Tagung der Russlanddeutschen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

Gruppenbild: Team der Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS) mit Vertreterinnen und Vertretern aus 12 Städten und Landkreisen im Sozialministerium in den Räumen des Sozialministeriums.
Antidiskriminierungsstelle

LADS und Kommunen im Dialog zur Antidiskriminierungsarbeit

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

ILA 2026
Luft- und Raumfahrt

Land setzt Zeichen für Innovation und Technologie

Logo von Start up BW
Gründungsprogramm

Starthilfe für junge Unternehmen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

Tamas Detrich und Petra Olschowski bei Vertragsunterzeichnung
Kunst

Tamas Detrich bleibt Intendant des Stuttgarter Balletts

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn