Gute Lehre

Wissenschaftsministerin Bauer verleiht Landeslehrpreis 2013

Die besten Hochschul-Lehrenden aus Karlsruhe, Ludwigsburg, Mannheim, Reutlingen und Stuttgart erhalten Preisgelder von insgesamt 250.000 Euro. Der mit 5.000 Euro dotierte Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement geht an ein Musik-Theater-Projekt mit jugendlichen Flüchtlingen nach Stuttgart.

„Gute Lehre ist genauso bedeutsam wie gute Forschung“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer heute (4. Dezember) in Stuttgart. Sie solle Leidenschaft für ein Fach vermitteln, praxisnah und forschungsorientiert sein und die Lernmotivation der Studierenden fördern. „Dass wir hierfür hervorragende Beispiele im Land haben, zeigen die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger, denen ich herzlich zu ihrer Auszeichnung gratuliere.“

Die Verleihungsveranstaltung habe sich als Leistungsschau guter Lehre etabliert, so Bauer. Sie biete ein ideales Forum, um die von der Jury ausgewählten Beispiele exzellenter Lehre an den Hochschulen im Land auch einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen. „Als wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung sollen die Konzepte und Ansätze in den Hochschulen und darüber hinaus stärker verbreitet werden. So können möglichst viele davon profitieren“, sagte die Ministerin weiter.

Bauer hob auch den Anteil der Studierenden hervor, deren Einsatz im Rahmen der Verleihung der Landeslehrpreise mit einem Sonderpreis für studentisches Engagement gewürdigt wird: „Kreativität, Originalität und die praxisnahe Umsetzung der Studieninhalte stehen bei den studentischen Projekten im Fokus. Damit wirken die Studierenden wiederum als Impulsgeber in die Hochschulen hinein.“

Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 50.000 Euro. In diesem Jahr werden folgende Hochschul-Lehrende ausgezeichnet:

  • Der Landeslehrpreis im Bereich Universitäten geht an Prof. Dr. Oliver Brand, Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim für sein Lehrkonzept „Recht Schaffen“.
  • Im Bereich Pädagogische Hochschulen werden Katja Holdorf und Dr. Björn Maurer, wissenschaftliche Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg für ihr Lehrprojekt „Film - Sprache - Begegnung“ - Ein zehntägiges interkulturelles Begegnungscamp für Jugendliche aus Kroatien, Rumänien, Serbien und Deutschland geehrt.
  • Im Bereich der Kunst- und Musikhochschulen wird Prof. Dipl.-Rest. Roland Lenz, Leiter des Studiengangs Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei, Architekturoberfläche und Steinpolychromie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart für sein herausragendes und nachhaltiges Engagement für die Lehre verbunden mit einer besonders hohen fachlichen Kompetenz, wissenschaftlicher Neugier und Aufgeschlossenheit für die Belange der Studierenden ausgezeichnet.
  • Der Landeslehrpreis für die Duale Hochschule Baden-Württemberg geht an Prof. Dr. Armin Pfannenschwarz, Leiter des Studiengangs Unternehmertum an der Dualen Hochschule Baden Württemberg (DHBW) Karlsruhe für sein „ILLK - Integrierte Live Lern Klausur“ Konzept zur Integration der Prüfungsleistung in den Lehr- und Lernprozess.
  • Im Bereich Hochschulen für angewandte Wissenschaften wird Prof. Henning Eichinger, Fakultät Textil & Design an der Hochschule Reutlingen für das Lehrprojekt „Skypetrait: Transcontinental Faces“ ausgezeichnet.
  • Den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis für studentisches Engagement erhält Patrizia Birkenberg, Fachbereich Elementare Musikpädagogik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart für ihr Projekt „Labyrinth: Ausweg, Umweg, Sackgasse? - Musik-Theater-Projekt mit unbegleiteten Flüchtlingen“.

Hintergrund

Der Landeslehrpreis wurde in den 1990er Jahren vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ins Leben gerufen. Bislang wurden mehr als 400 Lehrende ausgezeichnet. Seit 2009 erhalten die besten Lehrenden aller Hochschularten jeweils 50.000 Euro Preisgeld, das zweckgebunden der Lehre zugutekommt. Der Sonderpreis, mit dem das Wissenschaftsministerium seit 2009 herausragendes studentisches Engagement auszeichnet, ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist für studentische Zwecke zu verwenden.

Über die Vergabe der Preise entscheiden mehrere hochschulspezifisch zusammengesetzte Jurys, an denen neben Fachleuten aus Baden-Württemberg auch Experten anderer Bundesländer und Studierende beteiligt sind.

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