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30 Jahre Wildtierforschung in Freiburg

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Wildwechsel-Verkehrszeichen mit einem Hinweisschild mit der Aufschrift „Wildtierkorridor“ (Foto: © dpa).

Die Wildtierforschung an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Freiburg feiert 30-Jähriges Jubiläum. Wildtiere gehören zu Baden-Württemberg wie der Wald, der das Land mit nahezu 40 Prozent prägt. Der gesellschaftliche Druck auf Wald und Wild nehme zu, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk anlässlich des Jubiläums.

„Wildtiere gehören zu Baden-Württemberg wie der Wald, der das Land mit nahezu 40 Prozent prägt. Der gesellschaftliche Druck auf Wald und Wild nimmt in Baden-Württemberg jährlich zu. Deshalb brauchen wir die Wildtierforschung an der FVA Freiburg, weil sie eine unverzichtbare Basis für ein modernes Wildtiermanagement ist“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Wildtierforschung der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA Freiburg“. Eine vernünftige Balance der Ansprüche von Mensch und Tier im Land sei nur erreichbar, wenn man diese genau kenne und moderiere.

Die Erkenntnisse der Wissenschaftler finden sich beispielsweise im Generalwildwegeplan des Landes wieder. Mit seiner zentralen Lage in Europa und seinen vielfältigen Landschaften trage Baden-Württemberg besondere Verantwortung für den Biotopverbund. „Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine der großen Aufgaben unserer Zeit, die wir lösen werden. Der Verbund von Lebensräumen spielt dabei eine entscheidende Rolle, weil eine gesunde und artenreiche Tier- und Pflanzenwelt auf einen Austausch der Genreserven angewiesen ist. Vielfach steht dem die Zersiedelung der Landschaft entgegen. Oftmals sind Straßen oder Eisenbahnlinien vor allem für kleinere und weniger mobile Arten unüberwindbare Hindernisse. Ökologische Trittsteine und Wildtier-Korridore schaffen Abhilfe“, so Minister Hauk.

„Die Forstwissenschaftler arbeiten im intensiven Austausch mit weiteren Bezugsgruppen an verschiedenen Aktionsplänen, wie beispielsweise dem zum Auerwild, um gefährdeten Tierarten ein Überleben in einer hochtechnisierten Welt zu sichern. Auf wissenschaftlich fundierter Grundlage könnten Naturschutzziele mit Zielen von Wald- und Windenergiewirtschaft in Einklang gebracht“, sagte Hauk. Wald und Wild benötigten in Zeiten des Wandels von Klima und Gesellschaft die forstwissenschaftliche Forschung und den Wissenstransfer der Försterinnen und Förster mehr denn je.

Weitere Informationen

Am 20 Juli 2018 feiert der Arbeitsbereich Wildtierökologie, WÖK, der Abteilung Wald und Gesellschaft an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsarbeit Baden-Württemberg, FVA, sein 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet an der FVA ein Sonderkolloquium statt, bei welchem die Entwicklung der Wildtierforschung und des Wildtiermanagements in den vergangenen drei Jahrzehnten vorgestellt wird. Arbeitsbereichsleiter Wildtierökologie an der FVA ist Dr. Rudi Suchant.

Der Generalwildwegeplan stellt eine verbindliche Raumkulisse für den landesweiten Verbund aller waldassoziierten Arten dar. Er steht als Masterplan und Beurteilungsgrundlage für Infrastrukturprojekte zur Verfügung und ist fachlich dem Geschäftsbereich des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zugeordnet.

ForstBW

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