Nationalpark

Wechsel an der Spitze des Nationalparks

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wolfgang Schlund
Wolfgang Schlund

Dr. Wolfgang Schlund übernimmt ab Oktober 2023 die Leitung des Nationalparks Schwarzwald. Damit setzt das Land auf Kontinuität und eine organische Weiterentwicklung des Nationalparks ge­meinsam mit der Region.

Dr. Thomas Waldenspuhl, Leiter des Nationalparks Schwarzwald, geht zum 30. September 2023 in den Ruhestand. Nachfolger wird ab Oktober Dr. Wolfgang Schlund, der die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit Dr. Waldenspuhl be­reits von 2014 bis 2021 geführt hatte.

Umweltministerin Thekla Walker informierte den Nationalparkrat auf dessen Sitzung am 3. Mai 2023 über die Personalie: „Das Land setzt mit dieser Nachfolgere­gelung auf Kontinuität. Der Nationalpark hat sich seit seiner Gründung hervorragend entwickelt – zu einem Hotspot der Artenvielfalt wie auch zu einem Besu­chermagneten, von dem der Schwarzwald insgesamt profitiert. An dieser Ent­wicklung hat Herr Waldenspuhl wesentlichen Anteil. Diesen Weg wollen wir wei­ter beschreiten. Herr Schlund wird die erfolgreiche Arbeit des Nationalparks or­ganisch weiterentwickeln. An seine Erfahrungen als Co-Leiter wird er nahtlos anknüpfen und seine Kontakte in die Raumschaft nutzen, um den Nationalpark zusammen mit der Region weiter voranzubringen.“

Gut aufgestellt für die zukünftigen Herausforderungen

Der Vorsitzende des Nationalparkrats, Landrat Dr. Klaus Rückert zeigt sich sehr erfreut über die Personalentscheidung sowie die inhaltlichen Übereinstimmun­gen zur Weiterentwicklung des Nationalparks. „Damit sind wir gut aufgestellt für die zukünftigen Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die inhaltliche und räumliche Erweiterung des Parks. Diese darf kein Feigenblatt sein, sondern muss ein kompaktes Zusammenwachsen der beiden bisherigen Nationalparkteile beinhalten.“

Thomas Waldenspuhl sagte: „Der Nationalpark ist ein einzigartiger Schatz unseres Landes. Natur Natur sein zu lassen und zugleich in ihrer Ursprünglichkeit und Pracht erlebbar zu machen, ist eine Mehrgenerationenaufgabe. Aber die Weichen sind gestellt. Eine positive Entwicklung für Natur und Mensch ist sichtbar. Darauf sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks zu Recht stolz.“

Wolfgang Schlund betonte: „Die weitere Entwicklung des Nationalparks ist eine Gemein­schaftsaufgabe der ganzen Region. Seine Akzeptanz ist inzwischen hoch. Die Wünsche der Besucherinnen und Besucher und der Bevölkerung vor Ort in Ein­klang zu bringen, bleibt aber Daueraufgabe – und eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.“

Dr. Thomas Waldenspuhl

Dr. Thomas Waldenspuhl hat als Leiter der Abteilung „Wald und Gesellschaft“ der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg maßgeblich das Projekt Nationalpark vorbereitet. Seit 2011 stand er einem zehnköpfigen Koordi­nationsteam vor, das gemeinsam mit der Landesregierung die Gründung des Nationalparks einleitete. 2014 hat er zusammen mit Dr. Wolfgang Schlund die Leitung übernommen.

Zuvor war er maßgeblich an der Erstellung der Waldnaturschutzkonzeption für die Landesforstverwaltung beteiligt sowie als Fachexperte mit der Naturschutz­strategie Baden-Württemberg befasst.

Eine gesonderte Würdigung seiner Arbeit wird im Rahmen einer offiziellen Ver­abschiedungsveranstaltung stattfinden.

Dr. Wolfgang Schlund

Dr. Wolfgang Schlund ist promovierter Biologe. Er ist Experte für wildlebende Säugetiere und war von 1997 bis 2013 Leiter des Naturschutzzentrums Ruhe­stein.

Ab 2014 leitete er gemeinsam mit Dr. Thomas Waldenspuhl als Doppelspitze den Nationalpark Schwarzwald. Unter seiner Regie entstand das neue National­parkzentrum Ruhestein mit der spektakulären Dauerausstellung.

2021 entschied er sich für eine berufliche Auszeit, um die die Meere der Welt auf seinem Segelboot zu erkunden.

Nationalpark Schwarzwald

Weitere Meldungen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Neue Fördermaßnahme „Rotationsbrache im Weinbau“ ab 2027

Gruppenbild bei Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall
Landwirtschaft

Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 in Bad Reichenhall

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tiergesundheit

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Landwirtschaft

FIONA-Antragssaison 2026 startet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse