Polizei

Täterfestnahme im Endinger und Kufsteiner Mordfall

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Innenminister Thomas Strobl (Foto: © dpa)

Innenminister Thomas Strobl zeigte sich erleichtert über den Aufklärungserfolg der Morde im November 2016 an der Joggerin in Endingen am Kaiserstuhl und an der französischen Studentin im Januar 2014 in Kufstein. Strobl lobte die enge grenzüberschreitende Kooperation mit den österreichischen Behörden.

Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, zeigte sich sehr erleichtert über den Aufklärungserfolg der schrecklichen Morde im November des vergangenen Jahres an der Joggerin Carolin G. in Endingen am Kaiserstuhl und an der französischen Studentin im Januar 2014 in Kufstein/Österreich.

„Der lange Atem, vor allem aber die akribische kriminalistische und mühevolle Kleinarbeit der Freiburger Kriminalpolizei, des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und der österreichischen Kollegen haben sich ausgezahlt! Nur durch das unermüdliche Engagement, die Ausdauer und den immensen Aufwand konnten diese beiden schrecklichen Morde aufgeklärt und der Täter letztlich festgenommen werden. Die Motivation der in Hochzeiten über 80 Beamten starken Sonderkommission war absolut vorbildlich und wirklich herausragend. Unermüdlich ist sie – auch über Weihnachten und Ostern – den etwa 4.300 Hinweisen und Spuren konsequent nachgegangen und hat zu keinem Zeitpunkt nachgelassen. Die Verbrechen können dadurch allerdings nicht ungeschehen gemacht werden. Mein Mitgefühl gilt deshalb besonders den leidgeprüften Angehörigen der Opfer“, betonte Innenminister Thomas Strobl.

Enge grenzüberschreitende Kooperation mit den österreichischen Behörden

Nach dem Aufsehen erregenden Mordfall am Dreisamufer in Freiburg im Oktober 2016 und der erfolgreichen Ermittlung des Täters kann die leidgeplagte Bevölkerung in Freiburg und im Umland sowie auch in Kufstein/Österreich endlich wieder aufatmen.

„Ob der Kriminalpolizei ein Serienmörder ins Netz gegangen ist, müssen die intensiven, jetzt auch europaweit zu führenden Ermittlungen zeigen“, so Minister Thomas Strobl. „Wer zwei Mal so bestialisch mordet, dem ist freilich mehr zuzutrauen", kündigte der Innenminister umfangreiche internationale Abgleiche an.

Ausdrücklich lobte der Innenminister die enge grenzüberschreitende Kooperation mit den österreichischen Behörden, die jetzt Erfolg gehabt habe. „Ganz wichtig ist, dass die kriminalpolizeilichen Ermittler die richtigen Ermittlungsbefugnisse bekommen“, so der Innenminister. So hätte die zielgerichtete Auswertung der ausschließlich in Österreich den Ermittlern zugänglichen Mautdaten in Verbindung mit dem umfangreichen Abgleich von Telekommunikationsdaten kriminalistisch ganz entscheidend dazu beigetragen, letztlich die am Tatort in Endingen und Kufstein gesicherten DNA-Spuren zusammenzuführen und aller Voraussicht nach die Festnahme des Mörders ermöglicht.

„Die Aufklärung dieser schlimmen Morde zeigt: Wir müssen unseren Ermittlungsbehörden die notwendigen Instrumente an die Hand geben, um allen Spuren und Hinweisen auch konsequent nachgehen zu können. Wie entscheidend dies sein kann, hat dieser Fall gezeigt. Ohne den Zugang zu den österreichischen Mautdaten und den Abgleich der Telekommunikationsdaten wären wir heute vermutlich nicht da, wo wir sind. Diese Diskussion müssen und werden wir in Deutschland, und auch in Baden-Württemberg, in aller Offenheit und Klarheit führen.“

Weitere Meldungen

Young Heroes
Katastrophenschutz

Austauschprogramm im Katastrophenschutz geplant

v.l.n.r.: Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz, Leitender Kriminaldirektor Ralf Keller, Polizeivizepräsident Ralf Keppler und Innenstaatssekretär Thomas Blenke MdL
Polizei

Neuer Polizeivizepräsident beim Polizeipräsidium Reutlingen

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026

Lasergestützes Schießstrainingssystem für die Polizei Baden-Württemberg
Polizei

Lasergestützte Schießtrainingssysteme für die Polizei

Wengenviertel in Ulm
Städtebau

Städtebauförderprogramm 2027 startet

Ein Mann setzt sich eine Spritze mit Heroin in den Arm.
Sicherheit

Zahl der Drogentoten leicht zurückgegangen

Wappen der Polizei Baden-Württemberg. (Bild: © Steffen Schmid)
Innere Sicherheit

Politisch motivierte Kriminalität gestiegen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Verstärkung für die Polizei nach erfolgreichem Studienabschluss

Verleihung des Bevölkerungsschutz Ehrenzeichen
Auszeichnung

Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen verliehen

Volker Stier, Polizeivizepräsident PP Stuttgart
Polizei

Neuer Polizeivizepräsident beim Polizeipräsidium Stuttgart

Ein Rettungshubschrauber vom Typ H145 der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF)
Rettungsdienst

Ravensburg wird Luftrettungsstandort

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Vorläufiges amtliches Ergebnis der Landtagswahl 2026