MOBILITÄT

Strategiedialog bringt Geschäftsmodell Ride-Sharing voran

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg befasst sich mit neuen Mobilitätslösungen für das Land. Der Klimaschutz erfordere flächendeckend neue Mobilitätslösungen auf Basis erneuerbarer Energien, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Kann Ride-Sharing in städtischen und ländlichen Regionen die Mobilität verbessern und zum Klimaschutz beitragen? Wo können autonom fahrende Busse eingesetzt werden? Um diese Fragen geht es unter anderem im Strategiedialog Automobilwirtschaft BW. Die zweite Sitzung des Themenfeldes 5 – Neue Mobilitätslösungen im Strategiedialog fand heute in Stuttgart statt. Verkehrsminister Winfried Hermann erklärte: „Wir müssen die Klimaschutzziele endlich auch im Mobilitätsbereich erreichen. Dafür brauchen wir ein Mobilitätssystem auf der Basis erneuerbarer Energien; also ohne fossile Brennstoffe. Im Strategiedialog mit der Automobilwirtschaft, den Kommunen und Verbänden diskutieren wir die Wege zur klimafreundlichen Mobilität: Wir müssen von den Modellen und Projekten zu flächendeckende Lösungen kommen. Alle Akteure sind in der Pflicht zu handeln. Und der Gesamtprozess braucht eine intensive Steuerung.“

Technische Modernisierung bietet sehr großes Potenzial

Ein zentrales Instrument für den Klimaschutz sind ambitionierte Flottengrenzwerte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Arbeitsgruppe waren sich einig, dass die technische Modernisierung der Fahrzeugflotten und -antriebe dabei ein sehr großes Potenzial bietet. EU-weite CO2-Flottengrenzwerte für Personenkraftwagen, PKW, und leichte Nutzfahrzeuge, lNFZ, stellen eines der wirkungsvollsten regulatorischen Instrumente für eine effektive CO2-Reduktion im Verkehrssektor dar. Minister Hermann betonte: „Was über Grenzwerte nicht reduziert wird, zwingt uns, andere, zum Teil unangenehmere Formen der Treibhausreduktion einzuleiten.“

Eine weitere Arbeitsgruppe verständigte sich auf Ziele für die Mobilität 2050. Diese Arbeitsgruppe setzte sich mit den drei Szenarien der Studie Mobiles BW der Baden-Württemberg-Stiftung auseinander und schlussfolgerte, dass auch Faktoren wie Wirtschaftssystem, Wohnsituation und Infrastrukturen sich wandeln müssen, damit deutlich weniger motorisierter Verkehr erforderlich ist. Der Energiebedarf für die Mobilität soll 2050 so gering und der Energieeinsatz so effizient sein, dass der Bedarf ausschließlich durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in Baden-Württemberg sind aufgefordert, eine Vorreiterrolle zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung einzunehmen.

Sinnvolle Projekte für die Transformation des Mobilitätssystems

Die dritte Arbeitsgruppe identifizierte sinnvolle Pilotprojekte für die Transformation des Mobilitätssystems. Dazu gehört Ride-Sharing, professionell organisiertes Mitfahren, in Ergänzung zum Car-Sharing und den Nahverkehrsangeboten. Das Land will aus den bereits vorhandenen Experimenten mit dieser Bedienform großflächige Versuche machen. „Während in bisherigen Projekten allenfalls 10 bis 20 Fahrzeuge unterwegs sind, wollen wir Modelle mit über 100 Fahrzeugen erproben“, so Minister Hermann. Dazu werden Unternehmen aufgerufen, Konzepte vorzulegen. Diese wird das Land ideell und falls notwendig finanziell unterstützen. Daraus sollen Schlussfolgerungen für geeignete Rahmenbedingungen und Finanzierungsformen sowie das Zusammenspiel mit öffentlichem Verkehr, Taxibetrieb und Mietwägen gezogen werden. „Der Weg führt von der autogerechten Stadt hin zu einer smarten und intermodalen Mobilität – für ein besseres Vorankommen“, sagte Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions.

Das Verkehrsministerium hat zahlreiche Aktivitäten angestoßen, mit denen der Wandel in der Mobilität unterstützt wird. Dazu zählen unter anderem „moveBW“ für Digitalisierung, „SAFE“ für Elektrifizierung sowie das „Testfeld Autonomes Fahren“ für die Automatisierung. Diese Projekte werden zusammen mit der neuen Ride-Sharing-Lösung „SSB flex“ bei der Jahresveranstaltung des Strategiedialogs Automobilwirtschaft am 20.7.2018 durch das Themenfeld 5 vorgestellt. „Die Transformation des Mobilitätssektors lässt sich nicht durch einzelne neue Angebote oder immer neue Modellprojekte erreichen. Grundlegender Wandel braucht flächendeckende Veränderungen bei Angeboten und Anreizen, im Verhalten und bei der Technik sowie der Energie. Der Wandel muss in die Breite getragen und die Normalität werden“, betonte Minister Hermann.

Rosalia alpina (Linnaeus, 1758) - Alpenbock, Mn
  • Kunst und Kultur

Bestimmung von Tieren und Pflanzen mit dem Naturportal Südwest

Polizist kontrolliert ein Motorrad (Foto: © dpa)
  • Polizei

Bilanz des Aktionswochenendes Motorrad

Arbeiter verlegen Rohre für ein Wärmenetz. (Foto: © dpa)
  • Wärmesektor

Knapp 200.000 Euro für Ausbau des Nahwärmenetzes in Teningen

Eine Frau trägt eine Alltagsmaske auf einem Bahnsteig (Bild: bwegt)
  • Coronavirus

Infektionsgefahr im Nahverkehr nicht höher als im Individualverkehr

Kläranlage in Sigmaringen
  • Abwasserbeseitigung

Land unterstützt Vergrößerung der Kläranlage in Sigmaringen

KIT Campus Nord
  • Radioaktivität

Auffälligkeiten bei Umgebungsmessung des KIT

Ein Elektroauto steht in Stuttgart an einer öffentlichen Ladesäule (Bild: © dpa).
  • Verbraucherschutz

Land mit Anträgen bei Verbraucherschutzministerkonferenz erfolgreich

Alte Schienen am stillgelegten Bahnhof Möglingen
  • Schiene

Land fördert Machbarkeitsstudien zur Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

Aichelberg BA 2 Kanalerneuerung 2020
  • Abwasser

Mehr als 1,5 Millionen Euro für Abwasserprojekt in Bad Wildbad

Ein Facharbeiter steht im Bosch Werk in Reutlingen vor einer Charge von Radarsensoren für die Automobilindustrie (Bild: © dpa).
  • Ressourceneffizienz

Neues Förderprogramm „Ressourceneffizienz in Unternehmen“

Eine Haltekelle der Polizei ist bei einer Kontrolle vor einem Polizeifahrzeug zu sehen. (Foto: © dpa)
  • Polizei

Bilanz des Aktionstags „sicher.mobil.leben“

Logo der Regionalen Kompetenzstellen des „Netzwerks Energieeffizienz“ (KEFF)
  • Energiewende

Regionale Kompetenzstellen Energieeffizienz sind eine Erfolgsgeschichte

Solarthermische Anlage
  • Wärmewende

300.000 Euro für neues Wärmenetz in Schopfloch

Ein Arbeiter installiert in St. Peter im Hochschwarzwald auf dem Dach eines Kleinunternehmens eine Solaranlage. (Bild: dpa)
  • Vermögen und Hochbau

Photovoltaik-Strom für die Verkehrspolizei in Weinsberg

Autos fahren am frühen Morgen auf einer Landstraße bei Vaihingen an der Enz und hinterlassen eine Leuchtspur auf dem Foto.
  • Mobilität

Chancen für autonomes Fahren im Güter- und Warenverkehr

Aktionstag "sicher.mobil.leben" mit Start einer neuen Verkehrrsicherheitskampage.
  • Polizei

Aktionstag "sicher.mobil.leben"

Autos fahren an einer Straßenbaustelle vorbei. (Foto: dpa)
  • Strasse

Sanierungsarbeiten an der Landesstraße zwischen Sulz am Eck und Kuppingen beginnen

Das Thermostat einer Heizung.
  • Energiewende

250.000 Euro für die Erweiterung des Nahwärmenetzes der Gemeinde Freudental

Ein Blockheizkraftwerk mit Pufferspeichern (Foto: © Gemeinde Berkheim/Saitner)
  • Energiewende

250.000 Euro für den Ausbau des Nahwärmenetzes in Unlingen

Arbeiter verlegen Rohre für ein Wärmenetz. (Foto: © dpa)
  • Energiewende

200.000 Euro für Ausbau des Nahwärmenetzes in Kirchheim

Quelle: Ministerium für Verkehr BW
  • Radverkehr

Rekordbeteiligung bei STADTRADELN 2021

Ein Radfahrer fährt über eine Fahrradspur in der Innenstadt von Karlsruhe. (Bild: dpa)
  • Polizei

Baden-Württemberg startet in die Zweiradwoche

Ein Mann und eine Frau enthüllen eine Informationssäule am Bahnhof in Konstanz.
  • Mobilitätssäulen

Mobilitätssäule in Konstanz macht Verkehrswende sichtbar

Gelb weißer Bus steht an einer Bushaltestelle.
  • Verkehr

Neue Regiobuslinien in den Nationalpark Schwarzwald

Winfried Hermann, Minister für Verkehr
  • Klimaschutz

Karlsruher Klimaschutz-Entscheidung heißt noch mehr Einsatz für Verkehrswende