Justiz

Minister Wolf bei der Herbstkonferenz der Justizminister

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf (Quelle: © dpa)

Mit vielen Erwartungen ist der Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf heute zur Herbstkonferenz der Justizministerinnen und Justizminister gereist. Die 87. Konferenz unter Vorsitz Brandenburgs findet in der Vertretung des Landes Brandenburg in Berlin statt. Mehr als 30 Punkte stehen auf der Tagesordnung.

Der Minister der Justiz Guido Wolf sagte im Vorfeld: „Ich erhoffe mir insbesondere ein Signal zur Stärkung der Rechte von Kindern und Minderjährigen.“ Wolf unterstützt daher die Initiative, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. Baden-Württemberg hat bereits in der letzten Legislaturperiode eine solche Staatszielbestimmung mit in die Landesverfassung aufgenommen (Artikel 2a und 13). Grundlage war damals ein gemeinsamer Gesetzesentwurf der Fraktionen CDU, Grüne, SPD und FDP/DVP. Wolf weiter: „Ich halte die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz gerade in Zeiten, in denen wir leider über Kinderehen in unserem Land diskutieren müssen, für ein wichtiges Signal.“

Mit Interesse erwartet Wolf daher auch die Berichte zum Thema Kinderehen – Tagesordnungspunkt „Aktueller Stand des Gesetzgebungsvorhabens zum Umgang des deutschen Rechts mit Minderjährigenehen“. Wolf sagte dazu: „Da müssen nun schnell eindeutige Regeln her. Für mich war der Bund in dieser wichtigen Frage in den letzten Woche zu zögerlich. Die allermeisten Betroffenen sind natürlich Mädchen. Diese brauchen schnell unseren Schutz.“ Wolf hatte sich bereits vor einigen Wochen zu diesem Thema mit Vertretern des Kinderschutzbundes getroffen. Für ihn gilt nach wie vor: „Heiraten sollen grundsätzlich nur Erwachsene.“

Beim Thema so genannter „Hass-Reden“ – Persönlichkeitsverletzungen im Internet – erwartet Wolf ebenfalls ein klares Signal der Konferenz an die Internetunternehmen: „Es ist leider noch immer eine besorgniserregende Zunahme von strafbaren Persönlichkeitsverletzungen im Internet zu beobachten. Da brauchen wir schnell effektive und einfache Möglichkeiten für Betroffene, Löschungen zu erwirken, aber auch für die Strafverfolgungsbehörden, bei Straftaten die Täter zu ermitteln.“

Wolf erhofft sich überdies eine Diskussion darüber, wie eine Beschleunigung staatsanwaltschaftlicher und strafgerichtlicher Verfahren erreicht werden kann.

Justizministerkonferenz

Die Konferenzen der Justizministerinnen und Justizminister finden unter jährlich wechselndem Vorsitz eines Bundeslandes jeweils im Frühjahr und im Herbst statt. Sie dient insbesondere der Koordination und Abstimmung der justiz- und rechtspolitischen Vorhaben der Länder. Die in der Justizministerkonferenz gefassten Beschlüsse haben zwar keinen Rechtssetzungscharakter, von ihnen können aber entscheidende Impulse für die rechtspolitische Entwicklung in Deutschland und Europa ausgehen. 

Weitere Meldungen

Ein Neubaugebiet von Weissach
Grundsteuer

Baden-württembergisches Grundsteuermodell bestätigt

Von links nach rechts: Staatssekretär im Ministerium der Justiz und für Migration Siegfried Lorek, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Ministerialdirektorin Gerda Windey
Justiz

Gerda Windey ist neue Ministerialdirektorin

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leiterin der JVA Mannheim Annette Hügle, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Leiter der Abteilung Justizvollzug Martin Finckh
Justiz

Neue Leiterin der Justizvollzugsanstalt Mannheim

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach Holger Schmitt, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Mosbach

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Präsident des Landgerichts Stuttgart Till Jakob, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Vizepräsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Christoph Haiß
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Stuttgart

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Strobl
Bundesrat

Strobl hält letzte Rede im Bundesrat

von links nach rechts: Amtschef Elmar Steinbacher, Leitender Oberstaatsanwalt Tomas Orschitt, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Leitender Oberstaatsanwalt (sV) Dr. Florian Kienle
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen

(Foto frei verwendbar, v.l.n.r.): Amtschef Elmar Steinbacher, Präsidentin des Finanzgerichts Baden-Württemberg Dr. Christina Reuss, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges MdL
Justiz

Neue Präsidentin des Finanzgerichts

Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher
Justiz

Konstanzer Symposium 2026

img-1882 - 1 - 1
Justiz

Generalstaatsanwalt Jürgen Gremmelmaier verstorben

Richter im Landgericht Stuttgart
Justiz

Neues KI-Werkzeug für effiziente Justizverfahren

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys