Schlösser und Gärten

Blindenmodell der Grabkapelle auf dem Württemberg vorgestellt

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Blindenmodell der Grabkapelle auf dem Württemberg (Bild: © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg)

Die Margarete Müller-Bull Stiftung hat ein neues Tastmodell der Grabkapelle und Umgebung für blinde Menschen vorgestellt. Das Modell wurde vom Bildhauer Egbert Broerken entwickelt und von der Margarete Müller-Bull Stiftung gespendet.

Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen Jörg Krauss und Christoph Zalder, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender der Margarete Müller-Bull Stiftung, haben heute ein neues Tastmodell für blinde Menschen vorgestellt. Das Bronzemodell der Grabkapelle und Umgebung ist eine Spende der Margarete Müller-Bull Stiftung.

„Das Blindenmodell ist ein wichtiger Schritt, um dieses wunderbare Kleinod für alle erfahrbar zu machen“, sagte Ministerialdirektor Jörg Krauss. „Die historischen Monumente des Landes sollen für möglichst viele Menschen erreichbar, zugänglich und ein Erlebnis sein können.“ Krauss erinnerte daran, dass Königin Katharina von Württemberg berühmt ist für ihr soziales Engagement. Ihr verdankt das Land bis heute Einrichtungen wie das Stuttgarter Katharinenhospital. „Dass wir heute am Geburtstag dieser Wohltäterin ein Modell für blinde und sehbehinderte Menschen vorstellen, könnte passender kaum sein“, sagte der Ministerialdirektor. Der 10. Mai ist nach dem damals in Russland gültigen julianischen Kalender der Geburtstag von Königin Katharina (1788–1819). Nach ihrem frühen Tod ließ König Wilhelm I. das Mausoleum auf dem Württemberg für sie errichten.

Monument jetzt auch für Blinde erlebbar

„Als Vertreter der Margarete Müller-Bull Stiftung freut es uns sehr, dass unsere Idee zur Schaffung eines Blindenmodells der Grabkapelle mit der heutigen Einweihung Wirklichkeit wird. Wir danken den Vertretern des Finanzministeriums und der Staatlichen Schlösser und Gärten sehr für die Unterstützung und rasche Umsetzung. Ganz im Sinne von Marga Müller-Bull ist es eine große Freude, dieses ortsprägende Monument unserer Region nach fast 200 Jahren der Fertigstellung auch für Blinde erlebbar zu machen,“ sagte Christoph Zalder, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender der Margarete Müller-Bull Stiftung.

Geschaffen hat das Blindenmodell der Bildhauer Egbert Broerken, der viele solcher Tastmodelle entwickelt hat. Das quadratische Relief aus Bronze mit einer Seitenlänge von einem Meter ermöglicht es, die Grabkapelle in ihrer Form zu ertasten und ebenso die Struktur der Gesamtanlage mit Nebengebäuden zu erfassen.

Grabkapelle auf dem Württemberg

Die Grabkapelle ist einer der beliebtesten Ausflugsziele in der Region Stuttgart. Mit ihrer Lage über den Weinbergen des Neckartales zieht sie viele Gäste an: 2018 besuchten über 40.000 Menschen den besonderen Ort. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg erschließen den klassizistischen Rundbau mit einer breiten Auswahl von Führungen und Veranstaltungen.

Das Land Baden-Württemberg erhält das bedeutende Kulturdenkmal baulich und bewahrt es für nachkommende Generationen. In den vergangenen fünf Jahren hat das Land rund 3,2 Millionen Euro in die Grabkapelle, die Nebengebäude sowie die Außenanlagen investiert. Seit 2017 gibt es etwa im ehemaligen Priesterhaus ein barrierefrei zugängliches Besucherzentrum.

Margarete Müller-Bull war eine Unternehmerin, die ihre Firma – ein Unternehmen der Lufttechnik – nach ihrem Tod in die nach ihr benannte Stiftung eingebracht hat. Die Stiftung unterstützt humanitäre Projekte, Vereine und Institutionen auf der ganzen Welt, sie fördert Forschungsprojekte in der Medizin und den Ingenieurswissenschaften und engagiert sich für den Tierschutz und den Erhalt der Artenvielfalt.

Grabkapelle auf dem Württemberg

Staatliche Schlösser und Gärten

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