Atommüll

Endlagerkommission legt Abschlussbericht vor

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (Bild: © dpa)

Als „sachlich nicht gerechtfertigt und politisch riskant“ hat Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller die Sondervoten zum Abschlussbericht der Endlagerkommission kritisiert. „Da stellen einige ihre Einzelinteressen über das Gesamtinteresse und gefährden somit die mühsam erzielte Einigung über das Suchverfahren. Das ist unnötig und im Kern verantwortungslos“, sagte Untersteller in Berlin.

Der Abschlussbericht der „Kommission für die Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“ sei für alle zustimmungsfähig gewesen, betonte der baden-württembergische Umweltminister – Voraussetzung sei dafür aber der ehrliche Wille, ein Endlager in Deutschland zu finden und zu betreiben und das Problem der Lagerung abgebrannter Brennstoffe wirklich zu lösen.

Sondervoten gefährden den Erfolg der Standortsuche

Dass bei einer ergebnisoffenen Suche entlang wissenschaftlicher Kriterien weder Granit als Wirtsgestein noch Gorleben als ein Standort unter vielen möglichen Standorten von vornherein ausgeschlossen werden könnten, liege klar auf der Hand und sei eine wesentliche Grundlage für die Arbeit der Kommission gewesen. „Wo ein Endlager am sichersten gebaut wird, muss der Suchprozess ergeben. Das Ergebnis können weder die bayerische noch die sächsische Regierung und auch nicht der Bund für Umwelt und Naturschutz vorwegnehmen.“

Untersteller appellierte erneut an die Vernunft aller Beteiligten, den Endlager-Suchprozess nicht zu torpedieren: „Wir haben vermutlich nur diese eine Chance – und wir können die Suche nur gemeinsam zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Das bedeutet aber eben auch, Vertrauen in das vereinbarte Verfahren zu haben und Einzelinteressen dem gemeinschaftlichen Ziel unterzuordnen.“

Weitere Meldungen

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Euro-Banknoten
Krankenversicherung

Versicherungsfremde Leistungen endlich aus Bundeshaushalt finanzieren

Asiatische Hornisse
Artenmanagement

Königinnen und Nester der Asiatischen Hornisse melden

Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Raum Offenburg bei Griesheim (Symbolbild: © dpa).
Wasserwirtschaft

Land unterstützt Wasserwirt­schaft mit 265 Millionen Euro

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Brandabschottungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Chemisches Symbol für Polonium
Strahlenschutz

Fundstück enthält kein Polonium-210

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk kritisiert deutsche Spritpreise

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Forst

KI unterstützt Waldmanagement im Klimawandel

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt