Artensterben

Insektensterben im Land massiver als gedacht

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Forscher steht an einem Insektennetz der Forschungsstation Randecker Maar. Jahrzehntelang erforschten Vogelkundler auf der Schwäbischen Alb auch die Insekten.
Ein Forscher steht an einem Insektennetz der Forschungsstation Randecker Maar. Jahrzehntelang erforschten Vogelkundler auf der Schwäbischen Alb auch die Insekten.

Eine neue Studie belegt, dass das Artensterben auch im Land noch massiver ausfällt als bisher angenommen. Umweltminister Franz Untersteller sieht sich in seiner Politik bestärkt.

Umweltminister Franz Untersteller äußert sich zur neuen Studie der Forschungsstation Randecker Maar, die einen Rückgang der wandernden Insekten auf der Schwäbischen Alb von 97 Prozent ergeben hat: „Die wissenschaftlichen Zählungen zeigen, dass das Artensterben noch viel dramatischer ausfällt, als die Studie des Entomologischen Vereins Krefeld 2017 gezeigt hat. Ohne Artenvielfalt ist kein Leben vorstellbar, deshalb gehen wir diese Menschheitsaufgabe im Land schon seit Jahren sehr konsequent an. Wir haben unsere Ausgaben für den Naturschutz seit 2011 auf mittlerweile über 100 Millionen mehr als verdreifacht. Wir haben auch das Sonderprogramm für die Stärkung der biologischen Vielfalt mit weiteren 36 Millionen Euro für die Jahre 2020/2021 fortgesetzt, um dem Verlust der Artenvielfalt angemessen zu begegnen.“

Biologische Vielfalt erhalten und stärken

„Außerdem hat die Landesregierung gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft das Volksbegehren ‚Rettet die Bienen‘ weiterentwickelt und mit einem auch bundesweit in dieser Form einmaligen Biodiversitäts-Stärkungsgesetz gesetzlich verankert. Damit wollen wir die biologische Vielfalt und die zu ihrem Erhalt unverzichtbare bäuerliche Landwirtschaft im Land stärken.“

„Aber wir sind dabei auch auf die Unterstützung des Bundes und der Europäischen Union angewiesen. Halbherzige Vereinbarungen wie zuletzt zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bringen uns Menschen und den Insekten nichts. Es ist dringender denn je, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten, bei uns also die Bundesregierung, die Förderung endlich an ökologische Standards ausrichtet und dass Landwirtinnen und Landwirte für ökologisches Wirtschaften künftig belohnt werden. Nur so können wir erhalten, was uns am Leben hält. Mit den Wespen und Hummeln können wir nicht verhandeln, sie sind von unseren Entscheidungen abhängig.“

Umweltministerium: Stärkung der biologischen Vielfalt

Pressemitteilung vom 22. Juli 2020: Gesetzesnovelle stärkt Biodiversität

Pressemitteilung vom 19. Juni 2020: Naturschutz und Landwirtschaft miteinander versöhnt

Weitere Meldungen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
Öffentlicher Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

18 Millionen Euro für sichere Schieneninfrastruktur

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

German Expo Pavilion / Hotaka Matsumura - German Pavilion - to download, click on "high-res download"
Kreislaufwirtschaft

Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" in Karlsruhe mit zwei Entwicklern autonom im Straßenverkehr. (Foto: © dpa)
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Beratung Landwirtschaft
Landwirtschaft

Beratungssystem „Beratung.Zukunft.Land“ wird fortgeführt

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Verkehr

Bundesstraße 29 zwischen Urbach und Lorch saniert

Bio-Musterregion Hohenlohe
Landwirtschaft

Weltbauerntag und Internationaler Tag der Milch

Windräder
Windenergie

Land setzt sich für Ausbau der Windenergie ein

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Fluggäste laufen mit ihren Koffern durch ein Flughafenterminal.
Tierseuchen

Keine tierischen Lebensmittel im Reisegepäck

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis