Integration

Intensivsprachkurse für junge Geflüchtete vor der Ausbildung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Schülerin schreibt beim Deutschunterricht für Asylbewerber auf die Tafel. (Foto: © dpa)

Junge Geflüchtete erhalten vor Beginn ihrer Ausbildung zusätzliche Intensivsprachkurse, um ihr Deutsch zu verbessern. Das Ministerium für Soziales und Integration fördert Stadt- und Landkreise mit einem entsprechenden Angebot.

Junge Geflüchtete, die eine Ausbildung beginnen, sollen die Möglichkeit bekommen, in Intensivsprachkursen ihre Deutschkenntnisse weiter zu verbessern. Das gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha bekannt. Stadt- und Landkreise, die ein entsprechendes Angebot bereithalten, erhalten hierfür eine Landesförderung.

„Ausbildung ist eine zentrale Weichenstellung, damit Integration gelingt. Nicht bei allen Geflüchteten reichen die bereits erworbenen Deutschkenntnisse aus, um in der Berufsausbildung gut mitzukommen. Hier wollen wir mit ausbildungsvorbereitenden Sprachkursen bestehende Lücken schließen und jungen Geflüchtete zur besseren Ausbildungsreife verhelfen“, erklärte Minister Lucha.

Enge Zusammenarbeit mehrerer Akteure

In den berufsvorbereitenden Bildungsgängen an den beruflichen Schulen erwerben die Schülerinnen und Schüler zumeist ein Sprachniveau bis B1. Dieses genüge für eine Berufsausbildung vielfach nicht. Deshalb sollen junge Geflüchtete die Möglichkeit erhalten, vor Beginn einer Ausbildung ihre Deutschkenntnisse in einem siebenwöchigen Intensivsprachkurs in den Sommerferien zu verbessern. „Wir freuen uns mit jeder und jedem, die einen Ausbildungsplatz bekommen haben und wollen durch das Angebot des Crashkurses zu einer erfolgreichen Ausbildung beitragen. Auch für diejenigen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, sondern zunächst eine Einstiegsqualifizierung über die Bundesagentur für Arbeit beginnen, legen wir gemeinsam mit den Stadt- und Landkreisen ein Angebot auf“, erläuterte der Minister die Initiative. „Wir agieren hier in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Denn die beiden Sprachkursformate setzen voraus, dass Berufsschulen, Ausbildungsbetriebe, die Stadt- und Landkreise, Sprachkursanbieter sowie die Agenturen für Arbeit und Jobcenter an einem Strang ziehen. Alle Seiten haben ein großes Interesse an diesem neuen Angebot.“ Die Kurse müssen in die Zeit zwischen Schulende und Ausbildungsbeginn bzw. parallel zur Einstiegsqualifizierung im Betrieb passen.

Förderung mit Mitteln des Pakts für Integration

„Sprache ist der Schlüssel für Integration. Baden-Württemberg geht hier den richtigen Weg. Die beiden Sprachkursformate setzen an der wichtigen Schnittstelle Übergang Schule-Beruf an und ergänzen sinnvoll das Angebot des Bundes“, sagte Christian Rauch, Vorsitzender der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Weitere Unterstützung bekommen die Geflüchteten durch die vom Wirtschaftsministerium geförderten Kümmerinnen und Kümmerer, die sie während der Sprachkurse und beim anschließenden Übergang in Ausbildung begleiten.

Gefördert werden die neuen Kurse mit Mitteln des Pakts für Integration. Zuwendungsempfänger sind in beiden Fällen die Stadt- und Landkreise, die über ihr Netzwerk die Kurse organisieren.

Ministereium für Soziales und Integration: Förderprogramm „Deutsch für Flüchtlinge“

Weitere Meldungen

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ein Arzt nimmt an dem Finger eines jungen Mannes Blut ab.
Medizinische Versorgung

Bericht zur anonymen Kranken­behandlung veröffentlicht

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Sergej Gößner
Kunst und Kultur

Sergej Gößner erhält Jugendtheaterpreis

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Verstärkung für die Polizei nach erfolgreichem Studienabschluss

Bernhard Löffler (1. Reihe rechts) mit Oberbürgermeister Harry Mergel und Minister Thomas Strobl (2. Reihe von links) sowie Angehörigen
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Bernhard Löffler

Verleihung des Bevölkerungsschutz Ehrenzeichen
Auszeichnung

Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen verliehen

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet

Röntgenanlage an einem Tuberkulose-Zentrum
Gesundheit

Tuberkulose früher erkennen und wirksam behandeln

Volker Stier, Polizeivizepräsident PP Stuttgart
Polizei

Neuer Polizeivizepräsident beim Polizeipräsidium Stuttgart

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Ostplatz in Heidenheim
Städtebauförderung

Ausschreibung für Landes-SIQ startet