Ausbildung

Gute Aus- und Weiterbildung als wichtiger Standortfaktor

Verkäuferin überreicht KFZ-Schlüssel

Eine gute Ausbildung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist ein entscheidender Standortfaktor für Baden-Württemberg. Um auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb ganz vorne mit dabei zu sein, stärken wir die Aus- und Weiterbildung.

Die berufliche Ausbildung unserer jungen Generation ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Dabei spielt das duale Ausbildungssystem mit seiner starken betrieblichen Verankerung eine wichtige Rolle. In Baden-Württemberg durchlaufen derzeit rund 200.000 Jugendliche eine solche Ausbildung – das sind mehr als die Hälfte jedes Altersjahrgangs.

Ausbildung für alle

Alle Jugendlichen, die eine Berufsausbildung beginnen wollen, sollen dazu die Möglichkeit bekommen. Das ist das Ziel der Landesregierung. Für viele Schülerinnen und Schüler kann der Weg über eine praktische Ausbildung motivierender sein als die rein schulische Laufbahn mit der Perspektive Studium. Uns ist es deshalb wichtig aufzuzeigen, wie attraktiv eine betriebliche Ausbildung ist.

Über die duale Berufsausbildung hinaus leisten die beruflichen Schulen schon lange einen unersetzlichen Beitrag zur beruflichen Qualifikation junger Menschen. Sie sind ein wichtiger Baustein bei der Förderung der Ausbildungsreife und bieten vielfältige Möglichkeiten, weitere Kompetenzen, Qualifikationen und Abschlüsse (vom Hauptschulabschluss bis zur allgemeinen Hochschulreife) zu erwerben. Die beruflichen Schulen erhalten wegen ihrer gestiegenen Aufgaben mehr Unterstützung. Die Landesregierung baut das Unterrichtsdefizit weiter ab und verbessert die Versorgung mit Lehrkräften. Das Angebot von Informatik- und Englischunterricht bauen wir weiter aus.

Mit neuen Modellen zum ausbildungsbegleitenden Erwerb der Hochschulreife, möchte die Landesregierung mehr jungen Menschen einen Zugang zum Studium ermöglichen. Andersherum sollen Studienabbrecher leichter in eine berufliche Ausbildung einsteigen können – etwa dadurch, dass erbrachte Studienleistungen anerkannt werden.

Wir wollen Integration durch Ausbildung und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte die Chance auf eine Ausbildung ermöglichen. Die Berufsschulen versetzen wir daher in die Lage, die nötigen Sprachkenntnisse zu vermitteln. Genügend Personal und Mittel für das Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen (VABO) in den Berufsschulen soll jungen Zugewanderten einen möglichst zügigen Übergang in die Regelklassen ermöglichen. Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse wollen wir vereinfachen und beschleunigen.

Lebenslanges Lernen

Weiterbildung ist ein zentraler bildungspolitischer Baustein in Baden-Württemberg, um Erwachsenen lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Dies wird vor dem Hintergrund der Digitalisierung im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben des Landes immer wichtiger. Durch Weiterbildung erhalten die Menschen Angebote, um sich in der sich verändernden Arbeitswelt zurechtzufinden.

Bündnis für Lebenslanges Lernen

Vor dem Hintergrund der Handlungsempfehlungen der Enquetekommission „Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft/Teilbereich Weiterbildung“ hat die Landesregierung gemeinsam mit relevanten Trägern 2011 das Bündnis für Lebenslanges Lernen ins Leben gerufen. Aktuell gehören dem Bündnis rund 40 baden-württembergische Dachverbände, Organisationen und Einzeleinrichtungen aus der allgemeinen, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung sowie sechs Landesministerien an.

Seit 2012 arbeiten die Bündnispartnerinnen und -partner in mehreren Arbeits- und Fachgruppen zusammen, um die Kommunikation und Kooperation zwischen den Weiterbildungsträgern in Baden-Württemberg zu stärken, die Weiterbildungsbeteiligung benachteiligter Gruppen zu fördern, ein landesweites Netzwerk Weiterbildungsberatung auf- und auszubauen sowie geeignete multimediale Instrumente für die Erwachsenenbildung zu prüfen und einzusetzen.

Weiterbildungspakt

Im Dezember 2015 hat das Land gemeinsam mit 15 Verbänden und Organisationen sowie den Kirchen einen Weiterbildungspakt geschlossen, der die Grundlage für die Weiterbildungspolitik des Landes bis 2020 darstellt. Zu den wichtigsten inhaltlichen Zielen des Weiterbildungspakts zählen die Mitgestaltung der Digitalisierung und des digitalen Lernens, die Sicherung und der Ausbau der Grundbildung, die Förderung der Fortbildungsqualifizierung und Fachkräftesicherung, die Qualitätssicherung in der Weiterbildung, die Verbesserung der Weiterbildungsberatung, die Sicherung der Weiterbildungsförderung sowie die Stärkung der allgemeinen Weiterbildung, der Familienbildung und des generationsverbindenden Lernens.

Digitaler Weiterbildungscampus

Mit dem Digitalen Weiterbildungscampus (DWC) hat das Kultusministerium zusammen mit den Partnerinnen und Partnern im Bündnis für Lebenslanges Lernen eine technische Grundlage für online-basierte Weiterbildungsangebote geschaffen. Diese wird aktuell von rund 120 Einrichtungen der allgemeinen, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung genutzt. Mit seiner hohen Verfügbarkeit trägt der Campus zur Akzeptanz von digital unterstützten Lehr- und Lernangeboten bei. So ist der DWC ein einmaliges Beispiel dafür, wie E-Learning-Elemente bedarfsoptimiert für die gesamte, vielfältige Weiterbildungslandschaft flexibel, orts- und auch zielgruppenunabhängig eingesetzt werden können. Der DWC hat für seine Qualität mehrere Auszeichnungen bekommen, unter anderem beim eLearning Award 2013 in der Kategorie „Social media“, beim eLearning Award 2015 in der Kategorie „Virtual Classroom“ oder dem eLearning-AWARD 2017 in der Kategorie „Infrastruktur“.

Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung und Landesprogramm Weiterbildung

Der Weiterbildungsmarkt in Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine große Vielzahl und Vielfalt von Anbietern aus. Um Weiterbildungsberatung für alle Bürgerinnen und Bürger transparenter und leichter zugänglich zu machen, haben die Partnerinnen und Partner im Bündnis für Lebenslanges Lernen das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatun (LN WBB) konzipiert und aufgebaut. Seit 2015 bieten die rund 150 Mitgliedeinrichtungen dieses Netzwerks kostenlose Erst- und Orientierungsberatungen an, die auf die individuellen Interessen der Ratsuchenden eingehen und Angebote unterschiedlicher Weiterbildungsanbieter berücksichtigen. Seit 2020 bietet das LN WBB auch – ergänzend zum Netzwerk Fortbildung – Online-Beratungen via Chat über den Digitalen Weiterbildungscampus Baden-Württemberg an.

Das Land fördert Weiterbildungsmaßnahmen jährlich mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Darin enthalten ist die Förderung der Arbeit des Bündnisses für Lebenslanges Lernen, des Digitalen Weiterbildungscampus, des Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung, des Weiterbildungsportals Baden-Württemberg sowie die Förderung innovativer Einzelprojekte zur „Stärkung der Weiterbildungsbeteiligung bildungsbenachteiligter Erwachsener“.

Frau am Computer. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Aus- und Weiterbildung

Land fördert innovative Weiterbildungsprojekte

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
  • Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktzahlen im November

Schreiner bei der Arbeit
  • Handwerk

Meistergründungsprämie in Baden-Württemberg startet

Schreiner bei der Arbeit
  • Aus- und Weiterbildung

Land fördert Bildungsakademie in Rottweil

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
  • Ausbildung

Zeitversetzter Ausbildungsstart im Februar

Ein Zug fährt über eine Teststrecke. (Bild: dpa)
  • Schienenverkehr

Ausbildung für Lokführer-Personalpool gestartet

Ein Tabletcomputer ragt in einem Klassenzimmer aus der Tasche einer Schülerin. (Foto: © dpa)
  • Bildung

Zweiter Grundbildungstag im Zeichen der Digitalisierung

Schreiner bei der Arbeit
  • Handwerk

Land fördert Bildungsakademie der Handwerkskammer Stuttgart

Ausbilderin mit Lehrling
  • Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt stabilisiert sich langsam

Verkehrsminister Winfried Hermann, Pamela Matheis von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft und den Verkehrsbetrieben Karlsruhe, sowie Martina Kneuer von der DB Regio in Baden-Württemberg halten jeweils ein Schild hoch, das die neue gemeinsame Personalkampagne zur Gewinnung von neuen Lokführerinnen und Lokführern bewerben.
  • Nahverkehr

„Werden Sie systemrelevant“ sucht Eisenbahner

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Handelslehranstalt in Bühl (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Kreisbereisung

Wirtschaftsministerin besucht Landkreis Rastatt

Eine Schülerin bearbeitet unter Anleitung einer Lehrausbilderin bei einer „Schnupperlehre“ ihr erstes gläsernes Werkstück. (Foto: © dpa)
  • Berufsorientierung

Neue Informationsangebote für Jugendliche zu Studium und Beruf

Frau am Computer. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Weiterbildung

Online-Kurse ergänzen Weiterbildungsportal des Landes

Ein Integrationsmanager erarbeitet mit zwei jugendlichen Flüchtlingen aus Eritrea Bewerbungsschreiben. (Foto: © dpa)
  • Integration

Zahlen, Daten und Fakten zur Integrationspolitik

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
  • Landwirtschaft

Tierwohl-App „fit for pigs“ startet

Eine Schülerin bearbeitet unter Anleitung einer Lehrausbilderin bei einer „Schnupperlehre“ ihr erstes gläsernes Werkstück. (Foto: © dpa)
  • Ausbildung

Land unterstützt Jugendliche beim Einstieg in die Berufsausbildung

Innenminister Thomas Strobl am Standort Herrenberg der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
  • Polizei

Neuer Hochschulstandort für Polizei in Herrenberg

Fachliteratur zum Thema „Recht“ ist an einem Stand beim Deutschen Anwaltstag in Stuttgart zu sehen. (Bild: dpa)
  • Justiz

Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen startet Außenkurse in Ulm

Eine Auszubildende steht am Schaltpult einer computergesteuerten Fräsenmaschine (Symbolbild, © dpa).
  • Ausbildung

Ausbildungsjahr startet

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (l.) mit DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kirchherr (M.) und dem Leiter der DEHOGA Akademie, Thomas Schwenck (r.) (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Weiterbildung

Land fördert Online-Qualifizierungsangebot im Gastgewerbe

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der ZORA gGmbH
  • Sommerreise

Aus- und Weiterbildung in Zeiten von Corona und der Digitalisierung

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz besucht im Rahmen ihrer Ausbildungsreise die Firma Rolf Benzinger Spedition-Transporte GmBH im Tiefenbronn (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Ausbildung

Ausbildungsreise von Staatssekretärin Schütz

  • MINT-Bildung

Wirtschaftsministerium fördert „CyberMentor“-Programm

Schreiner bei der Arbeit
  • Ausbildung

Programm „Erfolgreich ausgebildet“ startet in die vierte Runde

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
  • Schule und Beruf

Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung gesichert

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohungsbau

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