Grundschule

Auf dem Weg zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.

Das Kultusministerium und die Kommunalen Landesverbände laden zu Regionalkonferenzen in den Regierungsbezirken zum Thema Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule ein. Der soll ab 2026 gelten und die Umsetzung stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Die Auftaktveranstaltung fand in Offenburg statt.

Durch die Verabschiedung des Ganztagsförderungsgesetzes wird für Kinder im Grundschulalter ein Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung, beginnend mit der Klassenstufe 1 ab dem Schuljahr 2026/2027, bindend. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen, die nur gemeinsam gemeistert werden können.

Daher hat das Kultusministerium gemeinsam mit den Kommunalen Landesverbänden das Austauschformat Regionalkonferenzen in allen Regierungsbezirken auf den Weg gebracht. Den Auftakt bildet Offenburg, wo am Dienstag, 21. November 2023, in der Reithalle die erste Regionalkonferenz zum Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für Kinder im Grundschulalter stattfindet. Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter aus Städten, Gemeinden und Landkreisen, der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen, aus Verbänden, Gremien und der Schulverwaltung sowie aus dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung und dem Institut für Bildungsanalyse Baden-Württemberg.

Das Kultusministerium informiert über den aktuellen Stand der Vorbereitung und bietet einen Austausch über Fragestellungen im Hinblick auf den Rechtsanspruch an.

Vielfältige Bildungs- und Betreuungsangebote in Baden-Württemberg

Kultusministerin Theresa Schopper sieht in Baden-Württemberg eine vielfältige Landschaft ganztägiger Bildung- und Betreuungsangebote, mit denen es gelingt, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Familien im Land gut gerecht zu werden. „Wir wissen, dass die Ganztagsbetreuung insbesondere unserer Kinder im Grundschulalter von enormer Bedeutung ist – für deren Startchancen, aber auch für ihre Eltern, die Kinder und Beruf unter einen Hut bringen müssen“, sagt Schopper.

Seit 2014 seien Ganztagsgrundschulen im Schulgesetz verankert, für die das Land zusätzliche Lehrerwochenstunden bereitstelle. „Diese Stunden können auch monetarisiert und für Angebote außerschulischer Partner genutzt werden“, betont die Ministerin, „zum Beispiel in den Bereichen Musik und Sport. Die Flexibilität im System gibt es bereits“.

Darüber hinaus gebe es seit vielen Jahren Horte an der Schule und flexible Betreuungsangebote kommunaler und freier Träger, für die das Land Jahr für Jahr Zuschüsse zur Verfügung stelle.

Diese Vielfalt der Bildungs- und Betreuungsangebote im Land greife die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse der Familien im Land auf. Gleichwohl sei es unerlässlich, das Angebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Praxisnahe Einblicke in die Vorbereitung des Rechtsanspruchs

Eine Reihe von Kommunen hat sich bereits auf den Weg gemacht, den Rechtsanspruch vor Ort vorzubereiten. Die Stadt Offenburg sowie die Kommunen Radolfzell und Trossingen zeigen auf der Veranstaltung beispielgebend auf, auf welche Angebote während der Schulzeit und in den Ferien die Eltern ihrer Gemeinden bereits heute zurückgreifen können.

„Ohne Frage stellt uns die Umsetzung des Rechtsanspruchs alle miteinander vor Herausforderungen, die wir nur gemeinsam meistern werden. Gerade deshalb freue ich mich auf dieses Austauschformat, das wir zusammen mit den Kommunalen Landesverbänden auf die Beine gestellt haben“, sagt Kultusministerin Schopper.

Weitere Stimmen

Weitere Meldungen

Eine Jugendliche schaut aus dem Fenster.
Zusammenhalt

Land gründet Bündnis gegen Einsamkeit

Finanzamt
Finanzämter

Strukturreform der Steuerverwaltung

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Portraitbild vom neuen Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften Götz Kriegel
Finanzverwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Schulsport

Erfolgreiche Schulsportmannschaften geehrt

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken