Jagd

Weitere sieben Jahre Jägerprüfungen durch Landesjagdverband

Berechne Lesezeit
  • Teilen
 (von links nach rechts): Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und Minister Peter Hauk MdL
Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann (l.) und Minister Peter Hauk (r.)

Der Landesjagdverband ist für weitere sieben Jahre mit der Organisation und Durchführung von Jägerprüfungen beliehen worden. Die Zahl der Jägerprüfungen hat sich in den letzten 14 Jahren nahezu verdoppelt.

„Baden-Württemberg zählt mit seiner Jägerausbildung zur Spitzenklasse in Europa. Dabei hat sich die Arbeit des Landesjagdverbands bei der Organisation und Durchführung von Jägerprüfungen in den vergangenen 14 Jahren allerbestens bewährt. Wir erneuern deshalb die Beleihung des Landesjagdverbands mit dieser wichtigen Aufgabe und schaffen damit die Grundlage für weitere sieben Jahre gute Arbeit durch den Landesjagdverband“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Freitag (26. Juni) in Roigheim (Landkreis Heilbronn) bei der Übergabe der Beleihung an den Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann. Die Prüfungsstelle beim Landesjagdverband organisiere die Jägerprüfungen landesweit sehr zuverlässig und mit geringem Verwaltungsaufwand. Prüfungsorte würden flächendeckend über das ganze Land hinweg angeboten. Ausbildung und Prüfung seien sehr eng aufeinander abgestimmt.

Zahl der Jägerprüfungen hat sich in den letzten 14 Jahren nahezu verdoppelt

„Die Zahl der Jägerprüfungen hat sich in den letzten 14 Jahren nahezu verdoppelt, der Frauenanteil mehr als verdreifacht. Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können und die für die Arbeit des Landesjagdverbands sprechen“, erklärte Minister Hauk.

Die baden-württembergische Ausbildung der Jägerinnen und Jäger zähle zur Spitzenklasse in ganz Europa. „Ich danke dem Landesjagdverband, dass er als beliehene Prüfungsstelle gemeinsam mit dem Land die hohe Qualität der baden-württembergischen Jägerprüfung sicherstellt“, sagte Hauk. Eine gute und fundierte jagdliche Ausbildung sei die Grundlage für ein zeitgemäßes Wildtiermanagement auf hohem Niveau.

Hintergrundinformationen:

Die Beleihung des Landesjagdverbands mit der Organisation und Durchführung der Jägerprüfungen basiert auf einer Bestimmung im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz des Landes. Demnach kann das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Durchführung der Jägerprüfung an sachkundige Dritte übertragen. Den Rahmen für die Jägerprüfungen gibt das Ministerium in der Jägerprüfungsordnung vor. Die Ausführung dieser Verordnung übernimmt weitgehend der Landesjagdverband als beliehene Prüfungsstelle. Die so begründete enge Zusammenarbeit von Behörde und Verband erwies sich in den letzten Jahren als sehr effektiv und bildete die Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Ausbildungs- und Prüfungsqualität.

Im Jahr 2006 wurde der Landesjagdverband erstmalig mit der Organisation und Durchführung der Jägerprüfungen beliehen. Damals lag die Zahl der Prüfungsteilnehmenden landesweit etwas über 1.000 Personen im Jahr. Im Jahr 2019 wurden von den bei der Prüfungsstelle gebildeten Prüfungsausschüssen 2.896 Einzelprüfungen abgenommen. Der Anteil der Prüfungsteilnehmerinnen stieg in diesem Zeitraum von unter 5 Prozent auf mittlerweile 17,5 Prozent an.

Die Kooperation des Landes mit dem Verband erwies sich u.a. im Rahmen der Neufassung der Jägerprüfungsordnung und insbesondere dem Ausbildungsplan für die jagdliche Ausbildung als sehr effektiv. Die so erarbeiteten Unterlagen finden mittlerweile über Baden-Württemberg hinaus Beachtung gelten als richtungsweisend.

Landesjagdverband Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tiergesundheit

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Landwirtschaft

FIONA-Antragssaison 2026 startet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim