Biodiversität

Streuobstpreis für Erhalt der genetischen Vielfalt der Streuobstbestände

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Landwirt bei der Mostäpfellese mit Erntehelfern auf seiner Streuobstwiese. (Foto: © dpa)

Mit dem Streuobstpreis Baden-Württemberg wird das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern ausgezeichnet, die Streuobstbestände im Land pflegen. Der diesjährige Streuobstpreis geht an fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich besonders für den Erhalt der genetischen Vielfalt der Streuobstbestände einsetzen.

„Baden-Württemberg ist Streuobstland. Hier gibt es die größten zusammenhängenden Streuobstbestände Europas. Streuobstwiesen sind einzigartige Kulturlandschaften, die bei entsprechender Bewirtschaftung eine hohe Artenvielfalt aufweisen, aber auch eine enorme genetische Vielfalt, die sehr erhaltenswert ist. Zahlreiche Menschen im Land engagieren sich dafür, dieses wertvolle Natur- und Kulturgut zu bewahren. Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme von 80 engagierten Gruppen am Streuobstpreis Baden-Württemberg. Fünf davon haben die Fachjury besonders überzeugt“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Mittwoch (25. Mai 2022) im Freilichtmuseum Beuren (Landkreis Esslingen).

Mit dem Streuobstpreis Baden-Württemberg würdigt das Land herausragendes Engagement zum Erhalt der Streuobstwiesen. Die Preisträger des im Jahr 2021 vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ausgelobten Wettbewerbs „SortenReich Streuobstwiese - Wir fördern Vielfalt” stehen fest:

  • Gasthof-Restaurant-Brennerei Kottmann (Landkreis Göppingen),
  • die Fachvereinigung Obstbau Landkreis Reutlingen e.V. (Landkreis Reutlingen),
  • der BUND Regionalverband Bodensee-Oberschwaben,
  • der Reyerhof (Stadt Stuttgart) sowie
  • Urs Renninger Naturcidre (Landkreis Ludwigsburg).

„Heute zeichnen wir fünf Gruppen von Preisträgerinnen und Preisträgern für ihren herausragenden Einsatz aus. Ihre Projekte zeigen eindrücklich, wie die Sortenvielfalt unserer Streuobstwiesen erhalten, kommuniziert und in Wert gesetzt werden kann. Mit ihrem fundierten Wissen und der innovativen und professionellen Arbeitsweise leisten die Gewinner einen wertvollen Beitrag für die nachhaltige Gestaltung unserer Kulturlandschaft“, betonte der Minister.

Engagement für den Erhalt der Biodiversität wichtiger den je

Insgesamt 80 Bewerbungen von Privatpersonen, Bildungseinrichtungen, landwirtschaftlichen Betrieben, Vereinen oder Kommunen aus ganz Baden-Württemberg sind im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingegangen. Eine Fachjury bewertete unter anderem die Konzepte zur Sortenauswahl, zur Pflege der Jungbäume sowie zur Verwertung des Obstes sowie Maßnahmen zur Wissensvermittlung und die aussagekräftige Darstellung der Aktivitäten.

Das Engagement für den Erhalt der Biodiversität sei heute wichtiger denn je. „Es gilt, Menschen für den Streuobstbau zu motivieren. Die Sorten der Streuobstwiesen zu bewahren, ist eine wichtige Aufgabe, damit wir diesen Schatz von genetischer Vielfalt an künftige Generationen weitergeben können“, so Peter Hauk. Das Land Baden-Württemberg trage eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Streuobstbestände. Daher unterstütze es gerne Initiativen, in denen Bürgerinnen und Bürger aktiv und oftmals ehrenamtlich Ideen zur Bewahrung der Streuobstwiesen entwickeln und umsetzen.

Fünf Teilnehmende ausgezeichnet

Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vergibt den Streuobstpreis Baden-Württemberg alle zwei Jahre an Bürgerinnen und Bürgern, die vorbildliche Projekte im Bereich Streuobst umsetzen. Der Wettbewerb steht unter wechselnden Mottos und regt so unterschiedliche Akteure an teilzunehmen.

Der Streuobstpreis ist in der Regel mit je 1.000 Euro dotiert und wird an drei Preisträgergruppen verliehen. Im Rahmen des Streuobstpreises 2021 wurden nach der Bewertung der fachlichen Auswahlkriterien durch die Jury fünf Preisträgergruppen ausgezeichnet.

Streuobstportal Baden-Württemberg: Daten und Fakten zum Streuobst

Weitere Meldungen

Blick über Hohenlohe
Ländlicher Raum

Kulturlandschaftsrat stärkt Landwirtschaft durch Dialog

Kuhweide mit Kühen
Tierseuche

Impfung gegen Blauzungen­krankheit schützt auch nach Neueinstufung erheblich

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Kaiserstuhl
Flurneuordnung

Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“ abgeschlossen

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
Artenschutz

Projekt „Natur nah dran“ wird verlängert

Tierschutzpreis
Tierschutz

Tierschutzpreis 2027 ausgeschrieben

Kisten mit Gemüse und Obst.
Welternährungstag

Ernährungssouveränität bedeutet Sicherheit

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Kuh friss Gras
Landwirtschaft

Antragstellung auf Futtermittelhilfe 2026 läuft an

Streuobst
Streuobst

Land fördert Streuobst-Projekte mit 500.000 Euro

Asiatische Hornisse
Landwirtschaft

Weitere 70.000 Euro zur Bekämp­fung von Asiatischer Hornisse

Flurneuordnung Schrozberg
Flurneuordnung

Flurneuordnung macht die Landschaft klimaresilient

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung

Erster Wolf im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt
Wolf

Erlegter Wolf war nicht mehr überlebensfähig