Polizei

Zahlreiche Demonstrationen am Osterwochenende

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Polizeistreife im Stuttgarter Schlossgarten
(Symbolbild)

Am Osterwochenende gab es im Land rund 40 Demonstrationen. Bei einem Aufzug in Stuttgart kam es zu zahlreichen Verstößen gegen Versammlungsauflagen und die Corona-Verordnung.

„Die Bilder vom Karsamstag sind nur schwer zu ertragen. Wir laufen in die dritte Coronawelle hinein – und durch die Straßen der Landeshauptstadt strömen tausende Querdenker. Sie missachten absichtlich den Infektionsschutz – ohne Abstand und ohne Anstand. Sie gefährden damit die Gesundheit und das Leben anderer. Angesichts all der vielen Menschen, die sich seit über einem Jahr extrem einschränken, um das Virus in Schach zu halten, all der Menschen, die an vorderster Front, in den Kliniken, auf den Intensivstationen um das Leben von Menschen kämpfen, oder derer, die einen Menschen in der Pandemie verloren haben, wirken diese Bilder irritierend, abstoßend, beschämend“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration Thomas Strobl und zog damit Bilanz des vergangenen Osterwochenendes.

40 Demonstrationen am Osterwochenende

Innenminister Thomas Strobl fasste zusammen: Am vergangenen Osterwochenende wurden in Baden-Württemberg rund 40 Demonstrationen mit insgesamt mehr als 13.000 Teilnehmern polizeilich begleitet. Diese liefen größtenteils ohne Gewalt und größere Zwischenfälle ab. Einsatzschwerpunkt war der Ostersamstag. Von den insgesamt 25 angemeldeten Versammlungen entfielen 14 auf die Landeshauptstadt. Hierbei hatte die Hälfte der Versammlungen einen Bezug zur Corona-Pandemie.

Verstöße am Karsamstag in Stuttgart

Rund um den Aufzug der Querdenker-Bewegung am Samstagmittag in Stuttgart, an dem sich entgegen der 300 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwa 10.000 Personen beteiligten, kam es zu zahlreichen Verstößen gegen die Versammlungsauflagen sowie die Corona-Verordnung. Das Polizeipräsidium Stuttgart setzte über 1.100 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ein, darunter fast 500 Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz sowie 250 Unterstützungskräfte der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und der Bundespolizei.

Freiheit verlangt verantwortungsvolle Bürger

„Sicher, die Versammlungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung sind hohe Güter in unserer Demokratie. Sie zu schützen ist Aufgabe der Polizei. Am Samstag hat die Polizei erneut Gewalteskalationen verhindert und mit Blick auf den hohen Emotionalisierungsgrad besonnen und verhältnismäßig gehandelt. Freilich müssen wir die Frage klären, ob solch gefährliche Veranstaltungen in einer so existenziellen Pandemie erlaubt werden müssen, wenn doch absehbar ist, dass ganz zentrale Auflagen der genehmigenden Versammlungsbehörde – in diesem Fall der Stadt Stuttgart – missachtet werden. Und jedenfalls für mich ist klar: Auch die Demonstrationsfreiheit verlangt verantwortungsvolle Bürger. Unsere Grundrechte sind nicht grenzenlos und rechtfertigen nicht jedes verantwortungslose Verhalten –  schon gar nicht die Gefährdung der Gesundheit und des Lebens anderer Menschen“, so Innenminister Thomas Strobl weiter.

Angriffe auf Journalisten

Erneut wurden Medienvertreter bei ihrer Arbeit durch Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmer behindert und etwa mit Gegenständen beworfen. „Das Grundrecht der Meinungsfreiheit umfasst im Übrigen auch ganz klar die Pressefreiheit. Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten sind absolut inakzeptabel und werden auf das Schärfste verurteilt, konsequent verfolgt und mit allen Mitteln des Rechtsstaats geahndet. Die Vorfälle vom Samstag werden selbstverständlich konsequent aufgearbeitet – und dann werden die richtigen Schlüsse gezogen. Aus meiner Sicht jedenfalls darf sich der Stuttgarter Karsamstag so nicht wiederholen“, stellte Innenminister Thomas Strobl klar.

Corona-Verordnung des Landes

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Schiene

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg

Pressekonferenz LKA zu Terrorgram
Sicherheit

Kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgramszene“

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Sechster Förderaufruf für regionale Bio-Produkte

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht den Sternsingerinnen und Sternsingern eine Geldspende.
Aktion Dreikönigssingen

Kretschmann empfängt Sternsingergruppen

Eine Sozialarbeiterin führt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber in Karlsruhe eine Beratung mit einem Flüchtling durch.
Migration

Landkreis Karlsruhe erfolgreich bei Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Landeswahlausschuss lässt 21 Landeslisten zu

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Modernisierung der Wahlverfahren in der Justiz

Schmeck den Süden
Ernährung

Genussführer 2026 vorgestellt

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Justiz

Bund und Länder vereinbaren bundeseinheitliche Justizcloud

Sachbearbeiter Einsatz PP Freiburg Laptop Polizei
Polizei

eAkte bei Polizei landesweit eingeführt

Polizei Kontrolle Weihnachtsmarkt
Sicherheit

Friedliche Weihnachtsmarktsaison 2025

Mehrere Kinder stehen nebeneinander in einem Kindergarten. (Bild: © Christian Charisius/dpa)
Armutsbekämpfung

EU und Land gemeinsam gegen Kinder- und Jugendarmut

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Polizei spendet an Stiftung Kinderland Baden-Württemberg

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

21 Parteien reichen Landesliste für Landtagswahl ein