Gesundheit

Chancen von Gesundheitsdaten nutzen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Mediziner*innen stehen vor Bildschirmen mit MRT-Aufnahmen des Herzens.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitsforums Baden-Württemberg diskutierte Gesundheitsminister Manne Lucha in Berlin mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages über die Chancen und Herausforderungen bei der Verwendung digitaler Daten im Gesundheitswesen. Einstimmig wurde für mehr Tempo bei der Digitalisierung in Medizin und Pflege geworben.
 
Gesundheitsminister Manne Lucha sowie die Sprecherinnen und Sprecher des Gesundheitsforums Baden-Württemberg diskutierten in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages über die Chancen und Herausforderungen bei der Verwendung digitaler Daten im Gesundheitswesen. Alle Beteiligten warben in diesem Zusammenhang für mehr Tempo bei der Digitalisierung in Medizin und Pflege. Anlass der Veranstaltung ist die Befassung des Bundesrates mit den Gesetzentwürfen der Bundesregierung zum Digital-Gesetz und zum Gesundheitsdatennutzungsgesetz in der kommenden Woche.

Wunsch nach mehr digitalen Anwendungen im Gesundheitsbereich

„Deutschland hat einen enormen Nachholbedarf, wenn es um die Digitalisierung des Gesundheitswesens und die Verfügbarkeit von Versorgungsdaten für die Forschung geht“, sagte Minister Lucha bei der Veranstaltung. „Dabei zeigen Umfragen, dass die Menschen im Land sich klar für mehr Digitalisierung wie beispielsweise das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte aussprechen. Wir begrüßen daher, dass das Gesundheitsdatennutzungsgesetz und das Digital-Gesetz wichtige Forderungen Baden-Württembergs aufgreifen, etwa einen besseren Zugang von Wissenschaft und Industrie zu Gesundheitsdaten für gemeinwohlorientierte Zwecke.“

Auch das Gesundheitsforum Baden-Württemberg befasst sich seit mehreren Jahren mit entsprechenden Fragestellungen. Das Besondere am Gesundheitsforum Baden-Württemberg ist, dass hier ressortübergreifend und in ständiger Rückkopplung mit der Praxis an Fragestellungen gearbeitet wird, die für das Land als Gesundheitsstandort relevant sind.

Digitalkompetenz weiter stärken

„Wir werden unser Augenmerk darauf richten, dass für das Gesundheitswesen eine Digital- und Forschungslandschaft aus einem Guss entsteht, die alle Aspekte bis hin zur KI berücksichtigt“, so Minister Lucha. „Es muss verhindert werden, dass eine zersplitterte Landschaft aus Digitalbehörden und Einzelregelungen entsteht. Die elektronische Patientenakte als Dreh- und Angelpunkt der Versorgung muss funktionieren sowie unbürokratisch und anwenderfreundlich nutzbar sein. Gleiches gilt für die Verfahren, mit denen zukünftig der Zugang zu Gesundheitsdaten gewährt werden soll. Wir müssen die Menschen bei der Anwendung der elektronischen Patientenakte aber auch begleiten und benötigen dafür Projekte zur Vermittlung von Digitalkompetenzen.“

Von den Sprecherinnen und Sprechern des Gesundheitsforums Baden-Württemberg waren Professor Dr. Mark Dominik Alscher, Bosch Health Campus GmbH, Professorin Dr. Dr. Melanie Börries, Universitätsklinikum Freiburg, sowie Dr. Fridtjof Traulsen, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, nach Berlin gereist, um die Bedeutung der Gesundheitsdatennutzung aus Sicht von Versorgung, Wissenschaft und Industrie darzustellen.

Gesundheitsforum Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

von links nach rechts: Gerald Knaus, Staatssekretär Siegfried Lorek, Birgit Sippel, Dr. Thomas Gutschker
Migration

Lorek fordert stärkere Positionierung der EU in der Migrationspolitik

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnen

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Wirtschaft

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet