Krisenmanagement

Rechnungshof berät Landesverwaltung zum Krisenmanagement

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Lagezentrum des Innenministeriums Baden-Württemberg.

Der Rechnungshof hat das Krisenmanagement der Landesverwaltung geprüft und nun die Ergebnisse dem Innenministerium übergeben. Basis der Untersuchung sind die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie.

„Die Ergebnisse der fundierten Untersuchung des Rechnungshofes zum Krisenmanagement der Landesverwaltung sind sehr wertvoll und richtig. Denn nichts ist so gut, dass wir es nicht noch besser machen könnten. Viele Empfehlungen des Rechnungshofs decken sich mit unserem Verständnis eines zielgerichteten Krisenmanagements. So nehmen wir bereits seit langem regelmäßig an der bund-länderübergreifenden Krisenmanagement-Übungsreihe LÜKEX teil, zuletzt im September 2023, dort erneut in der höchsten Beteiligungsstufe. Und um uns auf internationale Krisen besser vorzubereiten, werden wir in diesem Jahr eine internationale Großübung des EU-Katastrophenschutzes als erstes Land in der Republik durchführen. Ganz entscheidend ist dabei die im Bericht empfohlene Verantwortung aller Ressorts für die Krisenvorsorge in ihrem Bereich und damit einhergehend die Vorbereitung auf mögliche Krisen“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Die Präsidentin des Rechnungshofs, Dr. Cornelia Ruppert, erklärte: „Die Landesverwaltung hat bewiesen, dass sie die organisatorischen Herausforderungen einer Krisensituation bewältigen kann. Allerdings war sie zu Beginn der Pandemie noch nicht so aufgestellt, dass sie unmittelbar und mit voller Kraft in den Modus der Krisenbewältigung umschalten konnte. Wenn die Verwaltung künftig jedoch noch besser organisiert ist, kann diese Anlaufphase verkürzt werden“. Auch eine Priorisierung von Aufgaben könne dazu beitragen, im Krisenfall schneller handlungsfähig zu sein. „Mit der Beratenden Äußerung wollen wir als Rechnungshof einen Beitrag dazu leisten, wie die Landesverwaltung aus den Erfahrungen der Krise lernen kann“, so Dr. Ruppert abschließend.

Empfehlungen für die Vorbereitung auf künftige Krisenlagen

Der Rechnungshof hat das Krisenmanagement der Landesverwaltung in einer breiten Prüfung untersucht. Basis der Untersuchung sind die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie. Davon ausgehend spricht der Rechnungshof insgesamt 37 Empfehlungen für die Vorbereitung auf künftige Krisenlagen aus. Hierzu hat der Rechnungshof vorhandene Unterlagen analysiert und Gespräche mit Ministerien, mit verschiedenen weiteren Dienststellen der Landesverwaltung, mit den Kommunalen Landesverbänden, mit Kommunen und auch mit der Bundeswehr geführt. Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, hat der Rechnungshof ergänzend verschiedene Online-Umfragen bei allen Dienststellen der Landesverwaltung und bei den Kommunen durchgeführt.

Die Prüfungsergebnisse umfassen die Oberthemen Umgang mit Krisenpotenzialen, Organisatorischer Rahmen des Krisenmanagements, Führung und Steuerung in Krisenlagen, Personal sowie Sachressourcen.

Nach der Landeshaushaltsordnung kann der Rechnungshof aufgrund der Erfahrungen aus seinen Prüfungen den Landtag, die Landesregierung und einzelne Ministerien beraten und sogenannte Beratende Äußerungen abgeben.

Beratende Äußerung zum Krisenmanagement in der Landesverwaltung (PDF)

Weitere Meldungen

v.l.n.r.: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz, Jennifer Lautensack, Innenminister Manuel Hagel MdL, Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neue stellvertretende Leiterin beim Polizeipräsidium Mannheim

Paragraph vor Laptop
Justiz

Bundesweit erstes Gericht mit neuer Justiz-Software

An mehreren Tischen sitzen viele Männer und Frauen.
Frühkindliche Bildung

Runder Tisch zum verbindlichen kostenfreien Kita-Jahr

Rettungsmedaille verliehen an Muhammad Afzal
Auszeichnung

Muhammad Afzal mit Rettungsmedaille ausgezeichnet

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Erneut zwei Straftäter nach Afghanistan abgeschoben

Ministerialdirektorin Gerda Windey
Justiz

Innovationstag zu Künstlicher Intelligenz und Justiz

Verfassungsschutzbericht 2025
Verfassungsschutz

Verfassungsschutzbericht 2025 vorgestellt

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Krisenvorsorge

Gemeinsam gesellschaftliche Resilienz stärken

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Von links nach rechts im Bild: Ministerialdirektorin Gerda Windey, Präsident des Landgerichts Baden-Baden a.D. Dr. Frank Konrad Brede, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller.
Justiz

Präsident des Landgerichts Baden-Baden geht in Ruhestand

Grafik Bevölkerungsschutztag
Bevölkerungsschutz

Bevölkerungsschutztag 2026 verschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Sicherheit

Zukunft des Landeskommandos Baden-Württemberg gesichert

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Tödlicher Unfall auf dem Hockenheimring

Collage aus zwei Fotos: Teilnehmende der GFMK 2026 stehen als Gruppe auf einer Treppe, Foto von Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand mit Abstimmungsschild für Baden-Württemberg in der erhobenen Hand.
Gleichstellung

Land setzt Impulse für Demokratie, Gewaltschutz und Integration

Symbolbild: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
Demokratie

Bundesverfassungsrichterin besucht Schule in Leimen