Finanzen

Entlastung für kleine und mittlere Banken gefordert

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat sich in Gesprächen mit Vertretern der EU-Kommission für eine vereinfachte Regulierung für kleine und mittlere Banken eingesetzt.  Splett sprach sie sich für erweiterte Ausnahmeregelungen aus.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat sich in Brüssel für eine vereinfachte Regulierung für kleine und mittlere Banken eingesetzt. In Gesprächen mit Vertretern der EU-Kommission und mit Europaparlamentariern sprach sie sich für erweiterte Ausnahmeregelungen aus. „Die vielen mittel-ständischen Betriebe machen Baden-Württemberg so erfolgreich. Es sind die kleinen und mittleren Banken, die hinter unserem Mittelstand stehen und dessen Finanzierung sichern“, sagte Splett nach den Gesprächen in Brüssel. „Anders als so manche Großbank standen sie in Zeiten der Finanzkrise stabil da. Wir dürfen sie nun nicht mit Regularien ersticken.“

Die Staatssekretärin traf in Brüssel zunächst mit dem stellvertretenden Generaldirektor für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion, John Berrigan, zusammen. Sie wies auf die Besonderheit des dreigliedrigen Bankensystems in Deutschland hin. Gerade die Sparkassen und Genossenschaftsbanken seien als Hausbanken wichtige Partner für mittelständische Unternehmen. „Wir wollen weniger Bürokratie für die kleinen und mittleren Banken.“

Erfreulich sei, dass nach den Vorschlägen der EU-Kommission ein Teil der Berichtspflichten für kleine Banken nur noch jährlich gelten soll. Würden die von der EU-Kommission vorgesehenen Schwellenwerte zur Bilanzsumme für kleine Institute erhöht, könnten mehr kleine und mittlere Banken entlastet werden, so Splett: „Wir wollen eine umfassende Bankenkontrolle, aber sie muss angemessen sein.“

In Gesprächen mit Sven Giegold und Peter Simon unterstützte die Staatssekretärin von den beiden Europaparlamentariern eingebrachte Änderungsvorschläge zum Gesetzespaket der EU-Kommission zur Bankenregulierung. Ein weiteres Gesprächsthema bildete die Debatte um ein europäisches Einlagensicherungssystem.

Mit Giegold tauschte sich Splett auch über nachhaltige Geldanlagen aus. Beide halten einheitliche Kriterien, Definitionen und Standards für den wachsenden Markt für dringend erforderlich. Diese müssten auf EU-Ebene eingeführt werden. Vorschläge hierzu werden derzeit entwickelt.

Weitere Meldungen

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Zwölf Straftäter nach Afghanistan abgeschoben

Businessfrau sitzt an einem PC
Wirtschaft

Ungenutztes Arbeitskräfte­potenzial von Frauen

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Bundesrat Berlin
Bundesrat

Hagel zum Vorsitzenden des Bundesrat-EU-Ausschusses gewählt

ILA 2026
Luft- und Raumfahrt

Land setzt Zeichen für Innovation und Technologie

Logo von Start up BW
Gründungsprogramm

Starthilfe für junge Unternehmen

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

German Expo Pavilion / Hotaka Matsumura - German Pavilion - to download, click on "high-res download"
Kreislaufwirtschaft

Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" in Karlsruhe mit zwei Entwicklern autonom im Straßenverkehr. (Foto: © dpa)
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Beratung Landwirtschaft
Landwirtschaft

Beratungssystem „Beratung.Zukunft.Land“ wird fortgeführt

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
Unternehmensgründungen

Pilotprojekt „Schneller Gründen“ gestartet

Sieger Regional Cup Südlicher Oberrhein
Start-up BW

AugRep GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Sieger Regional Cup Ludwigsburg
Start-up BW

Camperr im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt