Arbeitsmarkt

Hoffmeister-Kraut lehnt Betreuungswechsel bei jungen Arbeitslosen ab

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich im Bundesrat gegen einen Betreuungswechsel bei jungen Arbeitslosen ausgesprochen. Die Jobcenter seien die richtigen Ansprechpartner, um Familien ganzheitlich zu betreuen.

Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sprach sich im Bundesrat gegen einen Betreuungswechsel bei jungen Arbeitslosen aus. „Mit diesem Gesetzentwurf stehen die Zukunftschancen vieler junger Menschen in diesem Land auf dem Spiel. Auch, wenn wir nun neue Signale erhalten haben und ich erleichtert bin, dass Bundesminister Heil endlich auf die massive Kritik von allen Seiten reagiert: Stand heute steht im Entwurf des Haushaltsfinanzierungsgesetzes (PDF) noch der Betreuungswechsel der jungen Arbeitslosen. Dem angekündigten Kurswechsel des Bundesministers müssen erst auch noch Taten folgen“, so Hoffmeister-Kraut.

Als Arbeits- und Wirtschaftsministerin wisse Hoffmeister-Kraut nicht nur, wie dringend Unternehmen Auszubildende und Arbeitskräfte suchen. Sie wisse auch, wie wichtig es ist, jungen Menschen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Weiter betonte Hoffmeister-Kraut: „Wir können es uns nicht leisten, durch einen fehlgeleiteten Zuständigkeitswechsel junge Menschen aus den Augen zu verlieren. Unser Ziel muss es bleiben, Familien ganzheitlich zu betreuen und in Arbeit zu bringen.” Hierfür seien die Jobcenter die richtigen Ansprechpartner. Nach den Plänen der Bundesregierung sollten junge Menschen bis zum 25. Lebensjahr im Bürgergeldbezug aus den bewährten und funktionierenden Hilfe- und Betreuungssystemen in den Jobcentern herausgelöst werden.

Jobcenter dürfen finanziell nicht trockengelegt werden

Die Ministerin zeigte Verständnis für notwendige Sparauflagen, hob aber hervor, dass diese nicht dazu führen dürften, politisch falsche Weichen zu stellen. „Dass die Bundesregierung die Jobcenter finanziell trockenlegt, lehne ich entschieden ab.” Sie betonte, dass es auch nicht gerecht wäre, junge Menschen aus dem steuerfinanzierten Sozialgesetzbuch (SGB) Il in das beitragsfinanzierte SGB Ill zu überführen, da der Arbeitslosenversicherung so eine versicherungsfremde Leistung aufgebürdet würde. „Die Beitragszahler würden die Zeche des Bundes zahlen und die Bundesagentur würde gehindert, notwendige Finanzreserven wiederaufzubauen“, kritisierte Hoffmeister-Kraut.

Hoffmeister-Kraut erinnerte den zuständigen Bundesminister Hubertus Heil an das Versprechen, das er im vergangenen Jahr im Rahmen der Diskussion um die Einführung des Bürgergelds an Ort und Stelle gegeben hat. Damals sagte Heil zu, die Jobcenter auskömmlich mit Finanzmitteln auszustatten. „Das Gegenteil darf nicht der Fall sein. Sonst wird der Bund wortbrüchig.“

Weitere Meldungen

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

von links nach rechts: Gerald Knaus, Staatssekretär Siegfried Lorek, Birgit Sippel, Dr. Thomas Gutschker
Migration

Lorek fordert stärkere Positionierung der EU in der Migrationspolitik

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Wirtschaft

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Auszeichnung der Gigabitkommunen mit Herrn Minister
Digitalisierung

Fast ein Drittel der Kommunen erreicht vollständige Gigabitversorgung

Bescheidübergabe Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS
Künstliche Intelligenz

Zehn Millionen Euro für Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse