Arbeitsmarktpolitik

Gegen Abschaffung und für Ergänzung von Hartz IV

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Aus Sicht von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bedarf es keiner Umkehr in der Arbeitsmarktpolitik und keiner Abschaffung von Hartz IV, sondern einer Ergänzung. Benötigt würden eine intensive Begleitung, Fortbildung und ein familienbezogener Betreuungsansatz.

Zur aktuellen Diskussion um die Abschaffung von Hartz IV sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut: „Der Grundsatz des Förderns und Forderns ist nach wie vor richtig. Daher bedarf es keiner Umkehr in der Arbeitsmarktpolitik und keiner Abschaffung von Hartz IV, sondern einer Ergänzung.“

Grundsatz des Förderns und Forderns nach wie vor richtig

Weiter bezeichnete die Ministerin es als „ausgesprochen wichtig“, dass langzeitarbeitslose Menschen „in den Fokus der Arbeitsmarktpolitik rücken“. „Wenn wir bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit bessere Erfolge erzielen wollen, dann brauchen wir eine intensivere Begleitung, passgenaue Fortbildung und Unterstützungsangebote, die die Menschen und ihr familiäres Umfeld in den Blick nehmen.“ Dies sei ihrer Ansicht nach im bestehenden Sicherungssystem möglich und sinnvoll.

Familiäre Situation besser berücksichtigen

„Beim Thema Langzeitarbeitslosigkeit muss die familiäre Situation besser betrachtet und berücksichtigt werden“, appellierte die Arbeitsministerin. Neben der Grundsicherung und den aktivierenden Leistungen für Arbeitslose stünden auch in der Jugendhilfe Förderinstrumente zur Verfügung. Wichtig sei, dass solche Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt würden. In Baden-Württemberg werde dies an mehreren Standorten modellhaft erprobt.

„Die Arbeitsmarktpolitik muss auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtet sein“, forderte die Arbeits- und Wirtschaftsministerin. Dieser sei in der besten Verfassung und sehr aufnahmefähig. In vielen Regionen nähere man sich der Vollbeschäftigung an, das heißt, die Arbeitslosenquote liege bei 3,0 Prozent und darunter. „Die Unternehmen suchen dort händeringend nach Fachkräften und auch im Dienstleistungs- und Helferbereich gibt es viele offene Stellen. Die Statistik zeigt, dass auch Langzeitarbeitslose überdurchschnittlich vom Beschäftigungsaufbau profitiert haben und weiter profitieren werden“, so die Arbeitsministerin.

Weitere Meldungen

Start-up BW

EasZotic GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Technologie

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik

von links nach rechts: Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Landrat Dr. Achim Brötel, Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Präsident des Städtetages Baden-Württemberg
Digitalisierung

Schnellere Digitalisierung der Verwaltung

Grafik Baulicher Holzschutz
Bauökologie

Abendvorlesung zum baulichen Holzschutz

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Ostplatz in Heidenheim
Städtebauförderung

Ausschreibung für Landes-SIQ startet

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum