Elektromobilität

15.000 neue Ladepunkte für Elektrofahrzeuge geschaffen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Elektroauto steht in Stuttgart an einer öffentlichen Ladesäule (Bild: © dpa).

Dank des Förderprogramms Charge@BW sind 15.000 neue Ladepunkte für Elektrofahrzeuge im Land entstanden. Nach dem Ende des Programms startet nun eine Förderung durch den Bund.

5.000 Anträge, 15.000 Ladepunkte, 30 Millionen Euro Fördervolumen: Mit dem Programm Charge@BW kann das Verkehrsministerium Baden-Württemberg auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Nach dem Ende des Programms startet eine Förderung durch den Bund. Für einen großen Kreis von Antragsberechtigten hat das Ministerium die Errichtung von öffentlichen und nichtöffentlichen Ladepunkten finanziell unterstützt. Etwa 15.000 Ladepunkte werden am Ende des Programms neu entstanden sein, rund 4.000 davon öffentlich. Das Landesprogramm wird nun abgeschlossen, ein neues Bundesförderprogramm folgt.

Anzahl von öffentlich zugänglichen Ladepunkten um rund 50 Prozent erhöht

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte zu Charge@BW: „Die hohe Nachfrage zeigt, dass Baden-Württemberg bei der Ladeinfrastruktur mit dem Zuwachs an neuen Elektro-Fahrzeugen (E-Fahrzeugen) gut Schritt halten kann. Auf dem Weg zu den im Land notwendigen zwei Millionen Ladepunkten bis 2030 ist aber noch einmal ein deutlicher Sprung erforderlich. Dafür werden neben Förderungen zunehmend auch ordnungsrechtliche Vorgaben bedeutsam.“

Das beantragte Fördervolumen von Charge@BW beträgt insgesamt rund 30 Millionen Euro. Damit konnten und können Investitionen von mindestens 75 Millionen Euro angestoßen werden. Der derzeitige Bestand an öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Baden-Württemberg wird damit um rund 50 Prozent erhöht. Auch wichtige Ladepunkte, die nicht öffentlich zugänglich sind, wurden deutlich vorangebracht, beispielsweise für Beschäftigte und Betriebsflotten.

Förderung geht durch Bund weiter

Auch die Bundesregierung erkennt die Bedeutung der privaten Ladeinfrastruktur an, die heute und künftig 80 bis 90 Prozent der Ladevorgänge leisten wird. Mit einem Programm für Ladestationen für Fahrzeugflotten und Beschäftigte startet sie vom 23. November 2021 an auch den letzten dafür erforderlichen Baustein. Zusätzlich bekommen private Ladepunkte („Wallboxen“) in Wohngebäuden durch das Bundesförderprogramm einen großen Schub. Zu den Zahlen der Landesförderung Charge@BW kommen schätzungsweise noch etwa 160.000 bundesgeförderte Wallboxen in Baden-Württemberg hinzu.

Insgesamt wurden rund 5.000 Förderanträge für Charge@BW eingereicht. Aufgrund der erfreulich großen Nachfrage nach dem Förderangebot ist das bereitgestellte Förderbudget nun erschöpft und eine Antragstellung vom 23. November 2021 an nicht mehr möglich. Vom selben Tag an wird eine weitere Bundesförderung für Flotten- und Beschäftigtenladepunkte geöffnet, so dass nun für alle relevanten Standardanwendungsfälle eine finanzielle Förderung des Bundes zur Verfügung steht.

Weitere Förderprogramme in Planung

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg wird in Kürze die im Koalitionsvertrag vereinbarte Kombiförderung für Elektrofahrzeuge mit Photovoltaikstrom und zusätzlicher Ladepunktkomponente veröffentlichen. Damit setzt es gleichzeitig einen Anreiz zum Ausbau von erneuerbaren Energien, der Installation von Ladepunkten und der Anschaffung von E-Fahrzeugen.

Außerdem ist beim Landesverkehrsministerium eine Förderung für Schnellladeparks in urbanen Gebieten in Vorbereitung. Urbane Gebiete sind gekennzeichnet durch eine hohe Bevölkerungsdichte und eine vielfältige Nutzungsmischung, etwa von Wohnen, Handel und Freizeit. Dort lebende Nutzerinnen und Nutzer von E-Fahrzeugen verfügen zu großen Teilen nicht über einen eigenen Stellplatz und können somit keine eigene private Wallbox nutzen.

Der Bund hat ein Förderprogramm für gewerbliches Laden bei Fahrzeugflotten und für Beschäftigte an deren Arbeitsstelle gestartet. Nach einem zwischenzeitlichen Stopp von Charge@BW Ende Mai 2021 wurde im Land die Förderung im August 2021 wieder fortgesetzt, um eine Förderlücke bis zu Veröffentlichung der angekündigten Bundesförderung zu schließen. Aktuell können Anträge für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur im Rahmen der Bundesförderprogramme „Ladeinfrastruktur vor Ort“ und „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ gestellt werden.

Ministerium für Verkehr: Mobilität unter Strom

Ministerium für Verkehr: Förderung Elektromobilität

Ministerium für Verkehr: Strategie Ladeinfrastruktur (PDF)

Weitere Meldungen

Kinder jonglieren auf der Bühne mit Tellern
Jugend

20 Jahre Jugendbegleiter-Programm

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Kliniken

5,2 Millionen Euro für krisenfeste Krankenhäuser

Porträtbild von Leonie Dirks
Landesregierung

Wechsel an der Spitze der Staatskanzlei

Ortsschild Traunstein
Kommunen

Müllheim im Markgräflerland wird Große Kreisstadt

Green Bond BW
Finanzmarkt

Land gibt sechsten Green Bond über 600 Millionen Euro aus

LKWs stehen auf einem Parkplatz.
Verkehr

Land verlängert Erleichterungen für Lkw-Transporte

Ein Straßenwärter mit orangenen Klamotten läuft auf einer Brücke.
Straßenverkehr

Ersatzneubau der Kochertal­brücke bei Unterkochen

Digital Hub Neckar-Alb
Förderung

500.000 Euro für Digital Hub Neckar-Alb

Agrarministerkonferenz - Würzburg
Landwirtschaft

Herbst-Agrarministerkonferenz 2026 in Würzburg

Minister Bundesrat
Bundesrat

Bundespolizeigesetz wird modernisiert

Ein kleines Spielzeughaus steht auf Geldscheinen (Quelle: dpa).
Steuern

Steuerbefreiung für Scheidungsimmobilien soll kommen

von links nach rechts: Brigitte Torloting (Vize-Präsidentin der Region Grand Est), Staatssekretär Florian Haßler und Caroline Krajka (Generalkonsulin Frankreichs in Stuttgart und Leiterin der Außenstelle des Institut français)
Städtepartnerschaft

5. Städtepartnerschaftskongress mit Frankreich

Landwirtschaftliches Hauptfest
Landwirtschaft

Eröffnung des 102. Landwirtschaftlichen Hauptfestes

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Anzeige nach der Karenzzeitregelung

Luftaufnahme des Bodensees mit niedrigem Wasserstand und freigelegtem Uferbereich neben bewaldetem Land
Klimaschutz

Folgen des Hitzesommers 2026 und entsprechende Maßnahmen