Wärmeversorgung

Land fördert drei energieeffiziente Wärmenetze

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Arbeiter verlegen Rohre für ein Wärmenetz. (Foto: © dpa)

Das Land unterstützt drei weitere Städte und Gemeinden beim Aus- und Neubau von energieeffizienten Wärmenetzen. Karlsbad-Langensteinbach, Altensteig-Berneck und Häusern erhalten Fördermittel von insgesamt 250.000 Euro. So sollen Kohlenstoffdioxid-Emissionen verringert und die Energieabhängigkeit reduziert werden.

Um energieeffiziente Wärmenetze neu- oder auszubauen, unterstützt das Umweltministerium Städte und Gemeinden mit seinem Förderprogramm„Energieeffiziente Wärmenetze“. Jetzt können sich drei weitere Städte und Gemeinden über einen Landeszuschuss freuen. Karlsbad-Langensteinbach, Altensteig-Berneck und Häusern erhalten insgesamt Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro für Investitionen in Wärmenetze, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt.

Klimafreundliche Wärmeversorgung

„Mit rund 50 Prozent macht der Wärmesektor den größten Anteil am End­energieverbrauch aus. Deshalb liegt hier großes Potenzial, schädliche Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu reduzieren und so einen wichtigen Beitrag zu unseren Klima­zielen zu leisten“, sagte Energiestaatssekretär Andre Baumann am 2. Juni 2022 in Stuttgart. In Zukunft müssen wir Gebäude konsequent so bauen oder ambitio­niert sanieren, dass sie weniger Energie zum Heizen und Warmwasser benötigen und der restliche Wärmebedarf auf Basis von erneuerbaren Energien abgedeckt werden kann, so Andre Baumann weiter. „Energieeffiziente Wärmenetze sind dabei ein wichtiger Baustein, mit dem wir unseren Kohlenstoffdioxid-Ausstoß verringern und unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren können“.

Drei Wärmenetze erhalten Landeszuschuss

  • Die Erweiterung des bestehenden Wärmenetzes der Gemeinde Karlsbad-Langensteinbach (Landkreis Karlsruhe) fördert das Umweltministerium mit 200.000 Euro. Mittels einer neuen Wärmenetztrasse von 2.725 Metern Länge und 20 Übergabestationen sollen neue öffentliche und private Großkunden sowie Privathäuser an das Wärmenetz angeschlossen werden. Insgesamt stammen über zwei Drittel der Wärme für das Wärmenetz aus erneuerbare Energien; fast ein Viertel der Wärme erzeugen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen.
     
  • Ein neues Wärmenetz soll im Ortsteil Berneck der Stadt Altensteig (Land­kreis Calw) errichtet werden. Das Umweltministerium unterstützt diesen Neu­bau mit einer Leitungslänge von insgesamt 2.100 Metern mit 250.000 Euro. Ein bestehendes Klärwerk-Blockheizkraftwerk sowie eine Wärmepumpe, die durch die thermische Energie aus dem gereinigten Abwasser gespeist wird, versorgen das Wärmenetz mit Wärme. Geplant sind zunächst 22 Hausanschlüsse.
     
  • Den Neubau eines Nahwärmenetzes mit 9.400 Metern Leitungslänge in der Gemeinde Häusern im Hochschwarzwald (Landkreis Waldshut) fördert das Umweltministerium mit 250.000 Euro. Dieses soll in Zukunft mit insgesamt 108 Übergabestationen die Wärme für kommunale Gebäude, Privathäuser und Großverbraucher wie Hotels und große Mehrfamilienhäuser bereitstellen. Die Wärme wird durch einen Holzhackschnitzelkessel, ein Solarthermie-Kollektorfeld von 2.500 Quadratmetern Fläche und einem Ölspitzenlastkessel erzeugt.

Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“

Den Ausbau von energieeffizienten Wärmenetzen unterstützt das Land mit einem eigenen Förderprogramm. Dabei fördert es Investitionen in Wärmenetze, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt. In den ver­gangenen Jahren konnten weit über 60 Wärmenetze bezuschusst werden.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Nachhaltige und klimaverträgliche Energien

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