Aussenwirtschaft

Wirtschaftsministerin verurteilt US-Strafzölle

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (Bild: dpa)

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Einführung von US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der Europäischen Union und Kanada verurteilt und vor einer weiteren Eskalation des Handelsstreits gewarnt.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut verurteilte die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte scharf und warnte eindringlich vor einer weiteren Eskalation des Handelsstreits.

Abschottung und Protektionismus schaden

„Abschottung und Protektionismus schaden den internationalen Handelsbeziehungen, den Unternehmen und letztlich allen Beteiligten“, so Hoffmeister-Kraut. „Die US-amerikanische Begründung, es handele sich um eine Maßnahme zur Stärkung der nationalen Sicherheit, ist so durchsichtig wie die Zielsetzung selbst: Die US-Administration unter Präsident Trump scheint Eskalation als zulässige Verhandlungstaktik zu betrachten.“

Der Hang zu Protektionismus, bei dem die USA im Zweifel auch Verletzungen von WTO-Regeln in Kauf nehmen, schade dem Welthandel enorm. Es gelte nun, für das Welthandelssystem gemeinsam geschlossen einzustehen, dabei aber den Gesprächskanal nach Washington offen zu halten, forderte die Ministerin.

Reaktion mit Augenmaß

Eine Reaktion der EU mit Augenmaß sei richtig, erklärte Hoffmeister-Kraut. Nun komme es darauf an, dass sich beide Seiten an den Verhandlungstisch setzen und im Interesse der in den USA und der EU lebenden Menschen Lösungen erarbeiten, die zu fairen Handelsbeziehungen und nicht zu einem Handelskrieg führen.

Sollten die USA auch noch Einfuhrzölle auf Autos erheben, wäre dies ein schwerer Schlag für Baden-Württemberg. Mit 12,2 Prozent aller Exporte sind die USA für Baden-Württemberg das mit Abstand wichtigste Absatzland – die größte Warengruppe sind Kfz und Kfz-Teile mit rund einem Drittel. „Das hätte spürbare Folgen für unseren Wirtschaftsstandort“, warnte Hoffmeister-Kraut. Insgesamt wurden 1,3 Millionen deutsche Autos 2017 in den USA verkauft.

Weitere Meldungen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeit

Hoffmeister-Kraut kritisiert Umsetzung der Arbeitszeitreform

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Ländlicher Raum

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum 2026-2031 eingesetzt

Asien-Pazifik Summit 2026 im IHK-Haus in Stuttgart
Außenwirtschaft

Erster Asien-Pazifik Summit in Stuttgart

Ein 13 Jahre alter Schüler arbeitet an einem iPad mit der Lernplattform Moodle.
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen aus Baden-Württemberg ausgezeichnet

Businessfrau sitzt an einem PC
Wirtschaft

Ungenutztes Arbeitskräfte­potenzial von Frauen

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

ILA 2026
Luft- und Raumfahrt

Land setzt Zeichen für Innovation und Technologie

Logo von Start up BW
Gründungsprogramm

Starthilfe für junge Unternehmen

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

German Expo Pavilion / Hotaka Matsumura - German Pavilion - to download, click on "high-res download"
Kreislaufwirtschaft

Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Ministerpräsident Cem Özdemir spricht während des BMDS-Akademiegesprächs „Staatsmodernisierung mit Wirkung“.
Staatsmodernisierung

Schulterschluss für weniger Bürokratie

Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" in Karlsruhe mit zwei Entwicklern autonom im Straßenverkehr. (Foto: © dpa)
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Verkehr

Bundesstraße 29 zwischen Urbach und Lorch saniert

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
Unternehmensgründungen

Pilotprojekt „Schneller Gründen“ gestartet