Hochschule

25 Millionen Euro für das „Center for Visual Computing of Collectives“ der Universität Konstanz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Visualisierung des Neubaus des „Center for Visual Computing of Collectives“ der Universität Konstanz (Bild: © KRESINGS Architektur GmbH)

Für gut 25 Millionen Euro bekommt die Universität Konstanz einen Neubau für das „Center for Visual Computing of Collectives“. Die Baukosten teilen sich zu 50 Prozent der Bund und jeweils 25 Prozent die Universität und das Land. Der Bau soll bis 2020 fertigestellt sein.

Das Ministerium für Finanzen hat die Baufreigabe für das Forschungsgebäude „Center for Visual Computing of Collectives“ (VCC) der Universität Konstanz erteilt. „Mit dem VCC entsteht ein interdisziplinäres Spitzenforschungszentrum an der Universität Konstanz. Die Kompetenzen in Informatik und Biologie sind in Konstanz dann unter einem Dach. Auf sechs Geschossen und rund 3.200 Quadratmetern Fläche sind künftig Labore, Büros und Besprechungsräume untergebracht“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann.

„In Konstanz entsteht mit dem neuen Forschungsbau eine der modernsten Einrichtungen weltweit zur Erforschung von Gruppenverhalten. Das VCC ist auch ein faszinierendes Beispiel für die Bedeutung der Digitalisierung in der Wissenschaft: In den hochmodernen Speziallaboren werden riesige Datenmengen gewonnen, analysiert und visualisiert, die ganz neue Einblicke ermöglichen“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Natur in virtueller Umgebung beobachten

In den neuen VCC-Laboren ist es möglich, Vogel-, Fisch- und Heuschreckenschwärme in einer virtuellen Umgebung zu beobachten. Die Fische befinden sich etwa in Aquarien mit natürlichem Bodenseewasser und werden gefilmt. Aus der Erforschung des Schwarmverhaltens ergeben sich Ansätze zur Prävention landwirtschaftlicher Schädlingsplagen, Erkenntnisse, wie sich Krankheitswellen ausbreiten, bis hin zu Grundlagen für die Steuerung autonomer Roboter.

Der Neubau entsteht zwischen den Gebäuden für Informatik und Biologie im nördlichen Campusareal der Universität Konstanz. Das Gebäude ist an das Nahwärme- und Kältenetz der Universität angebunden. Eine Kraft-Wärme-Kopplung versorgt das Nahwärmenetz. Gekühlt wird über ein Kaltwassernetz mit Bodenseewasser.

Der Neubau für 25,1 Millionen Euro soll im Herbst 2020 fertig gestellt sein. Der Bund hat das Bauprojekt in sein Programm zur Förderung überregionaler Forschungsgebäude aufgenommen. 50 Prozent der Gesamtbaukosten kommen daher aus Bundesmitteln. Jeweils 25 Prozent investieren die Universität Konstanz und das Land Baden-Württemberg in den Neubau.

Visualisierung des Neubaus, honorarfrei Verwendung unter Quellenangabe © KRESINGS Architektur GmbH (JPG)

Weitere Meldungen

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Forschung

4,2 Millionen Euro für Quantentechnologie-Demonstratoren

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Transportroboter im öffentlichen Raum
Urbane Robotik

Land fördert robotische Systeme im städtischen Raum

Ein Fliesenleger arbeitet an einer Wand mit Fliesen (Symbolbild). (Bild: Waltraud Grubitzsch / dpa)
Handwerk

Land fördert Deutsches Hand­werksinstitut mit 240.000 Euro

Gruppenbild Neuberufene
Hochschulen

Land begrüßt 368 neue Professorinnen und Professoren

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
Innovation

Industrienahe Dienstleistungen als Wachstumstreiber

von links nach rechts: Wissenschaftsministerin Petra Olschowski, Prof. Dr. Gerhard Huisken, Prof. Dr. Karla Pollmann (Rektorin der Eberhard Karls Universität Tübingen)
Forschung

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Gerhard Huisken

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Forschung

Land fördert Präventionsnetzwerk mit rund zwei Millionen Euro

Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung für das Graduierten- und Forschungszentrum connAIx in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Künstliche Intelligenz

Gründungsvereinbarung für Graduiertenzentrum connAIx unterzeichnet

Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
Wirtschaft

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie im Land

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

Pressekonferenz LKA zu Terrorgram
Sicherheit

Kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgramszene“