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Ehrung für Senioren-Medaillengewinner

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Josef Krempl beim Speerwerfen

Staatssekretär Volker Schebesta hat die 534 baden-württembergischen Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften der Seniorenklassen der vergangenen Saison ausgezeichnet.

Freude am Erfolg ist keine Frage des Alters. Seniorensportlerinnen und Seniorensportler treiben schon ihr ganzes Leben Sport oder haben damit erst im hohen Alter angefangen. Sie tragen Zinkleimverbände und Bandagen, um am Wettkampf teilnehmen zu können. Sie reisen um die Welt, um überhaupt noch Konkurrenten in ihrer Altersklasse zu finden. Es gibt Senioren, die mit 88 Jahren 100 Meter in 18,21 Sekunden laufen. Das ist beeindruckend und vorbildhaft. 

Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, hat heute (11. November) die baden-württembergischen Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften der Seniorenklassen in der vergangenen Saison 2018/19 ausgezeichnet. 534 Medaillen gingen in den Südwesten, die meisten in Gold. Diese Ehrung im Weißen Saal des Neuen Schlosses ist ein Beleg dafür, dass Sport fit hält – Körper und Geist. „Wenn man im hohen Alter noch in der Lage ist, Sport zu treiben, kann man dafür dankbar sein. Es ist ein Geschenk, das die Ausgezeichneten annehmen“, sagt Schebesta und ergänzt: „Das verdient Respekt und Anerkennung.“

Frage der Fitness und des Willens

Was genau Seniorenklasse bedeutet, unterscheidet sich von Sportart zu Sportart. „Unabhängig vom Alter ist aber ohnehin jeder Medaillengewinn bei einer Welt- oder Europameisterschaft beeindruckend. Training, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen sind nur drei Komponenten, die alle Geehrten in besonderem Maße gezeigt haben“, sagt der Staatssekretär. Die Fünfkämpferin Barbara Oettinger ist zum Beispiel elfmalige WM- und EM-Medaillengewinnerin in der abgelaufenen Saison. Sie gewann sechs Gold-, eine Silber- und vier Bronzemedaillen. Sechs Mal WM-Gold hat Maria Rhoades im Kanusport errungen. Sechs WM-Medaillen holte Sabine Geyer (einmal Gold, zweimal Silber, dreimal Bronze), sechs EM-Medaillen Corinna Rottländer (viermal Silber, zweimal Bronze), beide im Schwimmen. Sechs Mal EM-Gold schaffte Christine Wanner (dreimal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze) in der Leichtathletik, in der Bettina Schardt (zweimal Gold, einmal Silber, viermal Bronze) noch eine mehr gewann. Die Leichtathleten Marlitt Jensen (zweimal Gold, viermal Silber, zweimal Bronze) und Christian Sigle (dreimal Gold, zweimal Silber, dreimal Bronze) gewannen gleich acht EM-Medaillen. Zudem haben Athleten sogar in verschiedenen Sportarten Medaillen errungen. Beispielsweise Enno Schönung im Kanu und Modernen Fünfkampf sowie Dieter Höfel im Schwimmen und Wasserball. 

„Sie alle sind mit diesen besonderen Leistungen Vorbilder für andere, selbst Sport zu treiben – egal in welchem Alter und auf welchem Niveau. Sie motivieren nicht nur sich selbst und ihre Kontrahenten weiterzumachen. Sie motivieren auch Breitensportler und Menschen, die bisher noch keinen Sport getrieben haben“, sagt Schebesta und fügt an: „Sie machen Werbung für das Vereinswesen, ein in der heutigen Zeit unschätzbarer Wert. Zudem vermitteln sie weitere positive Werte des Sports wie Gemeinschaft, Kommunikation, Hilfsbereitschaft, Fairness oder Selbstvertrauen. Und sie zeigen: Sport ist keine Frage des Alters, sondern der Fitness und des Willens.“

Ehrung durch die Landesregierung

Die Ehrung baden-württembergischer Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften in den Seniorenklassen gibt es seit 1994. Seniorensport ist im Rahmen des Konzeptes „Sports for all“ Bestandteil der olympischen Bewegung. Zumeist im zweijährigen Rhythmus werden in verschiedenen Sportarten Senioren-Welt- und Europameisterschaften durchgeführt. Außerdem gibt es alle vier Jahre die World Masters Games, die von der International Masters Games Association veranstaltet werden. Der Deutsche Leichtathletikverband hat ein eigenes Wettkampf-System entwickelt, das ständig den Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren angepasst wird. Seit 2018 sind die Sportlerinnen und Sportler aus den Betriebssportgemeinschaften der Firmen bei der Ehrung mit dabei. 

Die Landesregierung weiß den Beitrag des Sports für unsere Gesellschaft zu schätzen. Die Arbeit der Sportvereine ist dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie der Regierung wichtig. Wir unterstützen deshalb den Breiten- und Spitzensport in Baden-Württemberg mit mehr als 108 Millionen Euro pro Jahr.  Die Namensliste der Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner ist auf Anfrage in der Presseabteilung zu erhalten. Die Bilder der Ehrung sind im Laufe des morgigen Tages (12. November) hier abrufbar.

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