Landwirtschaft

Hauk regt intelligente Ausgleichsmaßnahmen an

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)

Landwirtschaftsminister Peter Hauk hat sich mit Blick auf die Vorstellung des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2018 zur Landwirtschaft im Land geäußert. Die landwirtschaftliche Nutzfläche geht nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch weltweit kontinuierlich zurück. Diesen alamierenden Trend gilt es aufzuhalten.

„Wir können es uns aufgrund der Dramatik der Welternährung nicht länger leisten, ständig produktive landwirtschaftliche Flächen zu versiegeln oder für den Naturschutz aus der Produktion zu nehmen. Auch wenn bei uns die Lebensmittelregale und Kühltheken immer gut gefüllt sind, müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche weltweit, aber auch bei uns in Baden-Württemberg, kontinuierlich zurückgeht. Es gilt, diesen alamierenden Trend aufzuhalten“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, mit Blick auf die Vorstellung des UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2018. Während die Weltbevölkerung und der Wohlstand vielerorts wachse, gehe die Produktionsfläche für Lebensmittel zurück. „Das geht nicht zusammen. In Baden-Württemberg ist die Landwirtschaftsfläche von 2008 bis 2017 um rund 23.000 Hektar zurückgegangen. Hier müssen wir reagieren“, so Hauk.

„Wir müssen die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen durch Bebauung auf ein Mindestmaß reduzieren. Der Innenentwicklung der Kommunen ist der Vorzug zu geben vor großzügig angelegten Neubaugebieten auf der grünen Wiese am Ortsrand“, betonte der Minister. Auch könne es nicht sein, dass ständig produktive Äcker und Wiesen für naturschutzfachlichen Ausgleich in Anspruch genommen würden.

Hauk regt intelligenten Ausgleich an

„Es kann nicht sein, dass uns durch den Naturschutz immer wieder wertvolle Produktionsflächen für Ausgleichsmaßnahmen dauerhaft verlorengehen. Wir brauchen sogenannte produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen, bei denen Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen“, erklärte Hauk. So müsste es zum Beispiel möglich sein, die Umstellung von konventioneller Bewirtschaftung auf Ökolandbau oder in die Fruchtfolge integrierte Maßnahmen im Ackerbau, wie die Anlage nektar- und pollenspendender Blühflächen auf wechselnden Flächen, als naturschutzfachlichen Ausgleich anzuerkennen. Damit wären die Belange des Naturschutzes berücksichtigt und wertvolle Landwirtschaftsfläche bliebe erhalten.

Weitere Meldungen

Ein Schild an einer Schutzhütte im Wald weist auf Waldbrandgefahr hin.
Forst

Waldbrandgefahr steigt

Fidelius waldvogel auf der VonDaheim-Tour
Regionalmarke

„VON DAHEIM-Tour“ mit Fidelius Waldvogel startet

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Ländlicher Raum

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum 2026-2031 eingesetzt

Kühe auf der Weide
Landwirtschaft

Neuerungen bei Meldungen an Antibiotikadatenbank

Kühe stehen auf einer Weide.
Landwirtschaft

60 Jahre Landesverband für Leistungsprüfungen in der Tierzucht

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Beratung Landwirtschaft
Landwirtschaft

Beratungssystem „Beratung.Zukunft.Land“ wird fortgeführt

Bio-Musterregion Hohenlohe
Landwirtschaft

Weltbauerntag und Internationaler Tag der Milch

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Fluggäste laufen mit ihren Koffern durch ein Flughafenterminal.
Tierseuchen

Keine tierischen Lebensmittel im Reisegepäck

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis

Tags des Wochenmarkts
Ernährung

Kampagne stärkt Bewusstsein für Qualitätsprogramme

Ministerin für den Ländlichen Raum, Marion Gentges MdL
Verwaltung

Amtsübergabe im Ministerium Ländlicher Raum

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Menschen besser auf Krisen vorbereiten