Sport

50 Jahre „Jugend trainiert“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Kinderteam macht einen Staffellauf im Sportunterricht in der Turnhalle.

2019 hatte „Jugend trainiert“ sein 50. Jubiläum. Coronabedingt konnte es aber 2020 keine Jubiläumsfeier geben. Diese wurde jetzt mit einer Würdigung der Kreis-, Regierungsbezirks- und Landesbeauftragten nachgeholt.

Sie machen „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ erst möglich, ohne ihre positive Verrücktheit könnten die Schulsportwettwerbe auf keiner Ebene durchgeführt werden. Die Kreis-, Regierungsbezirks- und Landesbeauftragten von „Jugend trainiert“ verdienen daher ein Riesenlob, herzlichen Dank und großen Respekt. Um sie zu würdigen, findet am 30. November 2022 anlässlich des runden Geburtstags von „Jugend trainiert“ im Jahr 2019 die bislang corona-bedingt verschobene Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Jugend trainiert für Olympia & Paralympics in Baden-Württemberg“ statt.

Zu dieser waren die etwa 500 ehrenamtlichen Beauftragten des Schulsportwettbewerbs aus dem Südwesten in die Sparkassenakademie – der Sparkassenverband unterstützt „Jugend trainiert“ seit Jahrzehnten erheblich – eingeladen.

„Neben der Unterstützung von Sponsoren und Sportfachverbänden sind es vor allem die vielen Kreis-, Regierungsbezirks- und Landesbeauftragten, denen unser herzliches Dankeschön gilt. Dieses flächendeckende Sportereignis auf die Beine zu stellen, ist in mehrerlei Hinsicht sportlich. Sie sorgen mit ihrem beeindruckenden Engagement für ein attraktives Wettkampfprogramm. Sie schaffen die Voraussetzungen, dass Schülerinnen und Schüler wichtige Wettkampferfahrungen und Erlebnisse genießen können. Sie haben einen wesentlichen Anteil daran, dass sich unsere Kinder und Jugendlichen für Sport begeistern und zudem wichtige Werte erleben“, sagt Kultus- und Sportministerin Theresa Schopper

Sie sagte weiter: „Im Sport, insbesondere auch im Schulsport, geht es um weit mehr als das Training von Technik, Taktik und Kondition. Im Sport werden Werte vermittelt, die für unsere Gesellschaft wichtig sind. Verantwortung, Vielfalt, gewaltfreier Umgang, Fairplay, sich auf Augenhöhe begegnen, bereit sein für Entwicklung, Toleranz, Respekt, Teamfähigkeit, Integration, Inklusion – all das bietet der Sport im Ganzen und ‚Jugend trainiert‘ im Speziellen. Der Sport und die Wettkämpfe tragen nicht nur zur Talententdeckung, zur Freude, zum Wohlbefinden, zur Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen bei, sondern auch zu deren Persönlichkeitsentwicklung. Und besonders gut gefällt mir, dass sich bei ‚Jugend trainiert‘ Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung treffen und austauschen. Das ist eine große Bereicherung.“

Lebenslange Erinnerungen

Ein Zeichen für den Sport, ein Zeichen für die Werte des Sports haben etwa Ende des vergangenen Schuljahres mehr als 900 Schulen aus Baden-Württemberg gesetzt, indem sie an der Schulsportaktionswoche unter dem Motto „Für Verständigung und gegenseitige Toleranz – mach mit!“ teilgenommen haben. Um Werte und um die Bedeutung von „Jugend trainiert“, von Sport im Allgemeinen und Schulsport im Besonderen geht es auch in den Talkrunden der Jubiläumsveranstaltung.

„Egal ob als Schülerin und Schüler, als Lehrkraft oder als Beauftragte und Beauftragter für ‚Jugend trainiert‛ – ein Teil dieses großartigen Schulsportwettbewerbs sein zu können, schafft bei allen Beteiligten lebenslange Erinnerungen. Dies ist unabhängig davon, ob man im Kreisfinale für die eigene Schule angetreten ist, oder ob man es über das Landesfinale bis nach Berlin geschafft hat“, sagt Daniel Riedl, der Landesbeauftragter Beach- und Volleyball sowie Vorsitzender des Ausschusses Schule in der Deutschen Volleyballjugend ist, und fügt an: „Der Einsatz, gemeinsam mit den Mitschülerinnen und Mitschülern für die eigene Schule, oder als Beauftragte bzw. Beauftragter für die eigene Sportart, ist meist eine Herzensangelegenheit und entfacht eine einmalige Stimmung. Diese spürt man, wann immer man bei „Jugend trainiert“ die Sporthalle oder das Stadion betritt.“

Neben den „Jugend trainiert“-Wettbewerben bereichern auch die zahlreichen Trainingseinheiten und Schulsportstunden sowie das grundsätzliche Sporttreiben laut Ministerin Schopper das Heranwachsen: „Sport ist nicht nur wichtig für die motorische Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen, sondern besonders auch für die kognitive und sozial-emotionale. Sport fördert zudem Werte, die für das gesellschaftliche Zusammenleben wichtig sind. Schülerinnen und Schüler erfahren und erlernen Grenzen, können ihre eigene Motivation testen – und gerade der Schulsport unterstützt auch im Schulalltag, indem er für einen Wechsel von Anspannung und Entspannung sorgt. Diese Rhythmisierung kommt Kindern und Jugendlichen bei ihrer Entwicklung zugute.“

Der Erfolg von „Jugend trainiert“ ist dabei kein Selbstläufer. Daher muss auch dieser Wettbewerb mit der Zeit gehen, sich entwickeln. Sollen weitere olympische oder paralympische Sportarten wie Bogenschießen oder Klettern aufgenommen werden? Inwiefern sind weitere neue Wettkampfformate vonnöten, die Talente unabhängig vom körperlichen Entwicklungsstand sichtbar machen? Soll das Teilnehmerfeld erweitert werden, sollen Grundschulen vermehrt eingebunden werden? Solche und weitere Fragen werden bei der Veranstaltung angetextet und im Weiteren diskutiert. Fest steht laut Theresa Schopper jedenfalls: „‚Jugend trainiert‘ ist nicht wegzudenken aus unserer Schul- und Sportlandschaft – und wir werden alles tun, dass das auch so bleibt.“

Der Bundeswettbewerb Jugend trainiert

Der Bundeswettbewerb Jugend trainiert begann 1969 mit den Sportarten Leichtathletik und Schwimmen, mittlerweile treten die Schülerinnen und Schüler auf Bundesebene in 19 olympischen und sieben paralympischen Sportarten in Wettbewerben an. Pro Jahr finden drei Bundesfinals im Winter, Frühjahr und Herbst statt. Sie ziehen jährlich insgesamt fast 9.000 Teilnehmende aus allen Bundesländern an. Für das Bundesfinale qualifizieren sich die jeweiligen Landessieger – ermittelt in einem Qualifikationswettbewerb über das Kreis- und Regierungsbezirks-Finale. Die Siegermannschaften aus den vier Bereichen der Regierungsbezirke bestreiten das Landesfinale. In Baden-Württemberg nehmen etwa jährlich 120.000 Schülerinnen und Schüler teil.

Um die Geschichte von “Jugend trainiert“, aber ganz besonders auch um Geschichten, die der Wettbewerb bisher geschrieben hat, geht es in der fast 200-seitigen Jubiläumsbroschüre, die in mühevoller Kleinarbeit und mit großem Engagement entstanden ist. Dieses Druckwerk gibt es bei der Veranstaltung oder bei Anfrage über uns.

Weitere Informationen zu „Jugend trainiert“ sowie weiteren Schulsportwettbewerbe

Image-Film zu „Jugend trainiert“

Mach mit!-Song

Quelle:

Kultusministerium

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Eine Mitarbeiterin des Kunstmuseums in Stuttgart geht durch eine Ausstellung.
Kunst und Kultur

Land fördert nichtstaatliche Museen mit 300.000 Euro

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Kontrabassistin und Komponistin Tabea Kind
Kunst und Kultur

Tabea Kind erhält Jazz-Preis Baden-Württemberg 2026

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Sergej Gößner
Kunst und Kultur

Sergej Gößner erhält Jugendtheaterpreis

Menschliche Schatten bei einer Performance auf einer Bühne
Kunst und Kultur

Land fördert Privattheater mit 243.000 Euro

Ein Schüler mit Schutzbrille und Handschuhen in einer Autowerkstatt
Schule

Neues Portal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet