Sommertour

Kretschmann auf Tour zu Klimawandel

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.), und Landwirtschaftsminister Peter Hauk (r.) bei einem Besuch im Kuhstall eines Bio-Bauernhofes.

Der Klimawandel ist auch in Baden-Württemberg zu spüren. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich vor Ort über die konkreten Folgen des Klimawandels auf Mensch und Natur in Baden-Württemberg informiert.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht die Landwirtschaft durch Dürreperioden in Zukunft vor großen Herausforderungen. Kretschmann sagte in Murr (Kreis Ludwigsburg) bei einem Hofbesuch: „Die enorme Trockenheit setzt Pflanzen und Tiere unter Stress. Böden und Gewässer leiden.“ Um die Bauern bei der Umstellung auf die veränderten klimatischen Bedingungen zu begleiten, setzt die Landesregierung auf einen Strategiedialog Landwirtschaft. Die Auftaktveranstaltung ist für den 23. September 2022 geplant.

Nach Angaben des Staatsministeriums werden noch 40 Prozent der Fläche im Südwesten landwirtschaftlich genutzt, allerdings geben immer mehr kleine Betriebe auf. Die kleinbäuerlichen Strukturen sollen erhalten bleiben. Kretschmann besuchte einen Hof, der seit bereits vier Jahrzehnten Ökolandbau betreibt. Der Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg, Marcus Arzt, sagte, Ökolandbau trage sowohl zum Schutz des Klimas als auch zum Erhalt der Ernährungssicherung bei. „Deshalb ist jeder Euro, den die Landesregierung in das System investiert, gut angelegt.“

Landwirtschaftsminister Peter Hauk sagte, die Landwirtschaft befinde sich im Umbau, Ziel sei mehr Tierwohl und Biodiversität: „Mir ist wichtig zu betonen, dass unsere heimische Landwirtschaft ein wesentlicher Teil der Lösung für mehr Klima- und Artenschutz ist.“

An der Steinlach in Ofterdingen (Kreis Tübingen), einem Nebenfluss des Neckars, informierte sich Kretschmann über die Niedrigwassersituation. Der Regierungschef sagte: „Bisher galt Baden-Württemberg nicht als Land mit Wassermangel; das ändert sich seit ein paar Jahren.“

Durch den fortschreitenden Klimawandel würden immer häufigere Trockenperioden mit sommerlichem Wassermangel auftreten. Die Steinlach biete ein eindrucksvolles Beispiel eines derzeit nahezu ausgetrockneten Flusses: „Dort, wo die Ufer der Steinlach unbefestigt sind, lassen sie dem Gewässer Raum zur eigenen Dynamik und sichern damit größere Überlebenschancen der Lebewesen in und am Gewässer bei Trockenperioden.“

Kretschmann beschäftigte sich zuvor auch mit den Themen Stadtplanung und Waldbewirtschaftung im Zeichen des Klimawandels.

Was macht die Landesregierung für den Klimaschutz

Quelle:

dpa/lsw

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