Coronavirus

Land unterstützt Unikliniken 2022 mit bis zu 260 Millionen Euro

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Rettungswagen stehen vor der Notaufnahme der Universitätsklinik Freiburg. (Bild: picture alliance/Patrick Seeger/dpa)

Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm erhalten vom Land auch in 2022 außerordentliche Finanzhilfen. Das Kabinett hat eine Unterstützung von insgesamt bis zu 260 Millionen Euro zugesagt.

Die aufgrund der Bekämpfung der Corona-Pandemie extrem belasteten Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm erhalten vom Land auch in 2022 außerordentliche Finanzhilfen. Das Kabinett hat eine Unterstützung von insgesamt bis zu 260 Millionen Euro für das Jahr 2022 zugesagt. Bereits im Frühjahr 2020 hatte das Land den Universitätskliniken zur Sicherung des laufenden Betriebs, für Investitionen zum Ausbau von Intensivkapazitäten und für die COVID-19-Forschung an den Medizinischen Fakultäten Mittel von insgesamt bis zu 615 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Aus den daraus verbliebenen Mitteln hat das Kabinett nun die Mittel für 2022 zugesagt.

„Die Unikliniken sind zentrale Akteure in der Bekämpfung der Pandemie und benötigen dringend diese Finanzhilfen“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Sowohl bei der Versorgung der Bevölkerung, in der regionalen Koordination zur Bekämpfung der Pandemie wie auch bei der Bereitstellung von Impfangeboten gehen die Kliniken über ihren originären Versorgungsauftrag hinaus, wie Theresia Bauer betonte. Zugleich wirke sich die Pandemie selbst und die erforderlichen Maßnahmen zur Bewältigung unmittelbar auf die wirtschaftliche Lage der Kliniken aus.

„Die Mitarbeitenden der Universitätskliniken arbeiten nun seit gut zwei Jahren fast ohne Pause am Rand der Belastungsgrenze – und teilweise darüber hinaus. Mit der Finanzhilfe will das Land nicht nur die Zahlungsfähigkeit und den Krankenhausbetrieb sicherstellen, sondern auch ein deutliches Signal setzen: Die Pandemie darf nicht die wirtschaftliche Substanz der Kliniken gefährden, auf die wir auch in Zukunft dringend angewiesen sind“, sagte Theresia Bauer.

Die Universitätskliniken haben gleich mit Beginn der Pandemie 2020 sehr schnell einen pandemiekonformen Krankenhausbetrieb sichergestellt, der ihnen auch in 2021 ermöglichte, ihrem Versorgungsauftrag durchgehend nachzukommen. Trotzdem sahen und sehen sich die Kliniken mit erheblichen Erlösausfällen insbesondere durch freizuhaltende Betten oder in Folge von Belegungsrückgängen konfrontiert. Außerdem sind erhebliche Mehraufwendungen zur Sicherstellung des Betriebes unter Pandemiebedingungen erforderlich.

Die für 2022 bereitgestellten Finanzmittel stellen sicher, dass die Universitätskliniken unter den aktuellen schwierigen Bedingungen und auch in Zukunft ihren wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung leisten können.

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