Elektromobilität

Flächendeckendes Elektroauto-Ladenetz nimmt Form an

Ein Elektroauto lädt an einer Ladesäule der EnBW. Das Land Baden-Württemberg fördert den Ausbau der Ladeinfrastruktur. (Bild: © Staatsministerium Baden-Württemberg)

Wer mit dem Elektroauto unterwegs ist, ist auf längeren Strecken auf öffentliche Stromtankstellen angewiesen. Baden-Württemberg will daher ein flächendeckendes Netz von normalen Ladesäulen und Schnellladesäulen bauen. Den Bau übernimmt ein Konsortium aus 78 Partnern unter Leitung der EnBW. Das Land fördert den Ausbau mit 2,2 Millionen Euro.

In den kommenden Tagen erhält ein aus insgesamt 78 Partnern bestehendes Konsortium unter der Führung der EnBW AG einen Förderbescheid in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro für die Errichtung eines Flächendeckenden Sicherheitsladenetzes für Elektrofahrzeuge (SAFE). Verkehrsminister Winfried Hermann dazu: „Etwa alle zehn Kilometer eine Ladesäule – das ist unser Ziel! Es freut mich, dass sich ein so großes und vielseitiges Konsortium aus allen Teilen von Baden-Württemberg gefunden hat. Mit SAFE stellen wir erstmalig eine wirklich flächendeckende Ladeinfrastruktur in ganz Baden-Württemberg sicher.“

Reichweitenangst soll in Baden-Württemberg zum Fremdwort werden

Das Land setzt mit SAFE ein deutliches und bisher einmaliges Zeichen gegen die noch verbreitete Reichweitenangst beim Einsatz von Elektroautos und sorgt dafür, dass zukünftig überall im Land eine Lademöglichkeit zu finden sein wird. So entsteht eine flächendeckende und einheitliche Ladeinfrastruktur, die zudem Akteure aus ganz Baden-Württemberg zusammenbringt.

Auf der Grundlage der Förderbekanntmachung SAFE, welche in enger Zusammenarbeit mit der Landesagentur e-mobil BW entstanden ist und ausgewertet wurde, wird zum 1. April 2019 in einem Raster von 10 mal 10 Kilometern ein Grundladenetz mit mindestens 22 Kilowatt Ladeleistung entstehen. Zusätzlich entsteht ein Schnellladenetz mit mindestens 50 Kilowatt in einem 20 mal 20 Kilometer Raster, welches in das Grundladenetz integriert werden wird. Die Ladestationen werden für mindestens sechs Jahre ab Inbetriebnahme zur Verfügung stehen und den aktuellen technischen Anforderungen entsprechen.

Barrierefreier Zugang und Strom aus erneuerbaren Quellen

Der Förderbescheid umfasst die Errichtung von insgesamt 48 neuen Schnellladestationen und 106 Normalladestationen – davon zwölf Ertüchtigungen bereits bestehender Standorte, an welchen vertragsbasiertes Roaming und spontanes Laden möglich sein wird.

Weitere zur Flächendeckung notwendige Ladestationen werden mit einer Betriebsgarantie des Konsortiums als Bestand eingebracht oder haben eine Förderung über den ersten Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erhalten, wodurch das flächendeckende SAFE-Sicherheitsladenetz aus insgesamt über 400 Ladestationen entstehen wird. „Selbstverständlich werden alle Ladestationen mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. Mit der Umsetzung von SAFE wird ein wichtiger Grundstein für das Marktwachstum und die weitere Etablierung der Elektromobilität gelegt“, so Minister Hermann.

Förderbekanntmachung Flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge (SAFE)

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